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Spielbericht Europa League: FC Valencia - Werder Bremen
Tempofußball, Offensive en Masse und ein Schiedsrichter, der den Namen nicht verdiente - das 1:1 von Valencia gegen Werder war ein höllisches Spiel im nicht ausverkauften Hexenkesselstadion Mestalla - mit einem glücklichen Ende für Werder.
Von Erik Brühlmann
(erb) Valencia. Das Achtelfinale der Europa League zwischen dem FC Valencia und Werder Bremen war in allen Belangen ein heißes Spiel. Dafür sorgte unter anderem Schiedsrichter Atkinson mit seinen Entscheidungen.
PERSONAL & TAKTIK
Nichts Neues bei Werder: Özil, Pizarro und Marin sollten vorne die Tore machen, Naldo, Fritz (nach Oberschenkelproblemen), Mertesacker und Pasanen (nach grippalem Infekt) waren für's Dichthalten zuständig. Valencia trat mit dem doppelten David in der Offensive an: David Silva und David Villa wurden von Coach Unai Emery dazu ausersehen, die oft wackelige Werder-Abwehr auszuhebeln.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Abtasten war nicht, beide Teams offenbarten von Anfang an Offensivgeist. Schon in der 5. Minute kam Werder (in Baustellen-Orange) zu einer guten Chance, doch Özil drosch den Ball am Tor vorbei. Drei Minuten später hätte Borowski den Ball dann dafür fast ins eigene Tor befördert. Beide Seiten leisteten sich in der Anfangsphase viele Ballverluste, wobei Valencia etwas mehr vom Spiel hatte. Konsequenterweise war es in der 20. auch David Silva, der die erste Großchance hatte, die von Naldo geblockt wurde. In der 23. deutete Schiri Atkinson plötzlich auf den Punkt: Elfer für Werder, und niemand wusste warum, selbst die Zeitlupen zeigten nichts Regelwidriges. Frings war's egal - 1:0 für Werder. Die Spanier waren ob der Entscheidung sichtlich geschockt, die Fans stinkwütend. Doch Valencia fing sich schnell, kam zu dicken Chancen durch Banega und Villa, die beide über das Tor schossen. In der Folge war Valencia drückend überlegen und Werder wusste oft nicht so recht, wo der Ball ist. Alles lief bei den Spaniern über die Außen, der Pfostenschuss von Banega in der 32. kam aber durch die Mitte. Gegen Ende der Halbzeit konnte Werder dann mehr für Entlastung sorgen, sodass die Partie wieder ausgeglichener endete.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Die zweite Hälfte begann, wie die erste aufgehört hatte: mit flottem Offensivfußball. Valencia drückte, Werder konterte - mit einem Gewaltschuss von Pizarro in der 50, den Keeper Sanchez toll parierte. Marin versuchte in der 53. in seiner unnachahmlichen Art, noch einen Elfer zu ergaunern, doch das war selbst Atkinson zu offensichtlich. Dann setzte sich Atkinson doch noch mal in Szene: Rot für Banega in der 56. Auch hier wusste niemand, was geschehen war, außer dass Marin im Mittelkreis am Boden lag - eine Tätlichkeit außerhalb aller Kameras soll es gewesen sein. Es half alles nichts: In Unterzahl würgte Mata den Ball irgendwie aus einem Gewurschtel im Sechzehner ins Tor. Das Spiel wurde mit jeder Minute besser, ohne dass man merkte, dass Werder einen Mann mehr auf dem Platz hatte. In der 64. hätte David Silva gar den Führungstreffer machen können/müssen. Mit zunehmender Dauer wurde das Spiel giftiger, denn die Spanier hatten vom Schiri-Gespann die Schnauze gestrichen voll. In der 78. wäre es beinahe so weit gewesen, und Navarro hätte das Spiel gedreht - Wiese hatte sich zu diesem Zeitpunkt längst ein paar Extra-Bier verdient. Valencia drückte noch immer, Werder konnte in Überzahl nur kontern, und das machten sie eher suboptimal: Pizarro vergab in der 82. aus bester Position die Entscheidung. Vier Minuten später segelte Silva quer durch den Strafraum, verpasste den Hechtkopfball aber um Haaresbreite. Nochmal vier Minuten später war es dann wieder Pizarro, der einen Konter nicht sauber abschließen konnte. So blieb es beim letztlich gerechten, wenn auch seltsam zustande gekommenen Unentschieden.
