„Euphorie herrscht nicht“ - Die Stimmen zur HSV-Niederlage in Anderlecht

Eine Niederlage, die zum Einzug in die nächste Runde der Europa League berechtigt, wird auch gerne wie ein Sieg gefeiert. Dennoch herrschte beim Hamburger SV nach dem Spiel in Anderlecht auch etwas angespannte Stimmung. Dennoch waren letztlich alle doch irgendwie zufrieden, dass es gereicht hat für das Viertelfinale.

Bruno Labbadia, Hamburger SV (Bongarts / Getty Images)

(dew) Anderlecht. Der Hamburger SV steht in der nächsten Runde der Europa League und schaltete den RSC Anderlecht aus. Nach dem Spiel präsentierten sich die Offiziellen aus der Hansestadt nur bedingt zufrieden, wie der Homepage des Vereins zu entnehmen war.

„Haben noch Arbeit vor uns“

Bruno Labbadia (Trainer, Hamburger SV): „Zuerst muss ich der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Es waren schwierige Verhältnisse in einem wahren Hexenkessel. Was mir jedoch nicht gefallen hat, war selbstverständlich die Art, wie leicht wir Gegentore kassiert und uns immer wieder in die Bredouille gebracht haben. Zum Glück haben wir in der Offensive ein gutes Spiel gemacht und sind Dank des guten Hinspiels und der tollen kämpferischen Leistung hier am Ende knapp, aber verdient ins Viertelfinale eingezogen. Heute hat man gesehen, dass wir noch ein hartes Stück Arbeit vor uns haben, wenn wir in der Europa League etwas erreichen wollen. Nun sind wir erst einmal glücklich, unter den besten acht Mannschaften dieses qualitativ hochwertig besetzten Wettbewerbes zu stehen.“

„Fußball ist verrückt“

Marcell Jansen (Mittelfeld, Hamburger SV): „Ein emotionales Spiel. Fußball ist manchmal einfach verrückt. Wir freuen uns sehr über den Einzug in die nächste Runde. Partien wie diese machen einfach Spaß. Natürlich müssen wir einiges analysieren, heute aber zählt für uns am Ende nur das Weiterkommen. Wir sind uns bewusst, dass wir die Gegentore nicht so einfach bekommen dürfen. Man sollte aber auch sehen, dass wir die Konter sehr gut ausgespielt haben. Wir freuen uns nun auf zwei weitere tolle Spiele in diesem Wettbewerb, die uns unserem großen Traum, dem Finale im eigenen Stadion, wieder ein Stück weit näher bringen können.“

„Euphorie herrscht nicht“

Mladen Petric (Angreifer, Hamburger SV): „Heute war es sogar noch enger als in Eindhoven. Mit ein bisschen Glück haben wir uns das Weiterkommen gesichert. Wir sind glücklich über den Viertelfinaleinzug. Euphorie aber herrscht nicht. Wenn man auswärts drei Tore schießt, darf man nicht noch zittern müssen. Dass ich mit meinem Treffer zum 3:4 direkten Anteil habe, ist schön. Schon nach dem 2:2 muss ich das Tor machen, warte extra noch, um den Keeper zu verladen. Auf dem schlechten Untergrund versprang mir dann leider der Ball, so dass mein Schuss mit dem Knöchel drüber ging.“

„Freuen uns auf weiteren Wettbewerb“

Bernd Hoffmann (Vorstandsvorsitzender, Hamburger SV): „Wir sind weiter. Das ist alles, was zählt. Es ist natürlich ärgerlich, dass wir so lange zittern mussten, am Ende aber zählt nur das Viertelfinale. Übermorgen redet niemand mehr davon, wie wir in die nächste Runde eingezogen sind. Letztendlich war es auch unser Anspruch, sich gegen Anderlecht durchzusetzen. Wir freuen uns auf den weiteren Wettbewerb und nehmen die Gegner nun so, wie sie kommen.“

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