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Trauriger Abschied für Borussia Mönchengladbach aus dem Europapokal: Mehr als das Aus schmerzten die Verletzungen dreier Fans, die mit Messern attackiert wurden.

Rom. Der Gänsehautstimmung auf der Spanischen Treppe folgten das Entsetzen über die Messer-Attacken und die Enttäuschung über das Europa-League-Aus: Borussia Mönchengladbachs von knapp 10.000 Fans begleitete Reise in die ewige Stadt endete mit der 0:2-Niederlage gegen Lazio Rom und drei verletzten Anhängern bitter.

Roms Bürgermeister verurteilt die Übergriffe

Die beste Nachricht am Tag danach verkündete Gladbachs Pressesprecher Markus Aretz. „Niemand ist in Lebensgefahr. Wir haben zu allen Kontakt, und allen dreien geht es gut. Einer hat wohl einen Stich in die Wade bekommen, ein anderer in den Oberschenkel. Es ist zum Glück nichts Dramatisches“, sagte er dem SID.

Was als größte Auswärtsparty in der Europapokal-Geschichte des zweimaligen UEFA-Cup-Siegers mit der friedlichen Eroberung der römischen Innenstadt begonnen hatte, verwandelte sich für drei Anhänger der Fohlen in ein Horror-Szenario. Laut Polizei-Angaben ist ein 50 Jahre alter Arzt auf der Milvischen Brücke vor dem Olympiastadion attackiert worden, am Ufer des Tiber und vor dem Hilton-Hotel habe es weitere Angriffe gegeben.

Während Lazio-Präsident Claudio Lotito die Vorfälle bedauerte, aber Zweifel äußerte, ob die Angreifer dem Lager des italienischen Vereins zuzuordnen seien, appellierte Roms Bürgermeister Gianni Alemanno an die italienischen Vereine, den Kampf gegen gewaltbereite Fans zu verstärken. „Es ist nicht hinzunehmen, dass drei deutsche Anhänger von Hooligans des rivalisierenden Klubs verletzt werden“, sagte Alemanno.

Unzufriedenheit bei Eberl und Hanke

Eine enttäuschende Vorstellung ihrer Mannschaft erlebten die Gladbacher Fans im Olympiastadion. „Riesenkompliment an unsere Fans. Es ist beeindruckend, was die geleistet haben. Das kann man von uns nicht behaupten, dass wir alles gegeben haben“, kritisierte Stürmer Mike Hanke. Auch Sportdirektor Max Eberl sah das so: „Wir hätten mehr zeigen müssen.“

Antonio Candreva hatte nach einem dicken Fehler von Innenverteidiger Alvaro Dominguez in der 10. Minute die Führung für den zweimaligen italienischen Meister erzielt. Weil sich auch Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen einen Patzer leistete, ließ Alvaro Gonzalez noch vor der Pause (33.) das letzte Fünkchen Hoffnung erlischen.

„Wir haben uns gut präsentiert in Europa, vor allem auch die Fans. Wenn du das wieder haben willst, musst du Gas geben in der Liga“, bilanzierte Martin Stranzl und blickte schon auf das Gastspiel von Meister Borussia Dortmund mit dem verlorenen Sohn Marco Reus am Sonntag im Borussia-Park. Stürmer Hanke freut sich bereits: „Wir werden ein volles Haus haben. Wer da nicht geil ist auf das Spiel, dann weiß ich auch nicht.“

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