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Bastian Schweinsteiger musste im letzten Jahr einige Rückschläge einstecken. Doch langsam aber sicher befindet er sich auf dem Weg zurück zu alter Stärke.

Danzig. Die ungewöhnlich harte Kritik, die über Bastian Schweinsteiger vor der EM und nach dem Auftaktspiel gegen Portugal hereinbrach, dürfte nicht nur den Mittelfeldspieler des FC Bayern München schockiert haben. Schweinsteiger verletzte sich in der letzten Saison zweimal schwer, fiel wochenlang aus und musste zum Auftakt der Vorbereitung auf das EM-Turnier immer mal wieder kürzer treten. Alles nicht optimal. Als der 27-Jährige dann auch noch einen Kurzurlaub in Italien machte, der von Bundestrainer Joachim Löw allerdings genehmigt war, musste sich Bastian Schweinsteiger einiges anhören beziehungsweise über sich lesen.

Alles für die Mannschaft geben

Wer Schweinsteiger die letzten Jahre allerdings verfolgt hat, weiß, dass er von Kritik von außen wenig hält, geschweige denn davon beeindruckt ist. Ihm ist nur wichtig, was Mitspieler und Trainer denken. „Ich hatte immer wieder Probleme, konnte nie 100 Prozent im Training geben. Im Spiel ging es dann. Ich hoffe, dass es jetzt vorbei ist“, sagte Schweinsteiger am Donnerstag. „Man muss den inneren Schweinehund überwinden und alles für die Mannschaft geben.“ Genau das ist es, was den „Leader“, wie er gern von vielen genannt wird, auszeichnet und was ihn bei seinen Trainern einen enormen Kredit einräumt: alles für die Mannschaft geben.

Der Beste gegen Holland

Gegen Portugal tat sich Schweinsteiger etwas schwer. Er wirkte lethargisch und fand keine richtige Bindung zum Spiel. Er musste sich vorwerfen lassen, gar nicht anwesend gewesen zu sein. „Bastian Schweinsteiger war auch im ersten Spiel gegen Portugal da, doch da war man in der Defensive gebunden und heute hatte ich auch Räume in der Offensive“, erwiderte der Mittelfeldspieler nach dem Sieg gegen die Niederlande. Schweinsteiger war Dreh- und Angelpunkt des deutschen Spiels, über ihn liefen alle wichtigen Aktionen zusammen; dazu bereitete er beide Tore von Mario Gomez vor.

Kritik unangebracht

Schweinsteiger gegen Holland
BALLKONTAKTE
LAUFWEG
PÄSSE
TORVORLAGEN
80 (Bestwert)
12 km (Bestwert)
60
2
 Spielerbewertung
4 Sterne Gegen Portugal wirkte Schweinsteiger noch etwas angezählt, gegen die Niederländer war das anders. Er bereitete zwei Treffer vor, war in den Zweikämpfen stark. Er ist auf einem guten Weg.
Und keiner, als eben dieser Gomez, kann besser einordnen, was über Schweinsteiger in den letzten Wochen hereinbrach. Auch der Stürmer musste viel Kritik für sein Spiel einstecken. „Da wurde eine Diskussion geführt, die nicht sein musste. Diese Kritik war völlig unangebracht“, sagte Mario Gomez am Freitag . „Man hat gesehen, dass er ein Fighter ist und mit zwei Traumpässen meine beiden Tore vorbereitet hat. Er ist ein unheimlich wichtiger Spieler. Er ist ein Weltklassespieler.“

Die höchste Wertschätzung

Schweinsteiger genießt die höchste Wertschätzung seiner Mitspieler, sie wissen, dass er ein Team anführen kann. Philipp Lahm führt das Team als Kapitän auf das Spielfeld, doch Bastian Schweinsteiger ist der Anführer auf dem Platz, ist in den letzten Jahren schon des Öfteren zu hören gewesen. Er geht voran und wenn es sein muss, geht er auf dem Platz auch mal dazwischen, eben ein echter „aggressive leader“. Am Donnerstag sagte Schweinsteiger dazu: „Wenn der Punkt gegeben ist, dann kann ich böse sein.“

Lob und Steigerung

Bundestrainer Löw hatte für Schweinsteiger nach dem Auftritt gegen die Niederlande fast nur Lob übrig, sah aber auch noch Steigerungspotenzial. „Er hat ein Klassespiel gemacht. Er wird mit jedem Spiel besser und hat eine sehr gute Präsenz auf dem Platz. Er ist körperlich stark und gewinnt viele Zweikämpfe. Aber er hat noch ein bisschen Steigerungspotenzial“, sagte Löw. Das weiß auch Schweinsteiger selbst.

Mit jedem EM-Einsatz wird er zu alter Stärke und 100 Prozent Leistungsfähigkeit zurückfinden. Und wenn er das geschafft hat, werden auch die letzten Kritiker verstummen.

Live-Tweets aus Danzig - Von heute an bis hoffentlich nach dem Finale: DFB-Reporter Andreas Becker auf !

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