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Mehr schlecht als recht bewältigten die Fohlen die Pflichtaufgabe gegen die Zyprioten und dürfen sich schon am vorletzten Spieltag über den Einzug in die nächste Runde freuen.

Mönchengladbach. Vielleicht hatten die Spieler von Borussia Mönchengladbach im Heimspiel gegen Limassol beinahe zu viel Ballbesitz, denn zumeist zirkulierte das Leder nur entlang der eigenen Viererkette, bevor es dann relativ fahrlässig im Mittelfeld verloren wurde. Der Sieg in der Europa League täuscht über viele Unzulänglichkeiten im Spiel der Fohlen hinweg. Umso wichtiger, dass das Spiel doch noch gewonnen wurde.

„Ich wusste, dass es nicht leicht werden würde, weil Limassol sehr kompakt hinten steht. Da tut sich jede Mannschaft schwer“, wusste zum Beispiel Mike Hanke, dass der Gegner kein Kanonenfutter sein würde. Lange Zeit mühte sich die Borussia an den Gästen ab und scheiterte zumeist jedoch nicht an dessen Stärke, sondern an der eigenen Schwäche. „Wenn du dann erst einmal das 1:0 und 2:0 schaffst wird es leichter. Das ist uns erst sehr spät geglückt, aber wir haben es noch geschafft. Das Spiel hat 90 Minuten, daher haben wir immer daran geglaubt, dass wir auch spät noch den Sieg einfahren können“, so Hanke.

Der Druck war da

Dank der Schützenhilfe von Fenerbahce Istanbul bei Olympique Marseille steht Gladbach schon vor dem letzten Gruppenspieltag in der nächsten Runde. Klar war jedoch, dass alles andere als ein Sieg gegen den Underdog und Tabellenletzten zu wenig gewesen wäre: „Ein gewisser Druck ist natürlich dagewesen, weil wir gewinnen mussten. Und wenn es dann in der ersten Halbzeit nicht zum 1:0 reicht wird das Publikum auch unruhig und wir haben auch unnötige Fehlpässe gespielt. Letztendlich haben wir aber doch weiter an uns geglaubt und das Tor gemacht“, so Hanke.

Genau genommen war es Igor de Camargo, der den erlösenden Treffer zum 1:0 erzielte. Zuvor wurde Patrick Herrmann frei vor dem Tor einer großen Gelegenheit nur durch eine Notbremse gebracht. Dennoch benötigte es den Torinstinkt des Belgiers, um den Knoten zu lösen. Bitter für Hanke, dass er selbst sich in seinen Spielminuten eher abmühte und erneut unglücklich agierte. Dennoch überwog natürlich die Freude über den Teamerfolg: „Wir haben als Mannschaft gewonnen, da ist es letztendlich egal wer die Tore macht. Wenn Igor am Samstag spielt jubele ich der Mannschaft genauso zu, als wenn ich jetzt spielen würde.“

Ter Stegen angrefressen

In einem waschechten Formtief befindet sich derzeit Torhüter Marc-André ter Stegen, der gegen Limassol einige Unsicherheiten aufwies und auch nach dem Spiel sichtlich angefressen über die eigene Leistung und die der Mannschaft war. Für die Unmutsbekundungen der Fans über das relativ enttäuschende Spiel hatte er wenig übrig: „Mir ist es egal wie die Stimmung im Stadion ist. Wir müssen unser Spiel durchziehen. Wenn einige meinen, sie müssten halt ein bisschen pfeifen… natürlich haben wir auch Bälle verloren, die unnötig waren. Das darf uns nicht stören. Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren und das haben wir getan.“

Auch Limassol sei nicht einfach so in der Europa League, so der Keeper, der sich wie seine Teamkollegen wohl doppelt und dreifach bei de Camargo bedanken darf: „Dass Igor Tore schießen kann, wissen wir. Mich freut es für ihn, dass es in so einem Spiel wieder war, dass er seine Qualitäten unter Beweis gestellt hat“. Nun gehe es darum, den Blick in Richtung des Auswärtsspiels in Augsburg zu werfen, um dort weitere Punkte in der Bundesliga zu sammeln. Ein Sieg wäre immens wichtig, um endlich Konstanz in die gezeigten Leistungen zu bringen.

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