|
|
Spielbericht Europa League (D): Hertha BSC – SC Heerenveen
Nach einer weiteren ganz schwachen Leistung hat Hertha BSC das zweite Spiel in die Europa League verloren. Wie schon in den letzten Bundesliga-Spielen gerieten die Berliner in Rückstand und konnten in der Folge unter Druck nicht mehr den Ausgleich erzielen.
(ab) Berlin. Hertha BSC kommt einfach nicht auf die Beine. Nach acht Ligapleiten in Folge, verloren die Berliner auch das zweite Spiel hintereinander in der Europa League. Der SC Heerenveen war kein übermäßig starker Gegner, setzte sich aber am Ende durch und gewann mit 1:0.
PERSONAL & TAKTIK
Hertha-Coach Friedhelm Funkel nahm wie angekündigt einige Änderungen in der Startelf vor: Pejcinovic spielte für Janker, im Mittelfeld Lustenberger und Bigalke für Kacar und Dardai und im Angriff spielte Ramos für Raffael neben Wichniarek.
Beim Gast aus den Niederlanden nahm Coach Jan de Jonge nur zwei Änderungen gegenüber dem Spiel am letzten Wochenende gegen den PSV Eindhoven vor. Assaidi und Sibon spielten für Svec und Ingelsten.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Anders als in den letzten Spielen begann Hertha BSC druckvoll und mit viel Selbstvertrauen. In der vierten Minute hatten die Berliner ihre erste gute Möglichkeit. Wichniarek spielte auf die linke Seite zu Pejcinovic, der den Ball weiter zu Ramos spielte. Der Kolumbianer zog ab, verpasste aber knapp. Ramos war auch an der nächsten guten Gelegenheit beteiligt und holte immerhin eine Ecke raus.
Der Druck von Hertha ließ nach einer Viertelstunde nach, und der SC Heerenveen kam nun besser in die Partie. Die Niederländer hatten dann auch gleich ihre erste gute Chance. Nach einer Ecke von Elm, verpasste Sibon nur knapp. Danach verflachte das Spiel zusehends, gute Aktionen waren Mangelware.
Nachdem Ebert nach einer halben Stunde mit einem guten Schuss das Tor der Niederländer verfehlt hatte, machte es der Gast sechs Minuten später besser. Und wieder war ein individueller Fehler Schuld an dem Gegentor. Popov spielte einen langen Pass auf Breuer, der sich gegen einen völlig indisponierten Pejcinovic durchsetzte. Breuer spielte dann in die Strafraummitte, wo Losada den Ball unbedrängt im Hertha-Tor unterbringen konnte.
Vor dem Ende der ersten Hälfte hatte Hertha zwei gute Chancen zum Ausgleich. Aber dem Hauptstadt-Klub fehlt zurzeit einfach das Glück. Erst ging ein Weitschuss von Cicero über das Tor, dann konnte Heerenveens Keeper Vandenbussche gegen den Brasilianer klären.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Hertha-Trainer Friedhelm Funkel reagierte zur zweiten Hälfte und brachte Domovchiyski für Wichniarek, der einmal mehr völlig enttäuschte und so langsam jeglichen Kredit in Berlin verspielt haben dürfte. Die Funkel-Truppe hatte dann aber die erste Torchance. Doch Ramos fehlt im Abschluss auch noch das Glück, jagte den Ball über das Gehäuse.
Es ist unerklärlich wie die Berliner in der Folge auftraten. Immer wieder erkämpfte sich das Team die Bälle, verlor sie dann aber gleich wieder durch Unkonzentriertheiten im Passspiel. Das rächte sich nach fast einer Stunde Spielzeit. Erst setzte sich Papadopulos im Zweikampf gegen von Bergen durch, sein Schuss knallte aber an den rechten Pfosten. Dann musste Hertha-Keeper Burchert einen Versuch von Popov klären.
Ein Weckruf waren diese Aktionen für die Berliner nicht, sie blieben ideen- und im Abschluss glücklos. Vandenbussche hatte bei Schüssen von Ramos und Ebert keine Probleme. In der 75. Minute zog Lustenberger aus über 20 Metern ab, der Schuss ging aber knapp rechts vorbei. Eine Minute später gab es eine kuriose Szene im Olympiastadion. Der gerade bei Heerenveen eingewechselte Janmaat haute Pejcinovic im Zweikampf böse um und bekam vom Schiedsrichter die Rote Karte für diese Aktion.
Hertha konnte den Vorteil aber nicht nutzen. Einzig Raffael kam nach einer Flanke von Ebert noch einmal zu einer guten Chance, doch Vandenbussche war schnell auf dem Boden und konnte halten. Zwei bittere Szenen in der Nachspielzeit: Ebert bekam wegen Reklamierens die Gelb-Rote Karte und Schiedsrichter Costas Kapitanis verweigerte den Berlinern einen Elfmeter trotz klaren Handspiels von Dingsdag.
