Einzelkritik: VFL WOLFSBURG in Noten

Was war das für ein Europapokal-Abend in Wolfsburg? Der VfL besiegte den Russischen Vertreter aus Kasan nach 120 kräftezehrenden Minuten, in denen Wolfsburg zunächst einem Rückstand hinterher lief und kurz vor dem Ende der 90 Minuten noch die Riesenchance zum vorzeitigen Sieg vergab.

Von Christoph VOGEL

Wolfsburgs Josue im Duell mit Rubins Hasan Kabze (Getty Images)

Wolfsburg. Das Spiel war nicht immer hochklassig, aber hochgradig spannend und unterhaltsam: Der VfL Wolfsburg besiegte Rubin Kasan mit 2:1 (0:1, 1:1) nach Verlängerung und zog ins Viertelfinale der Europa League ein. Nicht unverdient, denn nach einer klaren Leistungssteigerung der Offensive nach dem Seitenwechsel hätte der VfL schon nach der regulären Spielzeit den Rasen als Sieger verlassen können.

Goal.com-Notensystem

Marvin HITZ – Note: 7.5

Parierte nicht nur gegen Bukharov glänzend, als dieser fast frei vor ihm auftauchte. Diego Benaglio hätte die Sache nicht besser machen können und so war Hitz heute Abend mehr als ein Ersatz.

Marcel SCHÄFER – Note: 5.5

Der Nationalspieler zeigte Licht und Schatten. Einige Male ließ er seine Gegenspieler unbewacht Flanken, andererseits gab es Momente, in denen er sein Potenzial zeigte. Insbesondere bei den Standards war aber noch viel Luft nach oben.

Jan SIMUNEK (bis zur 75. Minute) – Note: 5

Hatte einige Wackler im Spiel, lieferte dafür aber die Vorlage zum 1:1. Besonders in der Phase nach dem Tor ließ er Rubin viele Freiräume. Musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Alexander MADLUNG – Note: 5.5

Hatte seine liebe Müh und Not mit dem bärenstarken Bukharov. Fing sich nach einiger Zeit und kämpfte sich ins Spiel zurück.

Peter PEKARIK (bis zur 45. Minute) – Note: 4

Seine rechte Seite wirkte komplett verwaist, als Kasaev vor dem 0:1 völlig frei angespielt wurde. Versuchte sich in ein paar Aktionen nach vorne, doch gelingen wollte ihm nicht viel. Blieb zur Halbzeit für den offensiven Martins in der Kabine.

Christian GENTNER – Note: 6.5

Das Wichtigste zuerst: Als Siegtorschütze war Gentner Gold wert, doch was er über 120 Minuten zeigte war nicht immer so erbaulich wie seine Technik beim 2:1. Vor allem die Standards blieben im Ansatz stecken und sorgten quasi kaum für Gefahr.

JOSUÉ – Note: 5

Der Kapitän erwischte einen seiner schwächeren Tage und leistete sich einige Fehler im Aufbauspiel. Auch im Spiel nach hinten mit ungewohnten Schwächen.

Sascha RIETHER – Note: 7.5

Begann mit viel Dampf über die rechte Seite und hielt das Tempo über die komplette Spielzeit durch. War in der ersten Halbzeit der beste Mann auf dem Platz und ließ sich auch nicht von seinen Positionswechseln irritieren.

Zvejzdan MISIMOVIC – Note: 6.5

Hat ordentlich angefangen, tauchte aber mit der Zeit etwas unter. Biss aber auf die Zähne und entwickelte mehr und mehr ein Gefühl für diese Partie, in der jeder Fehler zum entscheidenden Konter hätte führen können. Apropo Führung: Die hätte Misimovic in seiner Szene nach 90 Minuten markieren MÜSSEN, als er sich toll frei spielte, aber am Torwart scheiterte.

Edin DZEKO – Note: 6.5

War sehr bemüht und in viele Zweikämpfe involviert, von denen er eine Vielzahl gewann. Fiel durch eine gute Übersicht für seine Mitspieler auf. Obwohl er keinen Treffer markierte, gehörte Dzeko zu den Besten Wolfsburgern.

Ashkan DEJAGAH – Note: 6.5

Bekam die Chance, sich für eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages zu empfehlen und hatte nach einer Viertelstunde eine gefährliche Szene. Danach allerdings kam der Gegentreffer und von Dejagah lange Zeit nichts mehr. Mit dem Ausgleich gewann Dejagah allerdings deutlich an Sicherheit und wagte die riskanteren Pässe.

Obafemi MARTINS (ab der 46. Minute) – Note: 7.5

War eine Belebung für das Offensivspiel und erzielte den Ausgleich, auch wenn es ihm fast noch „gelungen“ wäre, den Ball aus einem Meter an die Latte zu köpfen. Auch am zweiten treffer war der pfeilschnelle Nigerianer beteiligt, als er mustergültig Gentner anspielte, der das 2:1 erzielte. Seine Schnelligkeit ist gegen jeden Gegner eine Waffe.

Fabian Johnson (ab der 75. Minute) – Note: 6.5

Als Rechtsverteidiger hatte er die müde werdenden Russen im Griff und konnte sich auch in die Offensive einschalten. Hinterließ einen guten Eindruck.

Eure Meinung: Wie bewertet ihr die Leistung des VfL Wolfsburg gegen Rubin?



 
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