Krisenstimmung im schottischen Fußball - „EuroBerg“ versetzt Celtic den Todesstoß

Die Chancen auf ein Weiterkommen in der Europa League stehen für den schottischen Traditionsklub Celtic Glasgow sehr schlecht. In der heimischen Liga kämpft der Verein bereits seit Anfang Oktober ohne Erfolg gegen die eigene Krise an und im vielleicht letzten Strohhalm, der Europa League, versetzte Hamburgs „EuroBerg“ den Schotten den Todesstoß. Doch mit diesem Problem ist Celtic nicht alleine, die Krise gilt für den gesamten schottischen Fußball auf der europäischen Bühne.

CL: Gary Caldwell, Celtic - Arsenal (PA)
Von Sebastian HEIER

Glasgow.
Celtic Glasgow bleibt auch weiterhin angeschlagen. Die Glasgower legten ihren schlechtesten Heimstart in der schottischen Premier League seit 1946 hin - und auch in der Europa League läuft es nicht rund. Im Heimspiel gegen den Hamburger SV war es erneut der schwache Celtic-Abschluss, der den Gästen in die Karten spielte.

Probleme in der heimischen Liga

Bereits vor einigen Wochen musste der 42-malige schottische Meister ausgerechnet im prestigeträchtigen Old-Firm-Derby  gegen Erzrivale Glasgow Rangers die erste Saisonniederlage einstecken. Im Ibrox Park unterlag Celtic mit 1:2. Am vergangenen Wochenende folgte dann der nächste Rückschlag, als man zu Hause nicht über ein 0:0-Unentschieden gegen den FC Motherwell hinauskam – eine Mannschaft, die sonst stets mit zwei oder drei Toren Differenz nach Hause geschickt wurde. Celtic Glasgow befindet sich seit Wochen in der Krise, das gilt jedoch auch für den schottischen Fußball auf der europäischen Bühne.

Krisenstimmung im schottischen Fußball

Nach null Siegen aus den ersten drei Gruppenspielen dümpelt der 42-malige schottische Meister auf dem letzten Platz in der Europa League herum. Lediglich beim 1:1-Unentschieden im Heimspiel gegen Rapid Wien punkteten die Schotten – allerdings mit fußballerischer Magerkost. Die bekam der Celtic-Anhang auch gegen den Hamburger SV zu sehen. Celtic steht mit den Problemen auf der europäischen Bühne jedoch nicht alleine da, es ist der gesamte schottische Fußball, der aktuell eine negative Entwicklung durchlebt. So geht es auch dem Erzrivalen Glasgow Rangers, die sich in der Champions League gerade erst in dieser Woche eine peinliche 1:4-Heimklatsche gegen FC Unirea abholten. Auch in der „Königsklasse“ wird der schottische Fußball schwach vertreten, die Rangers liegen mit einem Zähler auf dem Konto ebenfalls an letzter Position.

„EuroBerg“ versetzt Celtic den Todesstoß

Im Celtic Park zu Glasgow versetzte Hamburgs „EuroBerg“ den Schotten den Todesstoß. Der Mann des Abends war der Siegtorschütze zum 1:0-Auswärtserfolg. Ausgerechnet Marcus Berg, werden einige schottische Journalisten sagen – der Schwede war im Vorfeld der Partie der gefragteste Interviewpartner und wurde mit Fragen nur so überhäuft, der Grund: Sein Landsmann und Celtic-Legende Henrik Larsson.

Tor und Jubel im Wohnzimmer seines Jugendidols

Marcus Berg, der ausgerechnet im Wohnzimmer seines Jugendidols Henrik Larsson, den entscheidenden Treffer erzielte, gab sich nach der Partie überglücklich und voller Freude: „Ich bin sehr glücklich, dass wir gewonnen haben. Dass ich auch noch das Tor gemacht habe, ist natürlich schön, aber nicht entscheidend. Viel wichtiger war, dass wir als Team funktioniert haben.“ Mit seinem dritten Europa League-Treffer im dritten Spiel avancierte der 23-Jährige zum „EuroBerg“. Im Wohnzimmer seines Jugendidols Henrik Larsson durfte sich Berg von den rund 3.000 mitgereisten HSV-Anhängern feiern lassen und lobte die mitgereisten Anhänger, die ihn zuletzt auch scharf kritisierten, in den höchsten Tönen: „Sie waren wirklich unglaublich, dafür noch einmal ein ganz großes Dankeschön. Man muss es sagen, wie es ist: Wir waren nicht nur als Mannschaft besser als Celtic, wir haben auch die besseren Fans.“

HIER: Spielbericht Europa League (C): Celtic Glasgow – Hamburger SV



 
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