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Fernando Torres, frisch gebackener Champions-League-Sieger, will bei der EM das Vertrauen seines Nationalcoaches nicht enttäuschen.

Schruns. Fernando Torres hat bemerkenswerte anderthalb Jahre beim FC Chelseahinter sich. Der sensationellste Fehleinkauf der Geschichte versank unter dem Gewicht seines Preisschilds von 50 Millionen Euro, der Tatsache, dass er bisweilen sogar zu vergessen schien, wo dieses sogenannte Tor überhaupt steht.

Die zwei Bilder, die lange Zeit seine Verfassung versinnbildlichten, waren der robuste Ellenbogeneinsatz gegen Torres von Dänemark-Kapitän Daniel Agger, der sich beim ersten Wiedersehen El Ninos mit seinem ehemaligen Verein Liverpool im Februar 2011 nicht lumpen ließ, und die Szene, als Torres kurz vor Uniteds leerem Tor selbiges in dieser Saison nicht traf. Die Folge: Auch zur Nationalmannschaft wurde der Spanier zwischenzeitlich nicht mehr berufen. Jetzt ist Torres Nutznießer der schweren Verletzung von David Villa, und kann schon einmal sein Polnisch-Wörterbuch in den Rucksack packen. „Nando“ fährt doch zur EM!

Nackenschlag im Februar

Anfang dieses Jahres testete Spanien gegen Venezuela und wo war Fernando Torres? Er saß auf der heimischen Couch und stand erstmals nicht mehr im Kader. „Ich war nicht dabei. Das war hart“, sagte der Held von 2008 bei einer Pressekonferenz während der EM-Vorbereitung der Spanier am Montag. „Da habe ich angefangen zu begreifen, dass die Sache ernst wird. Ich habe nicht viel Einsätze bei meinem Verein bekommen und wenn die Dinge so weitergegangen wären, würde ich nicht zur EM 2012 fahren.“

Über seinen Nationaltrainer sagte Torres: „Vicente hat soviel Glauben in mich gesetzt, jetzt muss ich ihm zeigen, dass ich bereit bin zu spielen, wann immer er es für nötig hält. Ich hoffe, dass ich dem Team das Beste von mir geben kann.“ Nachdem David Villa nun definitiv nicht mitfahren kann, da sein Schienbeinbruch noch nicht verheilt ist, könnte sich Torres am Ende sogar in der Startelf wiederfinden. Bilbaos Fernando Llorente stellt hierbei die größte Konkurrenz dar.

In guter physischer Verfassung

„Wenn man nicht mehr mitgenommen wurde und dann doch wieder berufen wird, ist man aufgeregter als am ersten Tag.“ Torres kann sogar aus seiner Horrorsaison in London noch etwas Positives ziehen: „Ich bin hier recht frisch angekommen, da ich ja nicht dieselbe physische Belastung hatte wie die anderen. Ich bin in guter Form.“ Erst in der Zielgeraden der Saison fand der Umbruch statt. Spätestens bei seinem Hattrick gegen die Queens Park Rangers am 29. April wurde aus dem lauen Lüftchen wieder „El Nino“.

„Ich hätte gerne mehr für meinen Verein gespielt, aber es ist wichtig, dass am Ende alles gut wird.“ Zur Weltmeisterschaft 2010 begann die Leidenszeit des Fernando Torres. Nach einer Knieoperation wurde er innerhalb von nur wenigen Monaten wieder auf Turniertemperatur gebracht. Vielleicht wird das nächste Turnier, die diesjährige Europameisterschaft, zu seiner sportlichen Wiedergeburt.

Eure Meinung: Ist Torres endlich auf dem Weg zu alter Größe?

 

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