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Spielbericht Europa League: FC Liverpool – OSC Lille
Die „Reds“ haben es geschafft und sind ins Viertelfinale der Europa League eingezogen. Mit einer abgeklärten Leistung konnte man die Franzosen ohne große Probleme bezwingen. Angeführt vom Duo Gerrard und Torres waren die Engländer tonangebend und sorgten schnell für klare Verhältnisse.
Von Robert BENDEKOVITS
Liverpool. Der FC Liverpool qualifizierte sich durch einen 3:0 Sieg gegen den OSC Lille für das Viertelfinale der Europa League. In einer einseitigen Partie dominierten die „Reds“ von Beginn an und hatten mit den zu zögerlichen Franzosen eigentlich nie Probleme.
PERSONAL & TAKTIK
Die Gastgeber wählten wie gewohnt ein 4-5-1-System, um nicht ins offene Messer zu laufen. Alberto Aquilani war krank und wurde durch Lucas ersetzt. Dirk Kuyt kehrte wieder auf die rechet Mittelfeldposition zurück, weil Maxi Rodriguez nicht spielberechtigt ist. Albert Riera war nach seiner öffentlichen Kritik nicht einmal im Kader. Ansonsten war alles beim Alten und das Duo Steven Gerrard und Fernando Torres sollte es in der Offensive wieder einmal richten.
Bei den Franszosen gab es keine Überraschung, denn Trainer Rudi Garcia vertraute exakt jenen elf Spielern vom Hinspiel. Als einzige echte Spitze agierte Pierre-Alain Frau, der auf den Flügeln von Ludovic Obraniak und Eden Hazard unterstützt wurde. In der Abwehr dirigierte Abwehrchef Adel Rami.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Das Spiel begann sowie es zu erwarten war, denn der FC Liverpool wollte schnell den Ausgleich erzielen. Bereits in der dritten Minute hatte Ryan Babel, nach Vorarbeit von Lucas, eine gute Chance, doch sein Versuch ging über den Kasten. Die „Reds“ erzeugten mächtig Druck und die Gäste hatten Probleme ins Spiel zu kommen und konnten sich auch nur schwer befreien. In der achten Minute legte ausgerechnet Rami Lucas im Strafraum. Den fälligen Elfmeter versenke Gerrard eiskalt (9.). Nur eine Minute später bewies Torres seine Klasse und ließ seinen Gegenspieler stehen, doch sein Schuss wurde zum Eckball abgewehrt. Es spielten nur die Engländer und den Franzosen gelang kaum etwas.
Die Kombinationen des FC Liverpool waren sehr gefällig. Die nächste Chance hatte Glen Johnson, nach einer Flanke von Kuyt, doch sein Schuss landete in den Armen von Landreau (23.). Nach 30 Minuten kam Daniel Agger, nach einem Corner von Gerrard, zu einer guten Kopfballmöglichkeit, doch Lille konnte auf der Linie klären. In der 32. Minute gab dann Lille durch Hazard ein Lebenszeichen von sich. Der junge Belgier ließ seine Gegenspieler alt aussehen, doch mit seinem Versuch scheiterte er an Pepe Reina. Danach gab es weitere Kopfballmöglichkeiten durch Agger und Torres, aber beide waren nicht in der Lage den Ball im Tor zu versenken.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Lille spielte zu Beginn der zweiten Halbzeit ambitionierter und versuchte die Gastgeber in die eigene Hälfte zu drücken. Jedoch fehlten die großen Chancen. Auf der anderen Seite gelang Torres die Vorentscheidung. Aus der Abwehr kam ein langer Ball auf den Spanier, der nicht lange fackelte und mit einem schönen Abschluss das 2:0 erzielte (49.). Das Innenverteidigerduo machte dabei keine gute Figur. Im Anschluss versuchte es Florent Balmont aus der Distanz, doch sein Schuss war keine Gefahr. Beide Teams wollten nachlegen, aber zwingend gefährlich wurden beide Mannschaften nicht. Meistens hatte immer ein Abwehrspiel ein Bein dazwischen. Viele Bälle wurden in Strafraumnähe verloren und der Spielfluss wurde in dieser Periode immer wieder durch Fouls unterbrochen. In der 73. Minute hatten die Gäste nach einem Standard von Obraniak eine gute Chance. Pierre-Emerick Aubameyang spitzelte den Ball nur ganz knapp über die Querlatte und hätte den Ausgleich erzielen können, wenn nicht sogar müssen. Auf der anderen Seite verzog Emiliano Insua von der Strafraumgrenze (79.). Lille investierte jetzt mehr, konnte sich aber kaum klare Torchancen erspielen. Kurz vor Schluss erkämpfte sich Kuyt den Ball und bediente Gerrard. Sein Hammer konnte von Landreau nur abgeklatscht werden und Torres stand goldrichtig und fixierte mit seinem zweiten Treffer den Aufstieg (89.).