SCHLÜSSELSPIELER & -SZENE
Zwei Szenen, zweimal Schiri Atkinson: Wo er in der 23 Minute den Elfer hernahm, bleibt auf ewig sein Geheimnis. Und für die angebliche Tätlichkeit von Banega gegen Marin gilt dasselbe - zumindest so lange, bis auf youtube ein klärendes Handyvideo auftaucht.
SPIELER DES SPIELS
Dass Werder trotz Überzahl überhaupt ein Unentschieden mitnahm, lag vor allem an Tim Wiese. Mit dieser Leistung wird sich Jogi Löw noch einmal seine Gedanken machen müssen.
STATISTIK
Mit Pizarro (3) und Hunt (17) hatte Bremen laut Castrol-Ranking gleich zwei Top-20-Stürmer der Bundesliga auf dem Platz. Für Valencia gilt dasselbe: David Villa (3) und Mata (19) gehören ebenfalls zu den besten Offensivkräften ihrer Liga. Kein Wunder, war das Spiel ein einziges Offensivfeuerwerk
SCHIEDSRICHTER – Note: 2
Martin Atkinson aus England wäre heute besser zu Hause geblieben. Der Elfer war gelinde gesagt eine Frechheit, und auch sonst hatte man nicht das Gefühl, dass der Brite die phasenweise hektische Partie wirklich im Griff hatte. Und dass ein Schiri mitten im Angriff zur Halbzeit pfeift, sieht man auch nicht alle Tage.
SPIELNOTE: 9
Werner Hansch hätte es wohl so formuliert: Ein geiles Spiel! Damit ist auch schon alles über diese Begegnung gesagt.
Das Spiel in der goal.com-Statistik
PERSONAL & TAKTIK
Nichts Neues bei Werder: Özil, Pizarro und Marin sollten vorne die Tore machen, Naldo, Fritz (nach Oberschenkelproblemen), Mertesacker und Pasanen (nach grippalem Infekt) waren für's Dichthalten zuständig. Valencia trat mit dem doppelten David in der Offensive an: David Silva und David Villa wurden von Coach Unai Emery dazu ausersehen, die oft wackelige Werder-Abwehr auszuhebeln.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Abtasten war nicht, beide Teams offenbarten von Anfang an Offensivgeist. Schon in der 5. Minute kam Werder (in Baustellen-Orange) zu einer guten Chance, doch Özil drosch den Ball am Tor vorbei. Drei Minuten später hätte Borowski den Ball dann dafür fast ins eigene Tor befördert. Beide Seiten leisteten sich in der Anfangsphase viele Ballverluste, wobei Valencia etwas mehr vom Spiel hatte. Konsequenterweise war es in der 20. auch David Silva, der die erste Großchance hatte, die von Naldo geblockt wurde. In der 23. deutete Schiri Atkinson plötzlich auf den Punkt: Elfer für Werder, und niemand wusste warum, selbst die Zeitlupen zeigten nichts Regelwidriges. Frings war's egal - 1:0 für Werder. Die Spanier waren ob der Entscheidung sichtlich geschockt, die Fans stinkwütend. Doch Valencia fing sich schnell, kam zu dicken Chancen durch Banega und Villa, die beide über das Tor schossen. In der Folge war Valencia drückend überlegen und Werder wusste oft nicht so recht, wo der Ball ist. Alles lief bei den Spaniern über die Außen, der Pfostenschuss von Banega in der 32. kam aber durch die Mitte. Gegen Ende der Halbzeit konnte Werder dann mehr für Entlastung sorgen, sodass die Partie wieder ausgeglichener endete.