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Arshavin, Podolski, Marcos Senna, Altintop, Torres und Co: Die Stars der EURO 2008 und was aus ihnen wurde
Knapp ein Dutzend Spieler drückte der letzten EM so richtig den Stempel auf. Wie ist es ihnen seitdem ergangen?
Von Peter Staunton & Falko Blöding
1. FC Köln, Anzhi Makhachkala, Arsenal FC, Chelsea FC, Deutschland, FC Barcelona, FC Bayern München, FC Internazionale Milano, FC Villarreal, Kroatien, Niederlande, Real Madrid CF, Russland, Spanien, Tottenham, Türkei, Valencia CF, Zenit, Lukas Podolski, Yuri Zhirkov, Andrey Arshavin, David Villa, Luka Modric, Luka Modric, Xavi, Philipp Lahm, Hamit Altintop, Fernando Torres, Marcos Senna
Berlin. Spanien hat den Weltfußball in den vergangenen Jahren dominiert. Den Grundstein dafür legte Trainer-Veteran Luis Aragones, der die Iberer in Österreich und der Schweiz zum EM-Triumph über die DFB-Elf führte.
Xavi, Andres Iniesta, David Villa und Fernando Torres etablierten sich bei der Gelegenheit auf der ganz großen Bühne und blieben gleich dort, um zwei Jahre später auch die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Die „Furia Roja“ war aber nicht die einzige Mannschaft, die mit aufstrebenden Gesichtern für Furore sorgte. So zog das deutsche Team nach Platz drei bei der WM 2006 diesmal ins Endspiel ein. Die furchtlosen Türken stürmten dank ihres großen Kämpferherzes ins Semifinale und Guus Hiddinks Russen verblüfften die Fachwelt. Die Niederlande boten zunächst atemberaubenden Fußball, knüpften daran während der K.O.-Runde allerdings nicht an.
Dies sind die großen Stars des Turniers. Bei einigen ging der Aufstieg weiter, andere hielten nicht mehr Schritt:
Der Schlüsselspieler in Fatih Terims Mannschaft. Altintop, der damals beim FC Bayern seine Brötchen verdiente, war Führungskraft und Leistungsträger bei den Türken. Er begann das Turnier als Rechtsverteidiger, Terim beorderte ihn jedoch noch während der Gruppenphase ins zentrale Mittelfeld.
Altintop war beim Erfolg gegen Tschechien (er lieferte alle drei Assists) und dem dramatischen Sieg über die Kroaten bester Akteur seiner Mannschaft. Im Halbfinale gegen Deutschland war allerdings auch er machtlos.
Mittlerweile spielt er unter Jose Mourinho bei Real Madrid. Nach längerer Verletzungspause hat er es allerdings schwer, sich im Starensemble der „Blancos“ einen Platz zu erkämpfen.
In der Nationalelf ist er zum Kapitän aufgestiegen. 2010 gewann der 28-Jährige für seinen atemberaubenden Treffer in der EM-Quali gegen Kasachstan den „Puskas-Award“ der FIFA.
2008 war DAS Jahr des Andrey Arshavin: Der Offensivspieler schoss zunächst Zenit St. Petersburg zum Titelgewinn im UEFA Cup und dann hinterließ er im Dress der russischen Nationalelf bei der EURO seine Visitenkarte.
Dabei war er für die ersten beiden Gruppenspiele gesperrt. Das brachte Trainer Guus Hiddink in ein ähnliches Nominierungs-Dilemma, in dem nun Fabio Capello mit Wayne Rooney steckt.
Doch Arshavin rechtfertigte seine Nominierung mit zwei atemberaubenden Vorstellungen gegen Schweden und die Niederlande.
Seit seinem Wechsel zu Arsenal 2009 stagniert die Entwicklung des vielseitigen Angreifers. In der Nationalmannschaft trägt unter dem Ex-Zenit-Coach Dick Advocaat die Spielführerbinde. Aber die Quelle der Inspiration im russischen Spiel nach vorn ist er nicht mehr.