SCHLÜSSELSPIELER
Bei den Berlinern gab es keinen Spieler, der Normalform erreichte oder mit einer guten Leistung auffallen konnte. Beim Gast aus den Niederlanden überzeugten Breuer, Popov und Keeper Vandenbussche.
SCHLÜSSELSZENE
Das 1:0-Siegtor für Heerenveen. Hertha versuchte danach zwar viel, gelingen wollte aber nichts.
SPIELER DES SPIELS
Spieler des Spiels war Hernan Pablo Losada, der den einzigen Treffer in einer niveauarmen Partie erzielte.
SCHIEDSRICHTER – Note: 5
Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).
Schiedsrichter Costas Kapitanis aus Zypern hatte bis kurz vor Spielende keine Probleme mit der Partie, dann verweigerte er den Berliner trotz klaren Handspiels einen Elfmeter.
SPIELNOTE: 3
Es ist ein Trauerspiel, was die Berliner zurzeit abliefern. Die schlechten Leistungen der letzten Wochen haben sich auch auf die Zuschauerzahlen im heimischen Olympiastadion ausgewirkt. Nur 12.000 Berliner fanden den Weg ins Stadion. Als beide Mannschaften sich in die Halbzeit verabschiedeten, hallte ein gellendes Pfeifkonzert durch das weite Rund. Überraschend war das nicht, denn schön anzusehen waren die ersten 45 Minuten nicht. Die zweiten allerdings auch nicht, und so war es nicht verwunderlich, dass sich die Pfiffe ab der 75. Minute wieder verstärkten und bis zum Ende zu hören waren.
Das Spiel in der Goal.com-Statistik
FAZIT
Hertha BSC hat die Chance verpasst, sich Mut und Kraft für die kommenden Aufgaben zu holen. In der Defensive leisteten sich die Berliner haarsträubende Fehler, die der deutsche Meister VfL Wolfsburg am kommenden Sonntag wohl besser auszunutzen weiß, als Heerenveen heute.
Eure Meinung: Wie habt Ihr das Spiel gesehen?
PERSONAL & TAKTIK
Hertha-Coach Friedhelm Funkel nahm wie angekündigt einige Änderungen in der Startelf vor: Pejcinovic spielte für Janker, im Mittelfeld Lustenberger und Bigalke für Kacar und Dardai und im Angriff spielte Ramos für Raffael neben Wichniarek.
Beim Gast aus den Niederlanden nahm Coach Jan de Jonge nur zwei Änderungen gegenüber dem Spiel am letzten Wochenende gegen den PSV Eindhoven vor. Assaidi und Sibon spielten für Svec und Ingelsten.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Anders als in den letzten Spielen begann Hertha BSC druckvoll und mit viel Selbstvertrauen. In der vierten Minute hatten die Berliner ihre erste gute Möglichkeit. Wichniarek spielte auf die linke Seite zu Pejcinovic, der den Ball weiter zu Ramos spielte. Der Kolumbianer zog ab, verpasste aber knapp. Ramos war auch an der nächsten guten Gelegenheit beteiligt und holte immerhin eine Ecke raus.
Der Druck von Hertha ließ nach einer Viertelstunde nach, und der SC Heerenveen kam nun besser in die Partie. Die Niederländer hatten dann auch gleich ihre erste gute Chance. Nach einer Ecke von Elm, verpasste Sibon nur knapp. Danach verflachte das Spiel zusehends, gute Aktionen waren Mangelware.
Nachdem Ebert nach einer halben Stunde mit einem guten Schuss das Tor der Niederländer verfehlt hatte, machte es der Gast sechs Minuten später besser. Und wieder war ein individueller Fehler Schuld an dem Gegentor. Popov spielte einen langen Pass auf Breuer, der sich gegen einen völlig indisponierten Pejcinovic durchsetzte. Breuer spielte dann in die Strafraummitte, wo Losada den Ball unbedrängt im Hertha-Tor unterbringen konnte.
Vor dem Ende der ersten Hälfte hatte Hertha zwei gute Chancen zum Ausgleich. Aber dem Hauptstadt-Klub fehlt zurzeit einfach das Glück. Erst ging ein Weitschuss von Cicero über das Tor, dann konnte Heerenveens Keeper Vandenbussche gegen den Brasilianer klären.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Hertha-Trainer Friedhelm Funkel reagierte zur zweiten Hälfte und brachte Domovchiyski für Wichniarek, der einmal mehr völlig enttäuschte und so langsam jeglichen Kredit in Berlin verspielt haben dürfte. Die Funkel-Truppe hatte dann aber die erste Torchance. Doch Ramos fehlt im Abschluss auch noch das Glück, jagte den Ball über das Gehäuse.