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Die zweite Hälfte begann, wie die erste aufgehört hatte: mit flottem Offensivfußball. Valencia drückte, Werder konterte - mit einem Gewaltschuss von Pizarro in der 50, den Keeper Sanchez toll parierte. Marin versuchte in der 53. in seiner unnachahmlichen Art, noch einen Elfer zu ergaunern, doch das war selbst Atkinson zu offensichtlich. Dann setzte sich Atkinson doch noch mal in Szene: Rot für Banega in der 56. Auch hier wusste niemand, was geschehen war, außer dass Marin im Mittelkreis am Boden lag - eine Tätlichkeit außerhalb aller Kameras soll es gewesen sein. Es half alles nichts: In Unterzahl würgte Mata den Ball irgendwie aus einem Gewurschtel im Sechzehner ins Tor. Das Spiel wurde mit jeder Minute besser, ohne dass man merkte, dass Werder einen Mann mehr auf dem Platz hatte. In der 64. hätte David Silva gar den Führungstreffer machen können/müssen. Mit zunehmender Dauer wurde das Spiel giftiger, denn die Spanier hatten vom Schiri-Gespann die Schnauze gestrichen voll. In der 78. wäre es beinahe so weit gewesen, und Navarro hätte das Spiel gedreht - Wiese hatte sich zu diesem Zeitpunkt längst ein paar Extra-Bier verdient. Valencia drückte noch immer, Werder konnte in Überzahl nur kontern, und das machten sie eher suboptimal: Pizarro vergab in der 82. aus bester Position die Entscheidung. Vier Minuten später segelte Silva quer durch den Strafraum, verpasste den Hechtkopfball aber um Haaresbreite. Nochmal vier Minuten später war es dann wieder Pizarro, der einen Konter nicht sauber abschließen konnte. So blieb es beim letztlich gerechten, wenn auch seltsam zustande gekommenen Unentschieden.
SCHLÜSSELSPIELER & -SZENE
Zwei Szenen, zweimal Schiri Atkinson: Wo er in der 23 Minute den Elfer hernahm, bleibt auf ewig sein Geheimnis. Und für die angebliche Tätlichkeit von Banega gegen Marin gilt dasselbe - zumindest so lange, bis auf youtube ein klärendes Handyvideo auftaucht.
SPIELER DES SPIELS
Dass Werder trotz Überzahl überhaupt ein Unentschieden mitnahm, lag vor allem an Tim Wiese. Mit dieser Leistung wird sich Jogi Löw noch einmal seine Gedanken machen müssen.
STATISTIK
Mit Pizarro (3) und Hunt (17) hatte Bremen laut Castrol-Ranking gleich zwei Top-20-Stürmer der Bundesliga auf dem Platz. Für Valencia gilt dasselbe: David Villa (3) und Mata (19) gehören ebenfalls zu den besten Offensivkräften ihrer Liga. Kein Wunder, war das Spiel ein einziges Offensivfeuerwerk
SCHIEDSRICHTER – Note: 2
Martin Atkinson aus England wäre heute besser zu Hause geblieben. Der Elfer war gelinde gesagt eine Frechheit, und auch sonst hatte man nicht das Gefühl, dass der Brite die phasenweise hektische Partie wirklich im Griff hatte. Und dass ein Schiri mitten im Angriff zur Halbzeit pfeift, sieht man auch nicht alle Tage.
SPIELNOTE: 9
Werner Hansch hätte es wohl so formuliert: Ein geiles Spiel! Damit ist auch schon alles über diese Begegnung gesagt.
Das Spiel in der goal.com-Statistik
Goal.com-Flutlicht
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