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Mit seinem Zaubertor ebnete Lars Stindl Hannover 96 den Weg in die K.O.-Runde der Europa League, der jetzt fast sicher ist. Seine Kollegen freuen sich für den 23-Jährigen.

Kopenhagen. Zu Karlsruher Zeiten hat das mit dem Toreschießen für Lars Stindl noch ganz gut geklappt, seit er bei Hannover 96 spielt ist das Erfolgserlebnis aber nur noch selten. Mit seinem Traumtor beim 2:1-Sieg im Europa-League-Spiel beim FC Kopenhagen, meldete sich der 23-Jährige jetzt aber eindrucksvoll zurück.

Brustannahme, Lupfer, Volley, Tor

Das Prädikat „Tor des Jahres“ ist vielleicht ein wenig zu hoch gegriffen. Für das „Tor des Monats“ könnte Stindls Zaubertor auf dänischem Boden allerdings durchaus zu empfehlen sein. In toller Manier nahm der Mittelfeldspieler den Ball mit der Brust an, überlupfte seinen verdutzten Gegenspieler und schoss volley ab. Kopenhagens Schlussmann Wiland konnte den Ball nicht halten. Und nicht nur das Schöne an diesem Tor ist das Erwähnenswerte, sondern auch das Wichtige. Hannover steht nach dem 2:1-Sieg in Kopenhagen so gut wie sicher in der K.O.-Runde der Europa League.

10.000 Anhänger dabei

„Das freut mich für Lars und ich hoffe, dass er jetzt ab und zu einen reinmacht“, so 96-Torhüter Ron-Robert Zieler nach der Partie. „Die Fans waren heute absolut fantastich, das war ja fast ein Heimspiel für uns. Nach dem Rückstand haben sie uns nach vorne geputscht!“ Tatsächlich waren mehr als 10.000 Fans der „Roten“ mit ins 480 Kilometer entfernte Kopenhagen gefahren, um ihr Team anzufeuern. Dies glückte, auch wenn Hannover ungefähr eine Stunde lang Probleme hatte, ins Spiel zu kommen.

Selbstbewusstsein und Glauben

„Die Mannschaft hat Charakterstärke bewiesen und ist nach dem 0:1 wieder zurückgekommen. Diese Stärke haben wir uns im letzten Jahr erarbeitet“, so Hannovers Trainer Mirko Slomka, der nur einmal im Vergleich zum 1:2 in Mönchengladbach am letzten Bundesligawochenende umstellte. Und auch Hannovers Manager Jörg Schmadtke zeigte sich zufrieden. „Wir haben viel Selbstbewusstsein und den Glauben daran, auch einen Rückstand wieder hinzubiegen - das war heute das Entscheidende“, so der 47-Jährige.

Gegen Schalke nächste Chance

Und auch Schmadtke wollte sich über den „Glücksjungen“ des Abends äußern - Lars Stindl! „Er hatte in letzter Zeit ein bisschen Pech. Wenn er sich dann den schwersten Versuch aussucht, um das Tor zu machen, ist es besonders schön.“ Im nächsten Bundesligaspiel trifft Hannover 96 auf den FC Schalke 04. Vielleicht hat Stindl ja jetzt das Toreschießen wiederentdeckt und holt gegen Schalke wieder so ein Hammer raus...

Eure Meinung: Lars Stindl - wie wichtig ist er für Hannover 96?

Final
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v
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