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Lukas Podolski wird gegen Dänemark eine große Ehre zuteil. Der Stürmer wird sein 100. Länderspiel für Deutschland machen. Wir haben mal zehn bewegende Momente zusammengefasst.
Danzig. Am Sonntag ist es soweit: Mit gerade einmal 27 Jahren absolviert Lukas Podolski bereits sein 100. Länderspiel. Beim Match um den Gruppensieg gegen Dänemark passiert „Prinz Poldi“ diese magische Marke. Nur neun Spieler haben in der Geschichte des DFB öfter das Trikot mit dem Adler auf der Brust getragen als der Neu-Engländer vom FC Arsenal: Platz 1 belegt Lothar Matthäus (150), gefolgt von Miroslav Klose (118), Jürgen Klinsmann (108), Jürgen Kohler (105), Franz Beckenbauer (103), Joachim Streich (102 für die DDR), Thomas Häßler (101), Hans Jürgen Dörner (100 für die DDR) und Ulf Kirsten (100 für BRD und DDR).Erster Einsatz vor über acht Jahren
Seinen ersten Einsatz feierte Podolski am 6. Juni 2004 im Alter von 19 Jahren in Kaiserslautern bei einer 0:2-Niederlage gegen Ungarn. Es war das letzte Vorbereitungsspiel vor der Europameisterschaft 2004 in Portugal, seinem ersten großen Turnier für den DFB. Einer seiner Weggefährten über all die Jahre, Bastian Schweinsteiger (92 Länderspiele), gratulierte Podolski am Donnerstag schon einmal vorab. „Es freut mich, dass er sein100. Länderspiel macht. Jetzt hat er mir was voraus“, sagte Schweinsteiger. „Was immer ein bisschen untergeht bei ihm, ist, dass er auch viel nach hinten arbeitet und so die Defensivspieler entlastet.“
| LUKAS PODOLSKI | Ein Kölner auf dem Weg zur 100 |
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Gomez erinnert sich
Auch Mario Gomez stimmt in die Lobeslieder über Lukas Podolski ein. „Er ist immer gut drauf und für einen Spaß zu haben. Er ist nicht nur ein Top-Spieler, sondern auch ein Top-Mensch“, sagte Gomez. „Wir spielen seitdem wir 14, 15 Jahre alt sind eigentlich gemeinsam in den DFB-Teams, dabei haben wir viele schöne Momente erlebt. Er ist ein Mensch, dem man das von Herzen gönnt.“ Lukas Podolski fühlt sich nach eigener Aussage „sauwohl“ bei der deutschen Nationalmannschaft. „Ich hoffe, dass es noch lange so weitergeht“, sagte Podolski, dabei sei ihm die Statistik jedoch relativ egal. „Das ist eine Marke, ein Traum, der mich stolz macht. Aber diese Statistiken sind mir nicht wichtig.“
Allerdings fügte Lukas Podolski am Freitag noch hinzu, dass „das Ziel die 103 ist“. Diese Zahl hätte er erreicht, wenn das DFB-Team das EM-Finale erreicht. Da will die Löw-Elf schließlich hin.
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6. Juni 2004: Die Geburtsstunde von „Schweini und Poldi“ Lukas Podolski feierte gegen Ungarn im Rahmen der Vorbereitungen auf die EM 2004 in Portugal sein Debüt im DFB-Trikot. Gemeinsam mit Bastian Schweinsteiger wurde Podolski in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Das war die Geburtsstunde von „Schweini und Poldi“, die die Nationalmannschaft in den darauffolgenden Jahren prägen sollten. In der 73. Minute kam Poldi für Fredi Bobic in das Team, in dem auch noch Spieler wie Christian Wörns, Thomas Brdaric und Jens Nowotny dabei waren. |
| 23. Juni 2004: Erster Turniereinsatz unter Rudi Völler Unbedingt siegen musste die deutsche Mannschaft bei der EM 2004 im letzten Gruppenspiel gegen die bereits für das Viertelfinale qualifizierten Tschechen. Als Podolski zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, stand es zwischen den Teams von Rudi Völler und Karel Brückner 1:1. Podolskis Einsatz war jedoch nicht von Erfolg gekrönt, denn das Spiel ging mit 1:2 verloren und Deutschland musste wie bereits im Jahr 2000 nach der Vorrunde die Koffer packen. |
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Kurz vor Weihnachten 2004: Erste DFB-Treffer Bei der Asienreise des DFB im Dezember 2004 erzielte Lukas Podolski seine ersten Tore für Deutschland. Beim 5:1-Sieg gegen Thailand am 21. Dezember 2004 erzielte der eingewechselte Stürmer einen Doppelpack. „Das Spiel ist sicher eines, an das ich mich besonders gerne erinnere, weil ich da meine ersten Tore geschossen habe”, sagte Podolski. |
