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Goal.com wird Euch wenige Tage vor EM-Beginn täglich mit speziellen Berichten auf die Probleme in Polen und der Ukraine aufmerksam machen.

BERICHT
Von Greg Stobart und James Goldman

Der polnische und ukrainische Fußball musste sich in den letzten Jahren mit einem großen Hooligan-Problem und Rechtsextremismus in den Stadien auseinandersetzen. In der Ukraine wurden zuletzt in der EM-Stadt Kharkiv fünf asiatische Studenten während eines Fußballspiels von Hooligans brutal verletzt. Es war eine der Szenen, die der britische Sender BBC in seinem Bericht  Panorama in der letzten Woche über die Probleme in Ukraine und Polen veröffentlichte.

Campbell: ,,Nicht nach Polen fahren''

Der ehemalige englische Nationalspieler Sol Campbell reagierte auf diesen Bericht und machte dabei den Briten klar, dass sie die Spiele lieber im eigenen Land schauen sollen: Bleibt zuhause und schaut euch die Spiele im TV - ansonsten könntet ihr in Särgen zurückkommen. Der Bericht zeigt Bilder, wo in Stadien anti-semetische Gesänge gesungen werden und Affen-Geräusche nachgemacht werden.

Sicherheit für die Fans?

Polen und die Ukraine wollen die Europameisterschaft nutzen, um sich Europa von einer positiven Seite zu zeigen. Allerdings sind die Konsequenzen unvorstellbar, sollte die EM zu seinem großen Desaster werden. Die Organisatoren haben im Vorfeld des Turniers vieles unternommen. Die Innenministerin und der polnische Sicherheit-Service haben den Fans aus ganz Europa und den Spielern die vollste Sicherheit zugesichert. Die polnische Polizei bereitet sich seit Jahren auf jedes mögliche Szenario vor, äußerte sich Malgorzata Wozniak, eine Sprecherin des polnischen Innenministeriums.

Insgesamt werden 8.000 Polizisten an Spieltagen in polnischen EM-Städten für Ruhe und Ordnung sorgen. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die zahlreichen gewaltbereiten Hooligan-Gruppen organisieren werden. In der letzten Zeit haben Aktivisten verschiedene Kampagnen gegen Homosexualität und das Judentum gestartet. Es ist traurig, wenn man in den polnischen Stadien Gesänge wie Tod den jüdischen H****'' hört. Die Idioten, die eben diese Sachen singen, bringen das gesamte Land in ein dunkles Licht - es ist beschämend, so Jonathan Ornstein, ein jüdischer Vertreter aus Krakau.



Balotelli will sich nichts gefallen lassen

Manchester City-Star Mario Balotelli kündigte im Vorfeld an, dass er im Falle einer rassistischen Äußerung persönlich vom Platz zu der Person gehen wird. Die UEFA hofft, dass die hohen Ticketpreise die Hooligans während der Spiele abschrecken werden und die Vereine in Kooperation mit dem europäischen Fußballbvberband bereits negativ aufgefallene Personen nicht in die Stadien zulassen.

Polen und die Ukraine sind sich sicher, dass die Europameisterschaft 2012 zu einem großen, unvergesslichen Fest wird und den beiden Ländern neue Möglichkeiten für die Zukunft eröffnet.

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