Roundup Europa League: Die Gruppe A

Beim Geisterspiel in Zagreb ohne Heimfan-Unterstützung, schadete sich Dinamo auch noch selbst mit zwei Platzverweisen, die Ajax leichtes Spiel machten. 2:0 gewann die Jol-Elf durch Tore von Pantelic und de Zeeuw. Trotz des ersten Treffers in der Gruppenphase ging der FC Timisoara leer aus.

EUROPA LEAGUE: Luis Suarez and Demy de Zeeuw, Dinamo Zagreb - Ajax (foto PROSHOTS)
Von François DUCHATEAU

Zagreb.
Punktgleich (8 Zähler) führen Ajax und Anderlecht nach dem 4. Spieltag die Europa League Gruppe A an. Je nachdem, ob der Punktabzug gegen Dinamo Zagreb rechtskräftig wird, haben die Benelux-Kicker ihr Ticket für die kommende Runde bereits sicher.

Dinamo Zagreb – Ajax Amsterdam 0:2


Marko Pantelic lieferte auf die jüngste Kritik die passende Antwort auf dem Platz und brachte Ajax Amsterdam in Zagreb nach nur 13 Minuten in Führung, als er einen gefühlvollen Freistoß von Urby Emanuelson verwandelte und die 160 anwesenden VIP-Fans der Gäste zum Jubeln brachte. Mehr Fans waren wegen der UEFA-Bestrafung nach den jüngsten Ausschreitungen nicht zu gelassen, so dass Dinamo Zagreb gänzlich ohne Anhang auskommen musste.
Die Kroaten hatten nicht nur keine Unterstützung durch fehlendes Publikum, sondern schwächte sich nach gut einer halben Stunde noch selbst, nachdem Cufré wegen eines Ellbogenchecks an Luis Suarez die rote Karte sah. Das warf das ganze Konzept der Hausherren durcheinander, die gezwungen waren, taktisch umzustellen und ihren bis dahin besten Mann Morales runterzunehmen. Die Jol-Elf nutzte diese kurze Phase der taktischen Neuorientierung und schlug durch eine zweite Suarez/De Zeeuw-Koproduktion in der Nachspielzeit der ersten 45. Minuten noch einmal zu. 0:2 durch ein Tor des Mittelfeldmotors, der in Amsterdam nicht nur die Strippen zieht, sondern seit kurzem fast kontinuierlich selbst Treffer erzielt.
Im zweiten Durchgang kam es sogar noch dicker für Dinamo, bei denen ein weiterer Spieler vom Feld geschickt wurde. Nach einem harten Foul gegen Siem de Jong sah Calello die zweite gelbe Karte, so dass nur noch neun Zagreb-Kicker auf dem Feld standen (73.), die allerdings das 0:2 über die Zeit verwalteten.

RSC Anderlecht – FC Timisoara 3:1

Der RSC Anderlecht wusste von den verstecken Qualitäten der Rumänen und ließ den Favoritenschreck erst gar nicht ins Spiel finden. Vor allem der agile Matias Suarez brachte die Timisoara-Abwehr immer wieder zum Wackeln, so auch in der 28. Minute, als Maxim versuchte seinen Patzer wieder Wett zu machen, sich dabei aber zu ungestüm verhielt, so dass Schiedsrichter Chapron nichts anderes übrig blieb, als auf Elfmeter zu pfeifen. Der Gefoulte trat selbst an und verlud Pantilimon ins falsche Eck zum 1:0-Pausenstand.
Auch wenn die Belgier nicht berauschend spielten, strahlte der FC Timisoara aus dem Spiel heraus kaum Gefahr aus. Ein Standard brachte die Gäste dennoch zurück ins Spiel: Parks lief von rechts in die Ecke hinein, überlistet sowohl Deschacht als auch Proto (50.) und durfte dann den ersten Treffer der Gruppenphase seines Teams bejubeln.
Das Spiel bekam Würze und es folgten viele Torraumszenen auf beiden Seiten. Das nötige Quäntchen Glück hatten in der 69. Minute allerdings die Hausherren, deren Joker Legear einen herausragende Vorlage auf Mbark Boussoufa spielte, der zentral vorm Tor mit dem Kopf verwandelte und Anderlecht das 2:1 bescherte. Durch ein im Gästeblock gezündetes Feuerwerk wurden acht Minuten nachgespielt, in denen Timisoara noch einmal zur Schlussoffensive ansetze. Doch waren es die Brüsseler, die die entstandenen Räume nutzten und sogar noch auf 3:1 durch den Jonathan Legear erhöhten, der frei vor dem Torwart einen wunderbaren Lupfer fabriziert.


 
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