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Er will seine Chancen, noch auf dem EM- Zug aufzuspringen, wahren und sagt der Konkurrenz den Kampf an. Zudem freut er sich über das Geleistete und blickt in die Zukunft.

Mönchengladbach. In der Bundesliga bringt Marc-Andre ter Stegen bei Borussia Mönchengladbach konstant gute Leistungen. Zur Belohnung ist er von Joachim Löw für den vorläufigen Europameisterschaftskader der DFB-Elf nominiert worden. Zur Vorbereitung möchte er nicht nur spaßeshalber fahren, sondern er will dort um sein Ticket für die EM fighten: Ein klare Kampfansage an Manuel Neuer, Tim Wiese und Ron-Robert Zieler. Im Express spricht er über die EM, den Verein und seine Person.

Konstante Leistungen

Die Nominierung war keine allzu große Überraschung für den 20-Jährigen. Er hat den Gedanken „Nationalmannschaft“ extra außen vor gelassen, damit er den Kopf frei hat für die Liga. „Ich habe die ganze Saison schon gesagt, dass ich mich nur auf meine Leistung bei Borussia und die Bundesliga konzentriere. Umso schöner, dass ich nun dabei bin“, sagte er der Zeitung. Dabei steht der Torhüter erst am Beginn seiner Karriere und möchte noch hoch hinaus. „Mit 18 Jahren Nummer Eins bei einem Bundesligisten zu werden, ist nicht so schlecht. Ich kann nur froh sein, dass es so gelaufen ist. Ich will nicht aufhören, bin gerade am Anfang“, so ter Stegen.

Chance auf EM wahren

Im Kampf um die begehrten Tickets für die EM sieht sich der 20-Jährige noch mitten im Rennen, wenn man Löws Aussage Vertrauen schenken darf. „Es wurde gesagt, dass alles offen ist. Warum soll ich meine Chance nicht nutzen? Das habe ich von Anfang an gedacht. Dass es gute Torhüter sind, steht außer Frage – aber wir streiten um die freien Plätze“, so ter Stegen gegenüber dem Express. Dazu scheut er nicht den Konkurrenzkampf, sondern im Gegenteil, er möchte angreifen und Druck auf seine Mitstreiter ausüben. „Dazu stehe ich und werde das auch bis zum Schluss durchziehen. Es wäre ein Traum, als 20-Jähriger zur Europameisterschaft zu fahren. Ich bin im Rennen um die letzten Plätze“, stellte er fest.

Dem Druck gewachsen

Mit seiner Nominierung steigt auch der Druck. Doch davon will er nichts hören, sondern kann mit diesem umgehen und freut sich, diesen in positive Energie umzuwandeln. „Ich kann mit Druck umgehen. Es ist gut, dass ich schon viele DFB-U-Nationalteams durchlaufen habe. Druck hast du auch, wenn du mit der U17 Europameister wirst. Oder in der Relegation gegen den Abstieg spielst. Wenn man bei einer EM dabei sein kann, nimmt man einige Dinge gerne in Kauf“, so ter Stegen.



In Gladbach zufrieden


Nach den Abgängen von Marco Reus, Dante und Roman Neustädter sieht er sich nicht als neuer Super-Star der Mannschaft und erteilt den Wechselgerüchten eine Absage. „Es ist für jeden Spieler so, dass man haben möchte, dass die Fans auf einen schauen. Dass man als einer von ihnen gesehen wird. Alle wissen, dass ich sehr an Borussia hänge und was mir dieser Klub bedeutet.“ Zudem sind die Ergebnisse so gut gewesen, dass der Verein erstmals seit langem im europäischen Wettbewerb unterwegs sein wird, was eine neue Etappe, auch für ihn, sein wird. „Ich bin im Moment in einer sehr schönen Situation und genieße den vierten Platz mit Gladbach in vollen Zügen. Wir sind in der Qualifikation zur Champions League, das bedeutet mir sehr viel. Ich war Fan dieser Mannschaft – und bin es immer noch“, sagte er.

 „Großartiges geleistet“

Trotz der Verkäufe von Schlüsselspielern möchte der Torhüter sich die Saisonleistung nicht schwarz reden lassen. „Wir haben eine überragende Saison gespielt – nach dem Jahr davor. Allen, die zu viel erwartet haben, sage ich: Das ist hirnrissig. Mit ein bisschen Abstand merken die das auch“, so der Jung-Nationalspieler im Express.

Eure Meinung: Soll Marc-Andre ter Stegen mit zur EM?

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