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Der deutsche EM-Kader steht, Löw hat vier Akteure aus dem Aufgebot gestrichen - zu seiner Entscheidung äußerte er sich nun. Auch zum letzten Testspiel gab er seine Einschätzungen.

Callian. Bereits seit Montag ist klar, welche vier Spieler nach zweieinhalb Wochen Trainingslager den deutschen EM-Tross noch verlassen müssen. Schon einen Tag vor Ablauf der Frist hatte Bundestrainer Joachim Löw seine Auswahl publik gemacht - am Dienstag nun erläuterte er seine Entscheidung.

„Kein einfacher Moment“

„Kein einfacher Moment, natürlich auch für die Spieler. Die waren natürlich unheimlich enttäuscht“, so Löw auf der Pressekonferenz in Südfrankreich. „Wir haben unsere Entscheidung nach langer Überlegung getroffen und wir wollten den Spielern am Montag Klarheit geben, weil man deren Unsicherheit gespürt hat.“

Die Tür weit aufgestoßen

Mit Marc-Andre ter Stegen, Julian Draxler und Sven Bender hat es drei Youngsters getroffen. Löw dazu: „Das sind ganz junge Spieler. Ich habe allen gesagt, dass sie die Tür ganz weit aufgestoßen haben. Gerade Draxler, der jüngste, ist ein Gewinner dieser Vorbereitung. Für uns ist klar, dass diese Spieler weiter zum Kreis gehören und wahrscheinlich auch bald wieder bei der Nationalmannschaft sein werden.“

Hätte ter Stegen sich in dem EM-Kader spielen können?

Zu ter Stegen, der bei der 3:5-Niederlage im Testspiel gegen die Schweiz nicht immer glücklich aussah, meinte Löw: „Natürlich sah er in der einen oder anderen Situation unglücklich aus, aber das waren Grenzfälle.“ Wirklich ausschlaggebend für seine Entscheidung, hinter Manuel Neuer auf Tim Wiese und Ron-Robert Zieler zu setzen, sei diese Partie nicht gewesen, auch wenn er zugab: „Vielleicht hätte eine überragende Leistung etwas bewirkt bei uns.“

Im Mittelfeld fiel die Wahl gegen Sven Bender, sein Bruder hingegen bekam den Zuschlag: „Lars und Sven Bender unterscheiden nur Nuancen.“ Ersterer habe „seine Stärken in der Balleroberung und dem Spiel gegen den Ball. Dadurch kann ich ihn auch mal auf einen einzelnen Spieler abstellen.“  

Reus statt Cacau

Auch Cacau musste die Heimreise antreten: „Diese Entscheidung war extrem schwierig, weil ich den Menschen Cacau auch über alles stelle. Er ist extrem integer“, erklärte Löw. „Es waren sportliche Gründe, weil ich mir Marco Reus ganz gut vorstellen kann.“ Dennoch machte der Bundestrainer dem Stürmer in Diensten des VfB Stuttgart Hoffnung: „Er wird jetzt in Richtung WM 2014 weiter unter Beobachtung stehen. Für mich zählt er nach wie vor zum erweiterten Kreis, und wir werden sehen, in welche Richtung seine Leistungen gehen.“

Letzte Rückschlüsse gegen Israel

Am Donnerstag steht nun die letzte Vorbereitungspartie gegen Israel an, in dem Löw noch mal Einiges ausprobieren will: „Ich sehe das Spiel als einen Test an. Ich werde Einiges probieren, um zu sehen, wie sich die Spieler verhalten. Das wird mir die letzten Rückschlüsse geben für das Spiel gegen Portugal.“ Aber auch das Resultat wolle man nicht außer Acht lassen: „Ein gutes Ergebnis wäre natürlich wünschenswert.“

Schweinsteiger fraglich

Ob Bastian Schweinsteiger in dem Spiel mitwirkt, ist noch offen: „Das weiß ich noch nicht“, so Löw auf diese Frage. „Er ist immer noch leicht angeschlagen, hat einen Bluterguss in der Wade, mit dem er 115 Minuten gespielt hat. Das macht es schwieriger. Deshalb müssen wir das Risiko minimieren. Er wird nicht immer mit der Mannschaft trainieren, man muss sehen, wie weit er gehen und mit dem Schmerz umgehen kann. Er hatte einige Verletzungen, wird aber nötige physische Stärke und Kraft für das Turnier haben“

Lahm auf links

Definitiv dabei sein wird aber Kapitän Philipp Lahm, am Donnerstag in Leipzig „links beginnen“ werde. „Rechts könnte gegen Israel Jerome Boateng spielen.“ Ob Lahm bei der EM als Linksverteidiger oder aber auf rechts spielen wird, ist aber noch offen: „Das wird nur eine Variante sein, ich möchte das testen. Das hat aber noch nichts damit zu tun, wie wir gegen Portugal spielen.“

Eure Meinung: Hat Löw die richtige Wahl bei der Kadernominierung getroffen?


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