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Die Chancen des FC Parma auf die Teilnahme an der Europa League schwinden weiter. Der Klub scheiterte mit seinem Einspruch und hat nur noch eine Möglichkeit, die UEFA-Lizenz noc...

Nyon/Parma. Obwohl sich der FC Parma als Sechster der Serie A für die Europa League qualifizieren konnte, droht der Klub jetzt, in der kommenden Saison dennoch ohne internationalen Fußball da zu stehen. Die UEFA weigert sich nach wie vor, Parma wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung eine Lizenz zu erteilen, es bleibt nur noch der Gang vor das Internationale Sportgericht in Lausanne.

Auch das höchste Sportgericht des Nationalen Olympischen Komitees Italiens in Rom lehnte den Einspruch des Vereins jetzt ab. Zwei Kommissionen des italienischen Fußball-Verbandes FIGC hatten zuvor entschieden, dass Parma keine UEFA-Lizenz für die kommende Saison erhalten wird.

Der Grund sollen verpasste Steuerzahlungen auf Spielergehälter in Höhe von 300.000 Euro sein. Dabei soll es sich um Parmas Anteil an den Gehältern von an andere Klubs ausgeliehene Spieler handeln.

Leonardi glaubt Recht auf seiner Seite

Der Klub legte Einspruch dagegen ein und Sportdirektor Pietro Leonardi erklärte zuletzt in einem Statement: "Ich mache ein konkretes Beispiel: Wenn ein Spieler 100.000 Euro verdient, und er von dem Team, das ihn bezahlt, nur 80.000 bekommt, wird Parma ihm die restlichen 20.000 geben."

Der Stichtag für die Zahlung dieser Differenzen sei der 30. Juni, "allerdings haben wir ihnen das Geld in einzelnen Schüben bereits zukommen lassen. Laut dem FIGC hätten wir darauf aber eine Einkommenssteuer zahlen müssen. Laut der Meinung unserer Steuerexperten muss diese Steuersumme aber erst am 30. Juni bezahlt werden."

Hätte der Klub die Spieler nicht früher bezahlt, hätte es Probleme gegeben, so Leonardi weiter: "Und deshalb sollen wir jetzt nicht an der Europa League teilnehmen?" Wird Parma die Lizenz tatsächlich endgültig verweigert, würde voraussichtlich der Siebte FC Turin stattdessen nachrücken.

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