Mit seinem Treffer gegen die Türken in letzter Minute schoss Lahm Deutschland ins Endspiel. Es war für den flexiblen Außenverteidiger der Höhepunkt eines bärenstarken Turniers.
Seinen unglücklichsten Tag erwischte er in Österreich und der Schweiz dagegen ausgerechnet im Endspiel gegen Spanien. Bei Xavis Assist zum einzigen Tor durch Fernando Torres traf ihn eine Mitschuld und später musste er wegen einer Blessur am Fuß ausgewechselt werden.
Lahm hat sich längst als einer der besten Außenverteidiger der Welt etabliert. In der Nationalelf ist er ebenso Kapitän, wie bei seinem Klub, dem FC Bayern.
Tottenhams schüchterner Spielgestalter machte während der Qualifikation für die Endrunde 2008 bereits von sich Reden. Er führte seine Mannschaft zum denkwürdigen Sieg in „Wembley“, der das sensationelle Aus der englischen Nationalelf bedeutete.
Er startete das Turnier mit einem wichtigen verwandelten Strafstoß gegen Österreich, ehe er beim überzeugenden Erfolg gegen Deutschland der beste Mann auf dem Platz war. Weniger Glück hatte Modric schließlich im Viertelfinal-Duell mit der Türkei, als sein verschossener Elfmeter die Kroaten auf die Verliererstraße brachte.
Im Dress seines Klubs ist er nach wie vor nicht zu ersetzen. Kein Wunder also, dass die „Spurs“ im Sommer ein horrendes Angebot des FC Chelsea für den zentralen Mittelfeldspieler ausschlugen.
Nach einer miserablen Saison beim FC Bayern hielt Bundestrainer Joachim Löw an Lukas Podolski fest und sein Lieblingsschüler dankte es ihm unter anderem mit einem Doppelpack gegen Polen und einem Treffer gegen die Kroaten.
In der damals neuen 4-2-3-1-Formation Deutschlands nahm Podolski die Position im linken Mittelfeld ein und bereitete das wichtige Tor von Bastian Schweinsteiger im Viertelfinale gegen Portugal vor. Im Finale blieb er, wie der Großteil der deutschen Mannschaft, blass.
Sein Engagement bei Bayern München hat er längst vorzeitg beendet und ist zum 1. FC Köln zurückgekehrt. Dort zeigt seine Formkurve aktuell steil nach oben und es mehren sich die Spekulationen um einen Wechsel ins Ausland.
2006 zählte Marcos Senna bereits zum spanischen Aufgebot für die Weltmeisterschaft in Deutschland. Doch es sollte noch zwei Jahre dauern, ehe sein Stern aufging. Der in Brasilien geborene Mittelfeldstaubsauger des FC Villarreal war der unbesungene Held in Spaniens hochtalentierter Truppe beim EM-Triumph in Österreich und der Schweiz.
Seine Erfahrung, seine Übersicht und seine Spielintelligenz trugen maßgeblich zum Erfolg der „Seleccion“ bei. Mittlerweile hat seinen Posten Sergio Busquets übernommen.
Mit seinen 35 Jahren ist der Champions-League-Halbfinalist von 2006 mittlerweile auf der Zielgeraden seiner Laufbahn angekommen. Beim FC Villarreal nimmt Senna die Rolle des Ergänzungsspielers ein, auch wenn er weiterhin der Kapitän seiner Mannschaft ist.
Was die „Oranjes“ während der Vorrunde der EURO 2008 auf's Parkett zauberten das war schon ganz große Klasse. Die Elf von Marco van Basten dominierte unter anderem in famoser Manier die Matches gegen die Mitfavoriten Italien und Frankreich. Regisseur Wesley Sneijder stand im Mittpunkt des niederländischen Angrifsswirbels, der schließlich jäh von den Russen gestoppt wurde.
