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Für die Niederlande ist es das entscheidende Spiel, für Deutschland auch ein wichtiges. Blickt man auf das letzte Duell der beiden Teams, könnte es ein offenes Spiel geben.

Danzig. Die Vorbereitungen der deutschen Nationalmannschaft auf das Spiel am Mittwoch gegen die Niederlande gehen so langsam in die finale Phase über. Mit welcher Aufstellung überrascht Joachim Löw dieses Mal Fans und Gegner? Ein Sieg im zweiten Gruppenspiel und das Viertelfinale ist so gut wie sicher. Für die Niederlande ist es allerdings schon ein echtes Endspiel. Wie die beiden Teams taktisch in das Spiel gehen, darauf gibt ein Blick auf das letzte Aufeinandertreffen vielleicht einen Hinweis.

Oranje macht das Spiel

Im November 2011 – Deutschland und die Niederlande hatten sich zuvor souverän für die Europameisterschaft qualifiziert – kam es zum Testspiel zwischen den beiden Erzrivalen. Das Team von Trainer Joachim Löw trat beinahe in Bestbesetzung an, lediglich Bastian Schweinsteiger und Kapitän Philipp Lahm fehlten damals in der Startformation. Außerdem durfte Miroslav Klose im Angriff ran, am Mittwoch im zweiten Spiel der EM könnte erneut Mario Gomez in der Startelf spielen.

Niederlande nicht mit Topelf

Die Niederlande dagegen trat mit einer starken B-Mannschaft an. So fehlten unter anderem Arjen Robben und Robin van Persie. Dennoch machte das kleine Nachbarland von Beginn an Druck und dominierte das Spiel. Die Deutschen sahen sich in die eigene Hälfte zurückgedrängt und lauerten auf Kontermöglichkeiten. Da die Niederländer ziemlich offensiv spielten und ihrerseits versuchten, Druck auf das deutsche Tor auszuüben, ergaben sich dann auch einige Kontergelegenheiten.

Deutsche Abwehr stabil

Die damalige deutsche Verteidigung wurde gebildet von Jerome Boateng, Per Mertesacker, Holger Badstuber und Dennis Aogo. Diese Viererkette spielte souverän und strahlte eine große Sicherheit aus, wodurch die Niederländer nur zur wenigen wirklich guten Torchancen kamen. Im ersten Spiel der EM gegen Portugal spielte anstelle von Mertesacker der Dortmunder Mats Hummels in der Innenverteidigung und auf der linken Abwehrseite Philipp Lahm. Die deutsche Abwehr hat also seither einen Qualitätszuwachs verbuchen können, dadurch könnte es auch am Mittwoch schwer werden für das Team von Trainer Bert van Marwijk, viele Chancen zu kreieren.

Niederlande unter Druck

Durch die Niederlage im ersten Spiel gegen Dänemark steht das Team um die Bundesliga-Stars Arjen Robben und Klaas-Jan Huntelaar bereits gehörig unter Druck im Duell mit dem Erzrivalen. Trotz der 0:1-Niederlage gegen die Dänen sollte sich an der Spielweise der Niederländer aber nicht allzu viel ändern. Denn bereits beim EM-Auftakt dominierten sie über weite Strecken die Partie und erspielten sich zahlreiche Torchancen, lediglich deren Verwertung war mangelhaft. Sollten das Robin van Persie und Co. gegen Deutschland besser machen und die Torchancen effizienter verwerten, dann ist der wichtige Sieg gegen die DFB-Elf möglich.

Auf Konter lauern?

Im Spielaufbau und beim Kreieren von Tormöglichkeiten tat sich das Team von Joachim Löw dagegen sehr schwer im ersten Spiel dieser EM gegen Portugal. Das Tor von Mario Gomez konnte man als einzige richtig gute Torgelegenheit verzeichnen. Allerdings standen die Portugiesen auch defensiv gut und sicher, was es den Deutschen schwer machte, den letzten Pass zum Mann zu bringen, um dann zu Torchancen zu kommen. Das dürfte allerdings am Mittwoch anders sein. Die wackelige Abwehr der Niederländer wird vor allen Dingen Konterchancen für das DFB-Team ermöglichen. Dann können vor allem Mesut Özil, Thomas Müller und Lukas Podolski ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen, wenn sie das Spiel vor sich haben.

Wieder ein 3:0? Unrealistisch!

Das 3:0 im Testspiel im vergangenen November überraschte die Fachwelt und ließ Deutschland endgültig zum Favoriten für den EM-Titel aufsteigen. Trotz des klaren Ergebnisses durften die Zuschauer damals ein Spiel auf hohem Niveau beobachten, mit guten Aktionen auf beiden Seiten. Durch den großen Druck, der am Mittwoch auf der Niederlande lastet, könnte die Qualität der Partie ein wenig leiden. Das Team von Bert van Marwijk wird alles daran setzen, nicht in Rückstand zu geraten und in Führung zu gehen. Das könnte dann der DFB-Elf große Kontergelegenheiten ermöglichen. Doch hätte, wäre, könnte: Ein Fußballspiel wird noch immer auf dem Platz entschieden, und dort werden sich die beiden Teams am Mittwoch nichts schenken.


EURE MEINUNG: Kann Deutschland am Mittwoch die Niederlande aus dem Turnier werfen? Oder gewinnt dieses Mal Oranje?

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