Kann Wolfsburg das „gelbe U-Boot“ versenken?

Eigentlich hatte der VfL Wolfsburg gehofft, heute an der Auslosung zur Champions League teilzunehmen. Doch für den deutschen Meister blieb nach der Vorrunde nur der „Trostpreis“ Europa League. Immerhin bekommen die Wolfsburger es nun mit einem Gegner auf Champions-League-Niveau zu tun.

Nilmar, Villarreal, Valladolid (MARCA)
(fb) Wolfsburg. Im Sommer war der VfL Wolfsburg auf Stürmersuche. Trainer Armin Veh wollte einen Stürmer, der Druck auf das Duo Edin Dzeko/Grafité ausübt. Sein Wunschkandidat war lange Zeit der Brasilianer Nilmar. Die Verhandlungen scheiterten jedoch und der brasilianische Nationalspieler (zehn Spiele, acht Tore für die „Selelcao“) wechselte für 16,5 Millionen Euro zum FC Villarreal. Nun bescherte Auslosung für die Zwischenrunde der Europa League dem VfL ein Wiedersehen mit dem 25-jährigen. Nilmar ist jedoch nicht der einzige, auf den die Niedersachsen aufpassen müssen.

Veh schätzt die Chancen auf 50:50


Villarreal verfügt über eine Mannschaft, die mit internationalen Klassespielern gespickt ist. Kapitän ist Europameister Marcos Senna, Santi Cazorla, Joan Cepdevila und Robert Pirès verfügen ebenfalls über viel Erfahrung auf Spitzenniveau. Im Sturm sind neben Nilmar noch Giuseppe Rossi und Joseba Llorente brandgefährlich. „Das ist ein Gegner von Champions-League-Niveau. Villarreal ist eine spanische Spitzenmannschaft, die in den letzten Jahren immer oben stand. Unsere Chancen sehe ich bei 50:50“, schätzte Armin Veh die Ausgangslage ein.

Reichlich Erfahrung auf internationalem Parkett


In der Tat mischte das „Submarino Amarillo“, das gelbe U-Boot, wie der Klub genannt wird, in den letzten Jahren stets in der K.O.-Runde der Königsklasse mit. Unter Erfolgscoach Manuel Pellegrini, der seit dem Sommer Real Madrid trainiert, qualifizierte sich Villarreal in den letzten fünf Jahren vier Mal für die Champions League. Vor zwei Jahren schaffte es der Klub bis ins Halbfinale, in der letzten Saison war im Viertelfinale Endstation.

„Da wollen wir bestehen“


„Eine große Mannschaft mit hoher individueller Qualität. Aber mir war egal, gegen wen wir spielen. Wir müssen gegen jedes Team gewinnen können, um in der Europa League so weit wie möglich zu kommen“, meinte Wolfsburgs Stürmer Grafité, der bis zum Hinspiel im nächsten Februar im „El Madrigal“ muss der Brasilianer dringend seine Treffsicherheit wiederfinden und auch seine Mannschaftskameraden sollten zur Form des Meisterjahres auflaufen, damit Wolfsburg die Hürde Villarreal auch tatsächlich überspringt. „Villarreal ist ein attraktiver Gegner, sicher ein schweres Los. Aber es ist schön, sich mit den besten Mannschaften zu messen. Da wollen wir bestehen“, so Linksverteidiger Marcel Schäfer.


 
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