Es ist unerklärlich wie die Berliner in der Folge auftraten. Immer wieder erkämpfte sich das Team die Bälle, verlor sie dann aber gleich wieder durch Unkonzentriertheiten im Passspiel. Das rächte sich nach fast einer Stunde Spielzeit. Erst setzte sich Papadopulos im Zweikampf gegen von Bergen durch, sein Schuss knallte aber an den rechten Pfosten. Dann musste Hertha-Keeper Burchert einen Versuch von Popov klären.
Ein Weckruf waren diese Aktionen für die Berliner nicht, sie blieben ideen- und im Abschluss glücklos. Vandenbussche hatte bei Schüssen von Ramos und Ebert keine Probleme. In der 75. Minute zog Lustenberger aus über 20 Metern ab, der Schuss ging aber knapp rechts vorbei. Eine Minute später gab es eine kuriose Szene im Olympiastadion. Der gerade bei Heerenveen eingewechselte Janmaat haute Pejcinovic im Zweikampf böse um und bekam vom Schiedsrichter die Rote Karte für diese Aktion.
Hertha konnte den Vorteil aber nicht nutzen. Einzig Raffael kam nach einer Flanke von Ebert noch einmal zu einer guten Chance, doch Vandenbussche war schnell auf dem Boden und konnte halten. Zwei bittere Szenen in der Nachspielzeit: Ebert bekam wegen Reklamierens die Gelb-Rote Karte und Schiedsrichter Costas Kapitanis verweigerte den Berlinern einen Elfmeter trotz klaren Handspiels von Dingsdag.
SCHLÜSSELSPIELER
Bei den Berlinern gab es keinen Spieler, der Normalform erreichte oder mit einer guten Leistung auffallen konnte. Beim Gast aus den Niederlanden überzeugten Breuer, Popov und Keeper Vandenbussche.
SCHLÜSSELSZENE
Das 1:0-Siegtor für Heerenveen. Hertha versuchte danach zwar viel, gelingen wollte aber nichts.
SPIELER DES SPIELS
Spieler des Spiels war Hernan Pablo Losada, der den einzigen Treffer in einer niveauarmen Partie erzielte.
SCHIEDSRICHTER – Note: 5
Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).
Schiedsrichter Costas Kapitanis aus Zypern hatte bis kurz vor Spielende keine Probleme mit der Partie, dann verweigerte er den Berliner trotz klaren Handspiels einen Elfmeter.
SPIELNOTE: 3
Es ist ein Trauerspiel, was die Berliner zurzeit abliefern. Die schlechten Leistungen der letzten Wochen haben sich auch auf die Zuschauerzahlen im heimischen Olympiastadion ausgewirkt. Nur 12.000 Berliner fanden den Weg ins Stadion. Als beide Mannschaften sich in die Halbzeit verabschiedeten, hallte ein gellendes Pfeifkonzert durch das weite Rund. Überraschend war das nicht, denn schön anzusehen waren die ersten 45 Minuten nicht. Die zweiten allerdings auch nicht, und so war es nicht verwunderlich, dass sich die Pfiffe ab der 75. Minute wieder verstärkten und bis zum Ende zu hören waren.
Das Spiel in der Goal.com-Statistik
FAZIT
Hertha BSC hat die Chance verpasst, sich Mut und Kraft für die kommenden Aufgaben zu holen. In der Defensive leisteten sich die Berliner haarsträubende Fehler, die der deutsche Meister VfL Wolfsburg am kommenden Sonntag wohl besser auszunutzen weiß, als Heerenveen heute.
Eure Meinung: Wie habt Ihr das Spiel gesehen?
Goal.com-Flutlicht
/* empty because this one does not have controls */?>
-
Teenager-Tränen: Als Cristiano Ronaldo bei der Heim-EM 2004 nur Zweiter wurde
EXKLUSIV - Goal.com veröffentlicht exklusive Inhalte aus Luca Caiolis Buch „Ronaldo: Leidenschaft zur Perfektion“. Heute dreht sich alles um das Finale der EM 2004.
-
Sieger, Enttäuschungen, Torschützenkönig: Die Goal.com-Redaktionstipps zur EM
Bald geht es endlich los - der Startschuss zur Euro fällt! Die Goal.com-Redaktion hat im Kicktipp-EM-Spezial einmal einige Szenarien durchgespielt und diverse Tipps abgegeben.
-
Eden Hazard und die Geschichte des Millionentransfers, der ihn zu Chelsea führte
Es ging um richtig viel Geld, als der belgische Shootingstar beiden Großklubs aus Manchester absagte und an die „Stamford Bridge“ wechselte. Dort macht er nun so richtig Kasse.
-
Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de!
Ob Bundesliga, Fußball International oder EM 2012 - Tippe jetzt online gegen Freunde und Kollegen in deiner eigenen Tipprunde