Roundup Europa League: Die Gruppe K

Trotz der schlechtesten Saisonleistung unter Fred Rutten, entgeht der PSV Eindhoven in Dänemark einer Niederlage. Gegen den FC Kopenhagen rettete Dzsudzsak in der zweiten Halbzeit der Werkself einen Punkt, nachdem Jesper Grønkjær zuvor per Elfmeter die überlegenen Hausherren in Führung brachte. Bei Cluj gegen Prag spielte sich ein wahres Drama ab.

Ola Toivonen en Balazs Dzsudzsak, De Graafschap - PSV (foto ANP)
Von François DUCHATEAU

Kopenhagen.
Zwei Remis am vierten Spieltag bringen zwar kein Team so Recht weiter, halten die Lage in Gruppe K allerdings sehr eng. Obwohl der PSV Eindhoven mit acht Punkten ungeschlagen die Gruppe anführt, kann sich die Rutten-Elf noch nicht sicher für die Qualifikation ins Sechzehntelfinale sein.

FC Kopenhagen – PSV Eindhoven 1:1

Mit einer 1B-Elf reiste Trainer Fred Rutten in die dänische Hauptstadt, in der Youngstars wie Reis und Pieters in der Startelf zu finden waren. Mit breiter Brust landete die Philips-Werkself, bei der besonders Keeper Isaksson im Rampenlicht stand, der nach acht Spielen in Folgen ohne Gegentor vor einem Vereinsrekord stand. Von den guten Vorsätzen war allerdings nichts zu erkennen. Eindhoven lieferte die wohl schlechteste Performance in der Ära Rutten ab, bei der der FC Kopenhagen klar Herr im Hause war und zur Pause eine Chancenstatistik von 8:0 aufweisen konnte. Dennoch war es bezeichnend, dass die Dänen nur durch einen Elfmeter in Führung kamen. Sündenbock Pieters holte sich die gelbe Karte ab und ausgerechnet der Ex-Spieler des Rivalen Ajax Amsterdam, Jesper Grønkjær, brachte nicht nur das Parken zum Jubeln, sondern machte auch Isakssons Serie zunichte.
Nach der Pause war Kopenhagen bedacht, möglichst Fehler zu vermeiden. Das Spiel nahm an Qualität ab. Dass der PSV allerdings Spieler im Kader hat, die aus dem nichts aus keiner Chance ein Tor machen können, zeigte Dzsudzsak in der 72. Minute wieder einmal, als der Ungare im Strafraumgewusel an den Ball kam und den Ausgleich erzielte. Verdient war dieser allerdings nicht.

CFR Cluj – Sparta Prag 2:3

Wie von der Tarantel gestochen begannen die Gäste die Begegnung und erlebten durch Holenda die frühe Führung. In der sechsten Minute konnte sich der Stürmer beinahe mutterseelenallein im Strafraum die Ecke aussuchen und bestrafte diese Nachlässigkeit mit dem 0:1 – und legte nur kurz darauf mit zum Doppelpack nach. Nach passender Querhereingabe musste der 17er nur noch vor Nuno Claro einschieben. Es entwickelte sich eine muntere Partie, in der CFR Cluj rasch Anschluss fand. Ähnlich wie bei Holendas zweitem Treffer musste nur Traore nur noch eine Querflanke verwandeln.
Die Partie wurde nicht nur zunehmend ansehnlicher, sondern auch hitziger. Muresan hatte sich in der 64. Minute nicht im Griff und holte sich die zweite Gelbe Karte ab, so dass die Hausherren eine knappe halbe Stunde in Unterzahl dem Rückstand hinterher rennen mussten. Kurz vor Spielende hatte der eingewechselte Mara mit dem gleichen Schicksal zu kämpfen und wurde ebenso mit der Ampelkarte vom Feld geschickt. Doch auch der Umstand, dass man nur noch zu neunt war, hinderte Cluj nicht daran, doch noch den sensationellen Ausgleich in der Nachspiel zu erzielen. Dubarbier krönte sich mit seinem 2:2 zum Held des Abends – dachte man. Denn Wilfried schaffte es, ebenfalls in der Nachspielzeit, sogar noch Sparta Prag einen 2:3-Sieg zu bescheren! Was für eine irre Wende in einem leidenschaftlichen Fußballdrama!


 
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