Sneijder war zu dem Zeitpunkt mitten in seinem Aufstieg zur Weltspitze, der seinen Höhepunkt zwei Jahre später erreichte: Mit Inter Mailand gewann er das Triple aus Serie A, Copa Italia und Champions League. Seine Niederländer führte er anschließend bei der Weltmeisterschaft in Südafrika ins Endspiel.
In den letzten Monaten bekommen die Fans allerdings einen anderen Wesley Sneijder zu sehen. Der Spielmacher ist auf der ständigen Suche nach seiner Form und bei Inter leidet er sichtbar unter der schlechten Form vieler Mannschaftskameraden.
Praktisch seit der EM 2008 befindet sich Fernando Torres in einem Abwärtsstrudel. Der Siegtreffer im Endspiel bildete das Highlight seiner Karriere.
Beim spanischen WM-Erfolg im Sommer 2010 nahm „El Nino“ bereits nur noch eine Nebenrolle ein und seit September 2010 konnte er nur ein einziges Tor im Dress des Nationalteams erzielen.
Kaum besser geht es ihm auf Vereinsebene: Sein spektakulärer 58-Millionen-Euro-Wechsel von Liverpool zum FC Chelsea hat sich für seinen neuen Klub kaum gelohnt: Der einstige Torjäger erzielte magere fünf Treffer in 33 Spielen für die „Blues“.
Unter dem neue Trainer Andre Villas-Boas hat Torres keinen Stammplatz mehr und dieses Schicksal hat den 27-Jährigen nun auch bei Vicente del Bosque ereilt.
„El Guaje“ hat seinen Platz in den Geschichtsbüchern seit kurzem endgültig sicher: Mit seinem Treffer in der Quali gegen Tschechien überholte er Raul als Spitzenreiter in der ewigen spanischen Torjägerliste.
51 Tore in Länderspielen hat Villa bis dato erzielt und er zählt noch immer zu den besten Angreifern auf der Welt. Allerdings scheint er seinen absoluten Killerinstinkt, der ihn unter anderem in Valencia und bei der WM 2010 ausgezeichnet hatte, nach seinem Wechsel zum FC Barcelona ein wenig verloren zu haben. Dort stürmt Villa auch nicht mehr im Zentrum, sondern kommt meist über den linken Flügel.
Bei der EURO 2008 netzte er vier Mal in vier Partien ein, unter anderem schlug er zum Auftakt gegen Russland dreifach zu. Mit Torres bildete er den besten Angriff des Turniers, auch wenn ihn eine Verletzung daran hinderte, im Finale auf dem Platz zu stehen.
Die Schlagzeilen gehören meist anderen, doch kaum ein Spieler ist für den spanischen Dauerfolg der letzten Jahre so wichtig wie Xavi. Im zentralen Mittelfeld ist er das Gehirn seiner Mannschaften und das gilt sowohl für die Nationalelf, als auch für den FC Barcelona, bei dem er seit seiner Jugend kickt.
Respektiert wurde Xavi seit Jahren, doch 2008 überzeugte er auch letzte Zweifler. Dank seines extrem guten Passspiels und seiner Übersicht war Spanien bei der EM das Maß aller Dinge und der Edeltechniker bereitete im Finale das entscheidende Tor druch Fernando Torres höchstpersönlich vor. Anschließend wurde er zum Spieler des Turniers gekürt.
Längst hat der Routinier mit Klub und Land alle Titel gewonnen, die es zu gewinnen gibt. Sein Erfolgshunger ist dennoch nicht gestillt.
Der Linksfuß war einer der Besten in einer russischen Mannschaft, der viele Experten eine große Zukunft voraussagten. Doch wie die Nationalelf, hielt auch Zhirkov nicht dauerhaft, was er bei der EM '08 versprochen hatte.
Nach seinem Wechsel von ZSKA Moskau zum FC Chelsea fristete er hinter Ashley Cole und Florent Malouda nur ein Reservistendasein. Wenn er die Chance bekam, sich in die erste Elf zu spielen, ergriff er sie nicht.