SCHLÜSSELSPIELER
Wie schon zuvor erwähnt, war bei Liverpool viel von den beiden Superstars, Gerrard und Torres, abhängig und beide konnten überzeugen und sich in die Torschützenliste eintragen. Mit dem Spitzenduo in Form sind die „Reds“ sofort stärker und können auch ein Spiel bestimmen. Von den Gästen kam zu wenig und man kann nicht erwarten, dass der 19-Jährige Hazard alles alleine machen kann.
SCHLÜSSELSZENE
Der schnelle Führungstreffer für Liverpool war sehr wichtig, denn die Gäste waren noch gar nicht im Spiel, als Landreau den Ball aus dem Netz holen musste. Ähnlich wichtig war auch das schnelle 2:0 nach dem Seitenwechsel, denn dadurch erlitt die Moral der Franzosen einen deutlichen Dämpfer.
SPIELER DES SPIELS: Fernado TORRES
Obwohl auch sein kongenialer Partner, Steven Gerrard eine überragende Leistung bot, war der Spanier mit seinem Doppelpack nach der Pause hauptverantwortlich für den Aufstieg der „Reds“. Der Spanier, der in dieser Saison schon oft verletzt war, ist ein absoluter Goalgetter.
SCHIEDSRICHTER – NOTE: 6
Nicola Rizzoli hatte das Geschehen beinahe über die gesamte Spielzeit im Griff. Der Italiener wirkte bei manchen Entscheidungen etwas unsicher, lag aber bei kniffligen Situationen meistens richtig.
SPIELNOTE: 7
Vor allem Liverpool bot eine starke, ambitionierte Vorstellung, die zumindest die eigenen Fans zufriedenstellen konnte. Mit Tempofußball und einer hohen Laufbereitschaft wollte man die Gäste in die eigene Hälfte drängen, was auch über weite Strecken gelang. Mit viel Körpereinsatz konnte man die Angriffsbemühungen von Lille frühzeitig zunichte machen und hatte alles im Griff. Auch wenn Liverpool attraktiven Fußball bot, hätten wir gerne mehr von Lille gesehen.
Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).
DIE STATISTIK
Den wichtigen Spielern von Liverpool ist es zu verdanken, dass man ins Viertelfinale eingezogen ist. In den Castrol Rankings sieht man auch wie wichtig, Gerrard und Torres für die „Reds“ sind, denn der Kapitän liegt auf Rang 71 und der Spanier sogar auf dem dritten Platz. Wenn beide fit sind, spielt die Mannschaft um einiges besser und könnte in dieser Saison noch durchaus erfolgreich sein.
FAZIT
Der FC Liverpool war dem OSC Lille in beinahe allen Belangen überlegen und konnte seine Stärken gekonnt von Beginn an ausspielen. Mit Leistungen wie diesen zählt man ohne Zweifel zum engsten Favoritenkreis auf den Sieg der Europa League. Zusätzlich konnte man für das wichtige Spiel am Sonntag bei Manchester United Selbstvertrauen tanken. Lille kann sich nach dem Ausscheiden auf die Meisterschaft konzentrierten und muss versuchen sich wieder für das europäische Geschäft zu qualifizieren.
