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Im Achtelfinale der Europa League hat es einige Favoritenstürze gegeben. Zenit scheiterte gegen Basel, auch Anzhi verlor gegen Newcastle. Weiter ist jedoch Fenerbahce Istanbul.

Istanbul/Newcastle/Sankt Petersburg. Fenerbahce Istanbul hat auch vor leeren Rängen keinen Fehler begangen. Gegen Viktoria Plzen reichte ein 1:1 (1:0) zum Erreichen des Viertelfinales der Europa League. Auf anderen Plätzen ging es ebenso eng zu: Newcastle United gewann knapp gegen Anzhi Makhachkala mit 1:0 (0:0) und steht damit genauso in der Runde der letzten Acht wie der FC Basel, der zwar bei Zenit Sankt Petersburg mit 0:1 (0:1) verlor, aber trotzdem weiterkam.

Fenerbahce feiert Weiterkommen gegen Plzen

Plzen begann erwartungsgemäß offensiv, denn es galt, ein 0:1 aus dem Hinspiel in Tschechien aufzuholen. Im Stadion fehlte die sonst typische Atmosphäre, denn wegen eines Platzsturms während der Gruppenphase war Fenerbahce von der UEFA mit einem Geisterspiel bestraft worden.

Einige Male kam der Gast in der Anfangsphase vor das Tor von Volkan Demirel, die beste Chance verpasste Marian Cisovsky nach einer Ecke, der Kopfball verpasste das Tor jedoch knapp. Auf der anderen Seite strich ein Distanzschuss von Cristian nur knapp am Pfosten vorbei. Nach einer knappen Viertelstunde hatte sich Fenerbahce auf das Spiel der Gäste von Viktoria Plzen eingestellt und eroberte sich öfter den Ball, konnte die Angriffe aber nicht entscheidend zu Ende spielen.

Nichtsdestotrotz blieb Plzen weiter gefährlich und versuchte es vor allem über die Flügel. Hochkarätige Gelegenheiten ergaben sich dadurch aber nicht. Fenerbahce musste nach 33 Minuten wechseln, denn Mehmet Topal hatte sich am Oberschenkel verletzt und musste vom Platz getragen werden. Bis zum Ende der Hälfte hatte Fenerbahce die Kontrolle übernommen und ließ den Ball durch die eigenen Reihen laufen. In der 43. Minute folgte die Belohnung: Cristian gab den Ball von der rechten Seite in den Strafraum und Salih Ucan stürmte heran und vollstreckte aus 15 Metern ins linke Eck – 1:0.

Plzen gab jedoch nicht auf und begann die zweite Hälfte aggressiv, Horvath vergab jedoch eine gute Gelegenheit, als er in Rücklage geriet und den Ball nicht mehr aufs Tor brachte. Das gab Platz zum Kontern, aber nach Vorlage von Caner Erkin vergaben sowohl Kuyt als auch Cristian in aussichtsreicher Position.

Beinahe aus dem Nichts gelang Plzen der Ausgleich. Aus der Distanz hatte Darida abgezogen und der Ball rutschte am nahen Pfosten ins Netz zum 1:1. Torhüter Demirel sah bei dem Gegentreffer nicht ganz unschuldig aus. Dadurch hatte Plzen Oberwasser und rannte jetzt gegen das Tor von Fener an. Ein Schuss von Limbersky aus 25 Metern knallte an den linken Pfosten. Plzen versuchte es weiter und machte hinten auf, Fenerbahce kam nur noch selten aus der Defensive. Jedoch konnte auch der Torhüter der Tschechen in der Nachspielzeit nicht mehr das entscheidende Tor aus wenigen Metern erzielen, damit steht Fenerbahce in der nächsten Runde.



Anzhi verliert in Newcastle

Anzhi machte von Beginn an Druck und zwang Newcastle zu Abspielfehlern. Die erste Chance kam durch Samuel Eto'o, der bereits nach drei Minuten vor Torhüter Rob Elliot auftauchte. Aber auch Newcastle versuchte es nach vorne und hatte mehr vom Ball, eine echte Chance gab es für sie aber nicht.