Zhirkov, noch immer der teuerste russische Spieler überhaupt, verabschiedete sich im Sommer zu Anzhi Makhachkala. Dort will er wieder an seine tolle Form aus dem Sommer 2008 anknüpfen.
Xavi, Andres Iniesta, David Villa und Fernando Torres etablierten sich bei der Gelegenheit auf der ganz großen Bühne und blieben gleich dort, um zwei Jahre später auch die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Die „Furia Roja“ war aber nicht die einzige Mannschaft, die mit aufstrebenden Gesichtern für Furore sorgte. So zog das deutsche Team nach Platz drei bei der WM 2006 diesmal ins Endspiel ein. Die furchtlosen Türken stürmten dank ihres großen Kämpferherzes ins Semifinale und Guus Hiddinks Russen verblüfften die Fachwelt. Die Niederlande boten zunächst atemberaubenden Fußball, knüpften daran während der K.O.-Runde allerdings nicht an.
Dies sind die großen Stars des Turniers. Bei einigen ging der Aufstieg weiter, andere hielten nicht mehr Schritt:
| HAMIT ALTINTOP - TÜRKEI |
Der Schlüsselspieler in Fatih Terims Mannschaft. Altintop, der damals beim FC Bayern seine Brötchen verdiente, war Führungskraft und Leistungsträger bei den Türken. Er begann das Turnier als Rechtsverteidiger, Terim beorderte ihn jedoch noch während der Gruppenphase ins zentrale Mittelfeld.Altintop war beim Erfolg gegen Tschechien (er lieferte alle drei Assists) und dem dramatischen Sieg über die Kroaten bester Akteur seiner Mannschaft. Im Halbfinale gegen Deutschland war allerdings auch er machtlos.
Mittlerweile spielt er unter Jose Mourinho bei Real Madrid. Nach längerer Verletzungspause hat er es allerdings schwer, sich im Starensemble der „Blancos“ einen Platz zu erkämpfen.
In der Nationalelf ist er zum Kapitän aufgestiegen. 2010 gewann der 28-Jährige für seinen atemberaubenden Treffer in der EM-Quali gegen Kasachstan den „Puskas-Award“ der FIFA.
| ANDREY ARSHAVIN - RUSSLAND |
2008 war DAS Jahr des Andrey Arshavin: Der Offensivspieler schoss zunächst Zenit St. Petersburg zum Titelgewinn im UEFA Cup und dann hinterließ er im Dress der russischen Nationalelf bei der EURO seine Visitenkarte.Dabei war er für die ersten beiden Gruppenspiele gesperrt. Das brachte Trainer Guus Hiddink in ein ähnliches Nominierungs-Dilemma, in dem nun Fabio Capello mit Wayne Rooney steckt.
Doch Arshavin rechtfertigte seine Nominierung mit zwei atemberaubenden Vorstellungen gegen Schweden und die Niederlande.
Seit seinem Wechsel zu Arsenal 2009 stagniert die Entwicklung des vielseitigen Angreifers. In der Nationalmannschaft trägt unter dem Ex-Zenit-Coach Dick Advocaat die Spielführerbinde. Aber die Quelle der Inspiration im russischen Spiel nach vorn ist er nicht mehr.
| PHILIPP LAHM - DEUTSCHLAND |
Mit seinem Treffer gegen die Türken in letzter Minute schoss Lahm Deutschland ins Endspiel. Es war für den flexiblen Außenverteidiger der Höhepunkt eines bärenstarken Turniers.Seinen unglücklichsten Tag erwischte er in Österreich und der Schweiz dagegen ausgerechnet im Endspiel gegen Spanien. Bei Xavis Assist zum einzigen Tor durch Fernando Torres traf ihn eine Mitschuld und später musste er wegen einer Blessur am Fuß ausgewechselt werden.
