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96 hat die letzte Hürde genommen und steht nach souveränen Auftritten in den Quali-Runden in der Euro League. Man hofft auf ähnliche Festspiele wie in der vergangenen Saison.

Hannover. Es ist endgültig vollbracht - mit dem 5:1-Sieg über den polnischen Meister Slask Wroclaw konnte sich das Team von Hannover 96 erneut für die Gruppenphase der Europa League qualifizieren. Am Weiterkommen hatte nach dem 5:3-Erfolg im Hinspiel im Grunde keiner mehr gezweifelt, und so entwickelte sich die Partie für die Niedersachsen fast zu so etwas wie einem besseren Trainingsspielchen - zumindest ab der 22. Minute.

Schludrige Chancenverwertung

Zuvor nämlich kam 96 zwar gut ins Spiel, ließ aber beste Chancen liegen. „Wir hatten früh schon drei gute Möglichkeiten und müssen da schon treffen“, erklärte Jan Schlaudraff im Anschluss an die Partie. Er selbst und Sturmpartner Mohammed Abdellaoue vergaben jedoch beste Einschussmöglichkeiten, und so zeigte sich der Angreifer selbstkritisch: „Ich muss ein Tor machen“, befand er.

Kazmierczak schockt 96

Besser machten es die Gäste in der 9. Minute, als Przemyslaw Kazmierczak nach einer Ecke zum 1:0 für Wroclaw einnickte. So wurde es kurzzeitig fast noch einmal eng, als die Polen nach einem Konter in Überzahl waren, Mario Eggimann aber in höchster Not stark klärte. Es hätte das zweite Tor für Slask werden können, das bei einem 3:0 weitergekommen wäre. „Wir hatten einen kurzen Moment, in dem wir ein bisschen unsortiert waren und in dem die vielleicht sogar das 2:0 machen können“, analysierte Schlaudraff.

Hannover antwortet

Hannover aber fand die richtige Antwort: Christian Schulz, der kurz vor der Halbzeit verletzt vom Platz musste, brachte einen Ball von links vor das Tor, wo die Kugel nach einigem Durcheinander letztlich bei Schlaudraff landete, der im letzten Moment von Tomasz Jodlowiec gelegt wurde - die Folge: Elfmeter für die 96er und Rot für den Sünder.

„Auch mit elf Mann hätten sie verloren“

„Das war ein klarer Elfmeter“, so Schlaudraff. „Ob man Rot geben muss - das ist natürlich immer ein bisschen schwierig, das zu beurteilen. Das war für die ein bisschen unglücklich, hat uns aber in die Karten gespielt.“ In der Tat - Abdellaoue verwandelte den fälligen Strafstoß sicher, in der Folge hatte 96 leichtes Spiel. Aber auch ohne Platzverweis hätte Hannover Schlaudraffs Ansicht nach den Sieg sicher eingefahren: „Auch mit elf Mann hätten sie das Spiel gegen uns verloren.“

Huszti und Sobiech treffen doppelt

So nahm das Spiel seinen Lauf - Szabolcs Huszti marschierte in der 35. Minute los und erzielte nach seiner Rückkehr sein erstes Pflichtspieltor für 96. Nach dem Seitenwechsel sorgten ein Doppelpack des für Schlaudraff gekommenen Jokers Artur Sobiech sowie erneut Huszti für den Endstand. Für Freude sorgte auch der Einstand des aus Japan gekommenen Hiroki Sakai, der nach 70 Minuten kann und prompt einen Assist beisteuerte. „Wir haben uns alle gefreut, dass er nach Olympia sein erstes Pflichtspiel für 96 gemacht hat. Man hat gesehen, dass er eine sehr gute Qualität hat“, so Schlaudraff.

Warten auf die Auslosung

Nun geht es für die „Roten“ in Europa also in der Gruppenphase weiter. Gegen wen, wird sich am Freitag ab 13:00 Uhr entscheiden. „Wir müssen schauen, wen wir bekommen. Ich persönlich hätte nichts dagegen, wenn wir ein oder zwei namhafte Gegner bekommen“, erklärte 96-Keeper Ron-Robert Zieler.

Erinnerungen an Kopenhagen

Schlaudraff denkt auch an die Anhänger: „Ich erhoffe mir ein attraktives Los für unsere Fans, die uns ja schon letztes Jahr so toll unterstützt haben. Eines, wo man gut hinreisen kann. Das wäre natürlich fein, wenn wir so etwas wie in Kopenhagen noch einmal hinbekommen könnten, wo die Fans auch ohne Sorgen in Scharen hinkommen können und das gut zu erreichen ist.“

Zehntausend Hannoveraner waren in der letzten Saison zum Gastspiel beim FC Kopenhagen gereist und machten den 2:1-Sieg für sich und die Mannschaft zu einem unvergesslichen Erlebnis. Gegen eine Neuauflage hätte sicher niemand was einzuwenden.

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