Lassana Diarra kontrollierte das Mittelfeld für Anzhi und versuchte sich nach knapp 17 Minuten an einem Sololauf, der im letzten Moment von Steven Taylor geklärt wurde. Auch bei Freistößen hatte der Gast aus Russland die Lufthoheit, Newcastle ließ bei mehreren Gelegenheiten den Gegenspielern zu viel Raum. Nachdem Yohan Cabaye angeschlagen nach 37 Minuten ausgewechselt wurde, verfiel die Abwehr von Newcastle beim anschließenden Freistoß in einen Kollektivschlaf. Der Ball wurde am eigenen Strafraum direkt in den Fuß des Gegners gespielt, jedoch konnte Ahmedov nur ans Außennetz schießen. Nach dieser vergleichsweise ereignisarmen ersten Halbzeit ging es torlos in die Pause.

Nach der Erfrischung hatte der Gastgeber die erste Gelegenheit, konnte aber Keeper Gabulov nicht ernsthaft herausfordern. Auch wenn es nicht mehr gute Chancen gab, nahm die Intensität zu. Die Foulspiele wurden mehr und am Ende war es Anzhis Carcela-Gonzalez, der für sein überhartes Einsteigen nach 57 Minuten die Gelb-Rote Karte sah. Durch die Überzahl eröffneten sich neue Räume für Newcastle, allerdings stand Makhachkala auch weiterhin solide in der Defensive.

Trotz der numerischen Unterzahl blieb Anzhi auf dem Platz mindestens gleichwertig, nur wenig fiel der Offensive um Cisse und Sissoko ein, um die Hintermannschaft Makhachkalas zu gefährden. Immer wieder wurde sich festgerannt, weil die spielerischen Mittel nicht ausreichten. Cheik Tiote probierte es eine Viertelstunde vor dem Ende aus der Distanz, traf aber nicht. Auf der anderen Seite zeigte Eto'o seine Qualität, als er aus spitzem Winkel in den Strafraum eindrang und Elliot mit einem scharfen Schuss prüfte.

In der 88. Minute hätte Anzhi beinahe mit einem Freistoß das Tor des Tages und den wahrscheinlichen Siegtreffer erzielt, doch der Schuss von Boussoufa knallte an die Latte. Als wirklich alle schon mit der Verlängerung rechneten, köpfte Papiss Cisse in der 94. Minute eine Flanke zum 1:0 in die Maschen und ließ Newcastle jubeln.



Basel mauert sich ins Viertelfinale

Der FC Basel reiste mit einem 2:0-Vorsprung nach Sankt Petersburg, um dort den Einzug ins Viertelfinale perfekt zu machen. Bis dies gelang, musste das Team von Trainer Murat Yakin allerdings lange zittern.

Beide Teams begannen engagiert und kamen zu guten Gelegenheiten. Nach einer knappen halben Stunde hatte Zenit den Vorsprung halbiert, als Nicolas Lombaerts einen Eckball von Hulk verlängerte und Axel Witsel zum 1:0 einnickte. Danach agierte Zenit weiter offensiv und erarbeitete sich mehrfach gute Gelegenheiten. Der Druck auf Basel nahm noch weiter zu, als Junior Diaz nach zwei Foulspielen am Ende der ersten Halbzeit die Gelb-Rote Karte sah und die Eidgenossen in Unterzahl agierten.

In der zweiten Hälfte belagerten die Russen fast ausnahmslos den Strafraum der Schweizer, die kaum Gelegenheiten fanden um den Druck zu verringern. Sie verlegten sich auf das Hinauszögern von Sekunden und wechselten 25 Minuten vor dem Ende den einzigen Stürmer aus. Zenit kam nicht oft zu großartigen Gelegenheiten, jedoch hätten sie in der Schlussviertelstunde mehrfach das 2:0 machen müssen. Erst vergab Danny aus drei Metern freistehend, dann schoss Bystrov aus sechs Metern nur an den Pfosten und der Ball sprang zurück ins Feld.

In der 86. Minute hatte Shirokov dann die beste Gelegenheit, nachdem verteidiger Park Bystrov im Strafraum zu Fall gebracht hatte, der Schuss in die Mitte des Tores wurde jedoch vom starken Keeper Yann Sommer abgewehrt. Die letzten Minuten überstand der FC Basel und steht so im Viertelfinale der Europa League.

Die weiteren Ergebnisse (fettgedruckte Teams stehen im Viertelfinale):

Rubin Kazan
- UD Levante 2:0 n. V. (0:0; 0:0)

Girondins Bordeaux - Benfica Lissabon 2:3 (0:1)

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Viertelfinale
Alkmaar Zaanstreek AZ
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FC Basel 1893 Basel
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