Lahm hat sich längst als einer der besten Außenverteidiger der Welt etabliert. In der Nationalelf ist er ebenso Kapitän, wie bei seinem Klub, dem FC Bayern.
| LUKA MODRIC - KROATIEN |
Tottenhams schüchterner Spielgestalter machte während der Qualifikation für die Endrunde 2008 bereits von sich Reden. Er führte seine Mannschaft zum denkwürdigen Sieg in „Wembley“, der das sensationelle Aus der englischen Nationalelf bedeutete.Er startete das Turnier mit einem wichtigen verwandelten Strafstoß gegen Österreich, ehe er beim überzeugenden Erfolg gegen Deutschland der beste Mann auf dem Platz war. Weniger Glück hatte Modric schließlich im Viertelfinal-Duell mit der Türkei, als sein verschossener Elfmeter die Kroaten auf die Verliererstraße brachte.
Im Dress seines Klubs ist er nach wie vor nicht zu ersetzen. Kein Wunder also, dass die „Spurs“ im Sommer ein horrendes Angebot des FC Chelsea für den zentralen Mittelfeldspieler ausschlugen.
| LUKAS PODOLSKI - DEUTSCHLAND |
Nach einer miserablen Saison beim FC Bayern hielt Bundestrainer Joachim Löw an Lukas Podolski fest und sein Lieblingsschüler dankte es ihm unter anderem mit einem Doppelpack gegen Polen und einem Treffer gegen die Kroaten.In der damals neuen 4-2-3-1-Formation Deutschlands nahm Podolski die Position im linken Mittelfeld ein und bereitete das wichtige Tor von Bastian Schweinsteiger im Viertelfinale gegen Portugal vor. Im Finale blieb er, wie der Großteil der deutschen Mannschaft, blass.
Sein Engagement bei Bayern München hat er längst vorzeitg beendet und ist zum 1. FC Köln zurückgekehrt. Dort zeigt seine Formkurve aktuell steil nach oben und es mehren sich die Spekulationen um einen Wechsel ins Ausland.
| MARCOS SENNA - SPANIEN |
2006 zählte Marcos Senna bereits zum spanischen Aufgebot für die Weltmeisterschaft in Deutschland. Doch es sollte noch zwei Jahre dauern, ehe sein Stern aufging. Der in Brasilien geborene Mittelfeldstaubsauger des FC Villarreal war der unbesungene Held in Spaniens hochtalentierter Truppe beim EM-Triumph in Österreich und der Schweiz.Seine Erfahrung, seine Übersicht und seine Spielintelligenz trugen maßgeblich zum Erfolg der „Seleccion“ bei. Mittlerweile hat seinen Posten Sergio Busquets übernommen.
Mit seinen 35 Jahren ist der Champions-League-Halbfinalist von 2006 mittlerweile auf der Zielgeraden seiner Laufbahn angekommen. Beim FC Villarreal nimmt Senna die Rolle des Ergänzungsspielers ein, auch wenn er weiterhin der Kapitän seiner Mannschaft ist.
| WESLEY SNEIJDER - NIEDERLANDE |
Was die „Oranjes“ während der Vorrunde der EURO 2008 auf's Parkett zauberten das war schon ganz große Klasse. Die Elf von Marco van Basten dominierte unter anderem in famoser Manier die Matches gegen die Mitfavoriten Italien und Frankreich. Regisseur Wesley Sneijder stand im Mittpunkt des niederländischen Angrifsswirbels, der schließlich jäh von den Russen gestoppt wurde.Sneijder war zu dem Zeitpunkt mitten in seinem Aufstieg zur Weltspitze, der seinen Höhepunkt zwei Jahre später erreichte: Mit Inter Mailand gewann er das Triple aus Serie A, Copa Italia und Champions League. Seine Niederländer führte er anschließend bei der Weltmeisterschaft in Südafrika ins Endspiel.
