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Mehmet Scholl übte harte Kritik an Mario Gomez nach der Partie gegen Portugal. „Deplatziert und falsch“, konterte Nerlinger. Doch Scholl steht weiterhin zu seinen Worten.

München. Er war der Held des ersten EM 2012-Gruppenspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal. Mit seinem Kopfballtor in der 72. Minute ermöglichte Bayern Münchens Stürmerstar Mario Gomez der DFB-Auswahl einen Start nach Maß in das große Turnier. Die Experten waren sich einig: Die Leistung der Mannschaft war trotz des Sieges nicht optimal. Mehmet Scholl wurde da schon konkreter - und kritisierte ausgerechnet den Torschützen. Nun stellt sich Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger vor seinen Schützling.

„Angst, dass er sich wundliegt“

Als ARD-Experte sparte der neue Trainer von Bayern München II Mehmet Scholl direkt nach dem Abpfiff nicht mit der Kritik am einzigen Torschützen des Abends. Gomez würde sich „nur im Zentrum aufhalten und nicht nach hinten arbeiten. Dass einer auf die eine Flanke, auf eine freie Straße wartet. Das ist zu wenig.“
Zum Abschluss gab Scholl nochmals sein Bestes von sich: „Ich hatte zwischendurch Angst, dass er sich wundliegt und mal gewendet werden muss.“

Nerlinger kontert

Drei Tage später dann die Reaktion von Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger: „Die Kritik von Mehmet Scholl finde ich überzogen und völlig unangebracht. Generell kann ich die Kritik an Mario in keiner Weise nachvollziehen“, sagte Nerlinger der Bild. „Mario Gomez ist ein Top-Stürmer in Europa. Und ihn dann nach so einer Partie, in der die ganze Mannschaft schwierig ins Turnier gekommen ist, explizit rauszunehmen und als einzigen wirklich zu kritisieren, halte ich für deplatziert und falsch.“

Scholl steht zu Inhalt seiner Kritik

Am Dienstagabend wurde Mehmet Scholl in der ARD noch einmal auf seine Kritik an Gomez angesprochen und bekräftigte, dass er nicht vom Inhalt seiner Aussage abrücke: „Die Aussage mit dem Wundlegen war sicherlich grenzwertig, aber inhaltlich stehe ich zu der Kritik.“ Außerdem bestätigte er, dass er nach seiner öffentlichen Schelte bereits Kontakt zu Mario Gomez hatte. Für ihn sei das Thema damit erledigt.

EURE MEINUNG: Hat Scholl Recht mit seinen Anschuldigungen?

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