Eure Meinung: Ist der Viertelfinal-Einzug von Liverpool verdient?
PERSONAL & TAKTIK
Die Gastgeber wählten wie gewohnt ein 4-5-1-System, um nicht ins offene Messer zu laufen. Alberto Aquilani war krank und wurde durch Lucas ersetzt. Dirk Kuyt kehrte wieder auf die rechet Mittelfeldposition zurück, weil Maxi Rodriguez nicht spielberechtigt ist. Albert Riera war nach seiner öffentlichen Kritik nicht einmal im Kader. Ansonsten war alles beim Alten und das Duo Steven Gerrard und Fernando Torres sollte es in der Offensive wieder einmal richten.
Bei den Franszosen gab es keine Überraschung, denn Trainer Rudi Garcia vertraute exakt jenen elf Spielern vom Hinspiel. Als einzige echte Spitze agierte Pierre-Alain Frau, der auf den Flügeln von Ludovic Obraniak und Eden Hazard unterstützt wurde. In der Abwehr dirigierte Abwehrchef Adel Rami.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Das Spiel begann sowie es zu erwarten war, denn der FC Liverpool wollte schnell den Ausgleich erzielen. Bereits in der dritten Minute hatte Ryan Babel, nach Vorarbeit von Lucas, eine gute Chance, doch sein Versuch ging über den Kasten. Die „Reds“ erzeugten mächtig Druck und die Gäste hatten Probleme ins Spiel zu kommen und konnten sich auch nur schwer befreien. In der achten Minute legte ausgerechnet Rami Lucas im Strafraum. Den fälligen Elfmeter versenke Gerrard eiskalt (9.). Nur eine Minute später bewies Torres seine Klasse und ließ seinen Gegenspieler stehen, doch sein Schuss wurde zum Eckball abgewehrt. Es spielten nur die Engländer und den Franzosen gelang kaum etwas.
Die Kombinationen des FC Liverpool waren sehr gefällig. Die nächste Chance hatte Glen Johnson, nach einer Flanke von Kuyt, doch sein Schuss landete in den Armen von Landreau (23.). Nach 30 Minuten kam Daniel Agger, nach einem Corner von Gerrard, zu einer guten Kopfballmöglichkeit, doch Lille konnte auf der Linie klären. In der 32. Minute gab dann Lille durch Hazard ein Lebenszeichen von sich. Der junge Belgier ließ seine Gegenspieler alt aussehen, doch mit seinem Versuch scheiterte er an Pepe Reina. Danach gab es weitere Kopfballmöglichkeiten durch Agger und Torres, aber beide waren nicht in der Lage den Ball im Tor zu versenken.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Lille spielte zu Beginn der zweiten Halbzeit ambitionierter und versuchte die Gastgeber in die eigene Hälfte zu drücken. Jedoch fehlten die großen Chancen. Auf der anderen Seite gelang Torres die Vorentscheidung. Aus der Abwehr kam ein langer Ball auf den Spanier, der nicht lange fackelte und mit einem schönen Abschluss das 2:0 erzielte (49.). Das Innenverteidigerduo machte dabei keine gute Figur. Im Anschluss versuchte es Florent Balmont aus der Distanz, doch sein Schuss war keine Gefahr. Beide Teams wollten nachlegen, aber zwingend gefährlich wurden beide Mannschaften nicht. Meistens hatte immer ein Abwehrspiel ein Bein dazwischen. Viele Bälle wurden in Strafraumnähe verloren und der Spielfluss wurde in dieser Periode immer wieder durch Fouls unterbrochen. In der 73. Minute hatten die Gäste nach einem Standard von Obraniak eine gute Chance. Pierre-Emerick Aubameyang spitzelte den Ball nur ganz knapp über die Querlatte und hätte den Ausgleich erzielen können, wenn nicht sogar müssen. Auf der anderen Seite verzog Emiliano Insua von der Strafraumgrenze (79.). Lille investierte jetzt mehr, konnte sich aber kaum klare Torchancen erspielen. Kurz vor Schluss erkämpfte sich Kuyt den Ball und bediente Gerrard. Sein Hammer konnte von Landreau nur abgeklatscht werden und Torres stand goldrichtig und fixierte mit seinem zweiten Treffer den Aufstieg (89.).