In den letzten Monaten bekommen die Fans allerdings einen anderen Wesley Sneijder zu sehen. Der Spielmacher ist auf der ständigen Suche nach seiner Form und bei Inter leidet er sichtbar unter der schlechten Form vieler Mannschaftskameraden.
| FERNANDO TORRES - SPANIEN |
Praktisch seit der EM 2008 befindet sich Fernando Torres in einem Abwärtsstrudel. Der Siegtreffer im Endspiel bildete das Highlight seiner Karriere.Beim spanischen WM-Erfolg im Sommer 2010 nahm „El Nino“ bereits nur noch eine Nebenrolle ein und seit September 2010 konnte er nur ein einziges Tor im Dress des Nationalteams erzielen.
Kaum besser geht es ihm auf Vereinsebene: Sein spektakulärer 58-Millionen-Euro-Wechsel von Liverpool zum FC Chelsea hat sich für seinen neuen Klub kaum gelohnt: Der einstige Torjäger erzielte magere fünf Treffer in 33 Spielen für die „Blues“.
Unter dem neue Trainer Andre Villas-Boas hat Torres keinen Stammplatz mehr und dieses Schicksal hat den 27-Jährigen nun auch bei Vicente del Bosque ereilt.
| DAVID VILLA - SPANIEN |
„El Guaje“ hat seinen Platz in den Geschichtsbüchern seit kurzem endgültig sicher: Mit seinem Treffer in der Quali gegen Tschechien überholte er Raul als Spitzenreiter in der ewigen spanischen Torjägerliste.51 Tore in Länderspielen hat Villa bis dato erzielt und er zählt noch immer zu den besten Angreifern auf der Welt. Allerdings scheint er seinen absoluten Killerinstinkt, der ihn unter anderem in Valencia und bei der WM 2010 ausgezeichnet hatte, nach seinem Wechsel zum FC Barcelona ein wenig verloren zu haben. Dort stürmt Villa auch nicht mehr im Zentrum, sondern kommt meist über den linken Flügel.
Bei der EURO 2008 netzte er vier Mal in vier Partien ein, unter anderem schlug er zum Auftakt gegen Russland dreifach zu. Mit Torres bildete er den besten Angriff des Turniers, auch wenn ihn eine Verletzung daran hinderte, im Finale auf dem Platz zu stehen.
| XAVI - SPANIEN |
Die Schlagzeilen gehören meist anderen, doch kaum ein Spieler ist für den spanischen Dauerfolg der letzten Jahre so wichtig wie Xavi. Im zentralen Mittelfeld ist er das Gehirn seiner Mannschaften und das gilt sowohl für die Nationalelf, als auch für den FC Barcelona, bei dem er seit seiner Jugend kickt.Respektiert wurde Xavi seit Jahren, doch 2008 überzeugte er auch letzte Zweifler. Dank seines extrem guten Passspiels und seiner Übersicht war Spanien bei der EM das Maß aller Dinge und der Edeltechniker bereitete im Finale das entscheidende Tor druch Fernando Torres höchstpersönlich vor. Anschließend wurde er zum Spieler des Turniers gekürt.
Längst hat der Routinier mit Klub und Land alle Titel gewonnen, die es zu gewinnen gibt. Sein Erfolgshunger ist dennoch nicht gestillt.
| YURI ZHIRKOV - RUSSLAND |
Der Linksfuß war einer der Besten in einer russischen Mannschaft, der viele Experten eine große Zukunft voraussagten. Doch wie die Nationalelf, hielt auch Zhirkov nicht dauerhaft, was er bei der EM '08 versprochen hatte.Nach seinem Wechsel von ZSKA Moskau zum FC Chelsea fristete er hinter Ashley Cole und Florent Malouda nur ein Reservistendasein. Wenn er die Chance bekam, sich in die erste Elf zu spielen, ergriff er sie nicht.
Zhirkov, noch immer der teuerste russische Spieler überhaupt, verabschiedete sich im Sommer zu Anzhi Makhachkala. Dort will er wieder an seine tolle Form aus dem Sommer 2008 anknüpfen.
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