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Spielbericht Europa League (D): Sporting Lissabon - Hertha BSC Berlin
Der Trainerwechsel bei Hertha BSC Berlin ist zumindest auf europäischer Ebene verbufft. Auch mit Karsten Heine gelang der Alten Dame aus Berlin kein Befreiungsschlag. Sporting Lissabon überzeugte zwar auch nicht, gewann aber knapp mit 1:0.
Von Ramon Ram
Lissabon. Hertha BSC Berlin kann momentan einfach nicht gewinnen. Auch gegen den portugiesischen Spitzenverein Sporting Lissabon setzte es eine Niederlage. Die Hertha steht damit nach zwei Spieltagen mit nur einem Punkt da.
PERSONAL & TAKTIK
Interimscoach Karsten Heine hat eine offensive Aufstellungsvariante für das erste Spiel seiner dritten Amtszeit gewählt. Vorne sollten Wichniarek und Ramos wirbeln, die vom spielstarken Brasilianer Raffael bedient werden sollten. Dafür musste Kacar, Dardai und Cesar im Mittelfeld etwas mehr Defensivarbeit verrichten. Die Viererkette vor Sascha Burchert bildeten Pejcinovic, von Bergen, Kaka und Janker. Arne Friedrich stand verletzungsbedingt nicht im Kader.
Bei Sporting vertraute Coach Bento auf sein erfolgreiches Sturmduo Liedson und Postiga, die vorne die Tore machen sollten. Im Mittelfeld waren erwartungsgemäß die beiden Starspieler Veloso und Joao Moutinho aufgeboten, wobei Moutinho etwas offensiver die Fäden ziehen sollte.
SPIELVERLAUF: 1. HÄLFTE
In den ersten Minuten der ersten Hälfte merkte man vor allem der Hertha die Verunsicherung an, aber auch Sporting war noch nicht wirklich im Bilde. Die erste nennenswerte Chancen fanden dann die Hausherren in Minute 10 vor. Caicedo lief auf der linken Seite in den Strafraum, zog aus fünf Metern ab, aber Burchert lenkte den Ball zur Ecke.
In der Folge präsentierte sich der Hausherr als die spielstärkere Mannschaft und ging folgerichtig auch in Führung (18.). Fernandez legte in die Mitte ab zu Adrien Silva, der einfach mal draufhielt. Der von Dardai abgefälschte Ball war für Burchert nicht zu halten.
Die Hertha wachte nach dem Rückstand aber auf und hatte durch Raffael eine große Ausgleichschance. Der Brasilianer tanzte an der Strafraumgrenze zwei Spieler aus, sein Schuss ging dann aber deutlich über den Kasten (27.). Anschließend tut sich in Lissabon nicht mehr viel, das Spiel flachte deutlich ab. Auch die Fans waren mit dem Dargebotenen nicht wirklich zufrieden und verabschiedeten die Spieler mit Pfiffen in die Pause.
SPIELVERLAUF: 2. HÄLFTE
Die Berliner kamen zu Beginn der zweiten Hälfte mit etwas mehr Elan aus der Kabine – die Predigt von Interimscoach Karsten Heine dürfte seine Leute zumindest etwas motiviert haben. Große Chancen konnte sich die Hertha aber auch nicht herausspielen. Im Gegenteil: Mit Fortdauer der Spielzeit flachte der Anfangselan deutlich ab, die Hausherren konnten das Spiel wieder über weite Strecke kontrollieren. Chancen? Auch auf Seiten der Lissaboner Mangelware.
Gefährlich wurde es fast nur, wenn Caicedo den Ball hatte. Als Bento den wieselflinken Akteur in der 68. Minute runter nahm, war auch dieser Gefahrenpunkt weg. Karsten Heine versuchte in der Schlussphase nochmal alles, brachte für den erneut glücklosen Wichniarek Domovchyski. Für mehr Schwung im Angriffsspiel sorgte aber auch dieser Wechsel nicht.
Am Ende müssen sich die Berliner in einer schwachen Partie mit dem 0:1 begnügen, obwohl auch Sporting alles andere als stark war am heutigen Abend. Pech hatte die Hertha kurz vor dem Ende, als Christoph Janker lediglich die Latte traf!
SCHLÜSSELSPIELER-& SZENEN
Wie so oft: In einem Spiel wo kaum bis wenig Torchancen stattfinden, gewinnt die Mannschaft die den wichtigen Führungstreffer erzielen konnte. So war es auch heute in Lissabon. Sporting ging durch Silva in Führung und verwaltete in der Folge das Spiel ohne zu überzeugen.
SPIELER DES SPIELS: Felipe Caicedo
Der wieselflinke Angreifer war in einer höhepunktarmen Partie noch der auffälligste Akteur, ohne dabei wirklich zu überzeugen. Bei den wenigen guten Szenen war aber meist Caicedo involviert.
SCHIEDSRICHTER – Note: 7
Serge Gumienny hatte seine Partie unter Kontrolle, was aber auch nicht wirklich schwer war. Kaum intensive Zweikämpfe und wenig Körperkontakt. So war es ein relativ leicht zu pfeifendes Spiel
Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).
SPIELNOTE: 3
Die Hertha konnte wohl nicht mehr, Sporting tat nicht mehr. Das Spiel war höhepunktarm und nicht wirklich reich an guten Szenen. Das Eintrittsgeld war diese Partie in jedem Fall nicht Wert.
FAZIT
Hertha BSC bleibt auch unter Karsten Heine in der Krise, obwohl es eine leichte Steigerung gab. Fakt ist aber, dass ein Punkt nach zwei Spielen für die Ansprüche eines deutschen Vertretes zu wenig sind.
Eure Meinung: Wie habt ihr das Spiel gesehen?
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