SCHLÜSSELSPIELER
Wie schon zuvor erwähnt, war bei Liverpool viel von den beiden Superstars, Gerrard und Torres, abhängig und beide konnten überzeugen und sich in die Torschützenliste eintragen. Mit dem Spitzenduo in Form sind die „Reds“ sofort stärker und können auch ein Spiel bestimmen. Von den Gästen kam zu wenig und man kann nicht erwarten, dass der 19-Jährige Hazard alles alleine machen kann.
SCHLÜSSELSZENE
Der schnelle Führungstreffer für Liverpool war sehr wichtig, denn die Gäste waren noch gar nicht im Spiel, als Landreau den Ball aus dem Netz holen musste. Ähnlich wichtig war auch das schnelle 2:0 nach dem Seitenwechsel, denn dadurch erlitt die Moral der Franzosen einen deutlichen Dämpfer.
SPIELER DES SPIELS: Fernado TORRES
Obwohl auch sein kongenialer Partner, Steven Gerrard eine überragende Leistung bot, war der Spanier mit seinem Doppelpack nach der Pause hauptverantwortlich für den Aufstieg der „Reds“. Der Spanier, der in dieser Saison schon oft verletzt war, ist ein absoluter Goalgetter.
SCHIEDSRICHTER – NOTE: 6
Nicola Rizzoli hatte das Geschehen beinahe über die gesamte Spielzeit im Griff. Der Italiener wirkte bei manchen Entscheidungen etwas unsicher, lag aber bei kniffligen Situationen meistens richtig.
SPIELNOTE: 7
Vor allem Liverpool bot eine starke, ambitionierte Vorstellung, die zumindest die eigenen Fans zufriedenstellen konnte. Mit Tempofußball und einer hohen Laufbereitschaft wollte man die Gäste in die eigene Hälfte drängen, was auch über weite Strecken gelang. Mit viel Körpereinsatz konnte man die Angriffsbemühungen von Lille frühzeitig zunichte machen und hatte alles im Griff. Auch wenn Liverpool attraktiven Fußball bot, hätten wir gerne mehr von Lille gesehen.
Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).
DIE STATISTIK
Den wichtigen Spielern von Liverpool ist es zu verdanken, dass man ins Viertelfinale eingezogen ist. In den Castrol Rankings sieht man auch wie wichtig, Gerrard und Torres für die „Reds“ sind, denn der Kapitän liegt auf Rang 71 und der Spanier sogar auf dem dritten Platz. Wenn beide fit sind, spielt die Mannschaft um einiges besser und könnte in dieser Saison noch durchaus erfolgreich sein.
FAZIT
Der FC Liverpool war dem OSC Lille in beinahe allen Belangen überlegen und konnte seine Stärken gekonnt von Beginn an ausspielen. Mit Leistungen wie diesen zählt man ohne Zweifel zum engsten Favoritenkreis auf den Sieg der Europa League. Zusätzlich konnte man für das wichtige Spiel am Sonntag bei Manchester United Selbstvertrauen tanken. Lille kann sich nach dem Ausscheiden auf die Meisterschaft konzentrierten und muss versuchen sich wieder für das europäische Geschäft zu qualifizieren.
Eure Meinung: Ist der Viertelfinal-Einzug von Liverpool verdient?
Goal.com-Flutlicht
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