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Spieler der Saison in der Europa League: Ivan Rakitic

Der Kroate war Sevillas Denker und Lenker auf dem Weg zum dramatischen Triumph im Elfmeterschießen von Turin.

Ein neues Europapokalfinale für Benfica und eine neuerliche Enttäuschung. In Turin jubelten nicht die Portugiesen, sondern der FC Sevilla. Zum dritten Mal gewannen die Andalusier den UEFA-Cup beziehungsweise dessen Nachfolger Europa League. Eine tolle Leistung für einen Klub, der nicht als Titelsammler bekannt ist.

Das Herzstück der Elf von Trainer Unai Emery war Mittelfeldspieler Ivan Rakitic. Der Mittelfeldspieler hat seine Leistungen in dieser Saison auf ein neues Level gehievt.
 

EINZELKRITIK: RAKITIC IM FINALE
3.5 Bewegte sich elegant über den Rasen und kreierte immer wieder Chancen für seine Mannschaftskameraden. Stark als Vorbereiter über die Flügel und durch das Zentrum.

In La Liga wurden seine Qualitäten ohnehin kaum angezweifelt, nun brillierte der Kroate auf der Bühne der Europa League.

Bevor der Wettbewerb so richtig startete, musste Sevilla noch in die Qualifikation. Rakitic trug sich in beiden Spielen gegen Slask Wroclaw in die Torschützenliste ein und der Favorit setzte sich mühelos durch.

Der Offensivstratege kam in allen Gruppenspielen zum Einsatz und glänzte dann in der Zwischenrunde gegen Maribor mit zwei Assists.

Beim dramatischen Weiterkommen im Duell mit dem Erzrivalen Betis behielt er kühlen Kopf und traf im Elfmeterschießen. Sevilla räumte anschließend Porto aus dem Weg (Rakitic netzte im Rückspiel ein) und trat dann im Halbfinale gegen Valencia an.

In jener Vorschlussrunde standen die Emery-Schützlinge kurz vor dem Ausscheiden, ehe ein Tor in der Nachspielzeit doch noch den Weg zum Endspiel in Turin ebnete. Dort trafen die Spanier auf Benfica Lissabon, das Juventus Turin ausgeschaltet hatte.

Am Mittwoch war der kroatische Nationalspieler Ausgangspunkt der meisten Sevilla-Angriffe. Belohnt wurde der Kapitän damit, dass er als erster Spieler nach dem erfolgreichen Elfmeterschießen den Pokal in die Höhe recken durfte.


Rakitic glänzte die ganze Saison über vor allem mit seinem Passpiel. Er lieferte 31 entscheidende Zuspiele, nur Salzburgs Kevin Kampl war besser.

Mit 804 Pässen insgesamt war der 26-Jährige die Nummer zwei des Wettbewerbs und nur Betis' Juanfran schlug mehr Flanken.

Die nächste große Aufgabe für Rakitic ist die Weltmeisterschaft. Alle Augen werden auf ihn gerichtet sein, vor allem beim Auftakt seiner Kroaten gegen Gastgeber Brasilien. Im nächsten Jahr winkt Rakitic dann die Königsklasse. Mehrere Topklubs aus der Champions League sind an ihm interessiert und ein Wechsel des ehemaligen Schalkers ist wahrscheinlich.

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