| Juni 2005: Beim Confed-Cup geht Poldis Stern auf Ein Jahr vor der WM im eigenen Land ging der Stern von Lukas Podolski im DFB-Dress dann auf: Beim Confed-Cup erzielte der damals 20-jährige drei Treffer (jeweils eins gegen Australien, Brasilien und Mexiko) und drückte dem Turnier seinen Stempel auf. Spätestens jetzt war der Name “Podolski” auf der ganzen Fußballwelt ein Begriff, besonders nach seinem Tor des Monats gegen Mexiko. Kein Wunder, dass die FIFA Podolski auf den dritten Platz des “Golden Boy” (weltbester Spieler unter 21 Jahren) wählte. |
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Kein Messi, kein Ronaldo: Poldi wird bei der WM 2006 bester Nachwuchsspieler Ein Traum wird wahr: Gleich im Eröffnungsspiel steht der Noch-Kölner aber „Bald-Bayer” in der Startelf von Trainer Jürgen Klinsmann. Zwar erzielt Poldi kein Tor beim 4:2-Sieg gegen Costa Rica. Doch mit seinem 3:0 Siegtreffer zum Gruppensieg gegen Ecuador und seinem Doppelpack im Achtelfinale gegen Schweden ist Poldi zum Jungstar des Turniers aufgestiegen. 2006 hatte Poldi im Alter von 21 Jahren bereits 16 Treffer erzielt. Im gleichen Jahr erhielt er (wie die gesamte Mannschaft) das silberne Lorbeerblatt. |
| 2008: Berufung ins UEFA-All-Stars-Team der Europameisterschaft Zwei Jahre später legte „Prinz Poldi” noch mal einen drauf: Bei der EM in der Schweiz und Österreich erzielte er alle drei Treffer in der Vorrunde. Gerade die beiden Treffer im Spiel gegen Polen, Poldis Herkunftsland, bedeuteten ihm besonders viel: „Das war sicherlich ein Highlight für mich, auch weil ich so viele Emotionen damit verbinde”, erklärte Poldi. Auch sonst machte Poldolski durch sehr starke Leistungen in dem Turnier auf sich aufmerksam: Im Viertelfinale gegen Portugal und im Halbfinale legte er zweimal mustergültig auf seinen Kumpel Schweinsteiger auf. Als zweitbester Torschütze erhielt Poldi zudem den „Silbernen Schuh” bei der Euro 2008. Folgerichtig wurde Poldi von der UEFA in die All-Star-Mannschaft des Turniers gewählt. |
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| 2009: Poldi sorgt für einen Skandal und den Anfang vom Ende von Michael Ballack Freunde werden sie sicher nicht mehr: Beim WM-Qualifikationsspiel am 1. April 2009 gegen Wales sorgte Poldi für einen wahrhaft “handfesten” Skandal im DFB-Trikot. In der zweiten Halbzeit hatte Podolski seine Nerven nicht im Griff und ohrfeigte den damaligen DFB-Kapitän Michael Ballack, nachdem dieser ihm taktisch zurechtwies. Zwar bleib die Ohrfeige ohne Folgen für Podolski, jedoch spendete er freiwillig 5.000 Euro für die Fair-Play-Aktion des DFB. |
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WM 2010: Poldi demütigt die Engländer Auch im nächsten großen Turnier zählte Poldi zum Stammpersonal der deutschen Nationalmannschaft. Gegen Australien erzielte er den 1:0-Führungstreffer im deutschen Auftaktspiel. Bei seinem Treffer gegen England im Achtelfinale bestrafte er alle Kritiker, die Poldi vorwarfen, nur gegen „unterklassige” Gegner zu treffen. Denn sein 2:0-Treffer ebnete letztendlich den Weg, die Engländer aus dem Turnier zu werfen. |
| Gala gegen Österreich - Poldis letztes Tor bis heute Am 2. September 2011 erzielte Lukas Podolski sein bis heute letztes Tor für die Auswahl mit dem Adler auf der Brust. Bei der 6:2-Gala gegen Österreich traf Poldi zum 3:0-Führungstreffer. Seit sieben Spielen ist Podolski nun also „torlos” im DFB-Trikot. |
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EM 2012: Poldi in der Kritik - aber in der Defensive läuft es Auch ganz aktuell ist Lukas Podolski einer der Spieler, die bei der EM auf sich aufmerksam machen. Allerdings weniger in der Offensive als in der Defensive. Von vielen Fans und Medienvertretern wird Poldi aufgrund seiner offensiv steigerungsfähigen Leistungen derzeit kritisiert, von seinen Mannschaftskollegen Mario Gomez und Bastian Schweinsteiger jedoch auch für seine Defensivarbeit gelobt. Goal.com wünscht „Prinz Poldi” in seinem 100. Länderspiel alles Gute und natürlich endlich wieder einen Torerfolg! |
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