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Vorschau Europa League: FC Valencia – Werder Bremen
Das Duell zwischen dem FC Valencia und Werder Bremen ist der Knaller im Achtelfinale der Europa League. Werders Tim Borowski hätte das Duell der beiden Spitzenklubs auch für ein würdiges Endspiel in diesem Wettbewerb gehalten. Wer behält bei diesem „vorweggenommenen Finale“ das bessere Ende für sich?
Von Falko BLÖDING
Valencia/Bremen. Die Fähigkeiten der „Pokalmannschaft“ Werder Bremen sind morgen Abend wieder gefragt: Im Achtelfinale der Europa League treffen die Hanseaten auf den FC Valencia, einen der dicksten Brocken im Wettbewerb.
PERSONAL & TAKTIK
Valencias Coach Unai Emery setzt für gewöhnlich auf eine 4-5-1-Formation. Das Offensivspiel ist dabei voll auf Angreifer David Villa ausgerichtet. Unterstützt wird er von seinen Nationalmannschaftskollegen Juan Manuel Mata und David Silva. Außerdem tummeln sich im Mittelfeld noch ballsichere Akteure wie Ruben Baraja, Pablo Hernandez, David Albelada, Ever Banega oder Joaquin. Sorgen bereitet die Defensive, wo Jérémy Mathieu mit einem Bänderriss noch zwei Monate ausfällt, auch für David Navarro kommt das Spiel gegen Bremen noch zu früh. Wahrscheinlich werden daher Carlos Marchena und Dealbert die Innenverteidigung bilden.
Bei Werder entspannt sich die Personallage. Am Wochenende hatte Trainer
Thomas Schaaf vor allem in der Defensive der Schuh gedrückt, nun sind sowohl Clemens Fritz, als auch Philipp Bargfrede wieder einsatzbereit. Bis auf Mittelfeldspieler Peter Niemeyer (Probleme mit dem Sprunggelenk) und den langzeitverletzten Sebastian Boenisch kann Schaaf also aus dem Vollen schöpfen. Wahrscheinlich wird der Coach seine Mannschaft zunächst in einer 4-2-3-1-Formation aufbieten, um dem starken Mittelfeld der Spanier Paroli zu bieten. Alternativ wäre ein 4-4-2 mit dem zuletzt starken Hugo Almeida als zweiter Spitze neben Claudio Pizarro möglich.
FORMKURVE & AUSGANGSLAGE
Valencia ist aktuell in der Priméra División hinter Real und dem FC Barcelona die Nummer drei. Zuletzt lief in der Liga allerdings nicht rund, aus den letzten sieben Partien holten „Los Che“ nur zwei Siege. Auf europäischer Bühne spielte Valencia bislang ordentlich, ohne jedoch zu begeistern. In der Gruppenphase setzte sich Valencia gegen den OSC Lille, den FC Genua und Slavia Prag durch. In der Zwischenrunde bezwangen die Emery-Schützlinge den FC Brügge nach einer Hinspiel-Niederlage (0:1) schließlich nach Verlängerung (3:0).
Die Bremer haben seit fünf Spielen in der Bundesliga nicht mehr verloren. In der Europa League präsentierten sich die Hanseaten souverän, lediglich das Hinspiel gegen Twente Enschede wurde verloren. Zudem stellt Werder die torgefährlichste Mannschaft des Wettbewerbs: In acht Spielen gelangen Pizarro, Naldo und Co. 21 Treffer.
DER DIREKTE VERGLEICH
Valencia gegen Werder, diese Partie gab es bislang zwei Mal in Pflichtspielen: In der Gruppenphase der Champions League 2004/05 standen sich beide Klubs bereits gegenüber. Werder hatte das bessere Ende für sich und gewann beide Spiele. Im Weserstadion setzten sich die Hanseaten mit 2:1 durch, das Rückspiel, in dem es um den Einzug in die nächste Runde ging, gewann Bremen im „Mestalla“ mit 2:0.
DIE SCHLÜSSELSPIELER
Die Hoheit im Mittelfeld wir von entscheidender Bedeutung sein. Torsten Frings und Tim Borowski (oder Philipp Bargfrede) müssen die Kreise von Silva und Mata einengen, denn die beiden füttern David Villa fleißig mit Vorlagen. Ebenso sollten Naldo und Per Mertesacker auf der Hut sein, denn die Spanier agieren gerne mit Steilpässen in die Spitze. Bei den Bremern, die über ähnliche Qualitäten verfügen, sind Marko Marin, Mesut Özil und Aaron Hunt gefragt, das Angriffsspiel anzukurbeln.
DAS DUELL DES SPIELS
Es wird das Aufeinandertreffen zweier starker Torjäger. Auf der einen Seite ist das David Villa, der die Torschützenliste in Spanien mit 17 Treffern anführt und in der Europa League zwei Tore erzielte. Ihm gegenüber steht Werders Claudio Pizarro, der bis dato 20 Pflichtspieltore erzielt hat und erfolgreichster Stürmer der Europa League ist. Die Mannschaft, die ihren Starstürmer besser einsetzen kann, dürfte einen entscheidenden Vorteil haben.
AUFGESPIESST
Naldo (Abwehrspieler Werder Bremen): „Wir müssen über die gesamten 90 Minuten hochkonzentriert sein und versuchen, keine Fehler zu machen. Wir haben auch eine starke Mannschaft.“
DIE PROGNOSE
Die Vorzeichen sprechen für ein tolles Spiel mit gepflegtem Offensiv-Fußball. Daheim ist Valencia sicherlich favorisiert. Allerdings sind die Bremer in den Pokalwettbewerben stets eine andere Hausnummer als in der Bundesliga. Valencia setzt sich knapp mit 2:1 durch und Werders Chancen auf die nächste Runde sind vor dem Rückspiel intakt.
Goal.com-Flutlicht
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