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Ex-Superstar Rui Costa glaubt nicht an eine Auftaktniederlage Portugals
Portugals ehemaliger Spielmacher glaubt nicht, dass sein Land im Auftaktduell den Kürzeren zieht. Ein ausgeglichenes Team und Cristiano Ronaldo sind seine Hauptargumente.
Lissabon. Er weiß, wie man Deutschland bei einer Europameisterschaft schlägt. Rui Costa gewann bei der EM 2000 in Belgien und den Niederlanden mit 3:0 gegen die DFB-Auswahl. Vor dem Auftaktspiel der Portugiesen bei der diesjährigen Europameisterschaft in Polen und der Ukraine glaubt der inzwischen 40-Jährige nicht, dass die Selecao als Verlierer vom Platz gehen wird, wie er in einem Interview mit dem Kicker verriet.Keine zwölf Jahre ist es her, als Deutschland fußballerisch eine der schwärzesten Stunden seiner Geschichte erleben musste. Von einer sogenannten B-Elf Portugals wurde man mit 3:0 deklassiert. Der amtierende Europameister war ausgeschieden, der deutsche Fußball am Boden. Heute stehen die Vorzeichen deutlich besser. Deutschland gilt wieder als einer, wenn nicht sogar als der Top-Favorit auf den Coupe Henri Delaunay. Dennoch glaubt der ehemalige Superstar Rui Costa nicht an einen Sieg der Deutschen.
Druck liegt bei Deutschland
Das die deutsche Nationalmannschaft der klare Favorit ist, bezweifelt Rui Costa überhaupt nicht. Eher sieht er darin die Chance für sein Team. „Deutschland gegen Portugal, das ist das Duell der hohen Ziele – und weil Deutschland ein Topfavorit auf den Titel ist, hat Portugal weniger Druck und Verantwortung. Das ist ein Vorteil für die Selecao.“, so der 40-Jährige gegenüber dem Kicker.
„Torgigant“ Christiano Ronaldo
Doch das ist nicht der einzige Vorteil, den der ehemalige Edeltechniker bei den Südeuropäern sieht. Deshalb ist er auch „überzeugt, dass Deutschland nicht gewinnt. Warum? Weil Portugal ein ausgeglichenes Team mit großem Willen hat. Und wir haben Christiano Ronaldo, den Torgiganten.“
Warnung vor Konterfußball
Trotz alledem weiß Rui Costa, dass es gegen Deutschland kein Zuckerschlecken wird. Das Testspiel der Deutschen gegen die Schweiz war für ihn kein Maßstab für die Stärke der deutschen Defensive. „Wir dürfen jetzt aber nicht denken, die Deutschen hätten eine schwache Abwehr. Vielmehr müssen wir schnell spielen, aber genauso schnell auch auf Defensive umschalten. Sonst werden wir ausgekontert.“, so der Portugiese. Bisher gab es vier Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften bei einem großen Turnier. Zwei Mal siegten die Deutschen (2006, 2008), ein Mal gab es ein Unentschieden (1984).
Eure Meinung: Scheitert die deutsche Nationalmannschaft schon im Auftaktspiel an Portugal?
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