Roundup Europa League: Die Gruppe A

Der FC Timisoara wird seinem Ruf als Favoritenschreck gerecht. Ajax Amsterdam konnte das Kunststück des VfB Stuttgarts nicht wiederholen und den Donezk-Bezwinger schlagen. In der Amsterdam ArenA trennten sich beide Teams torlos. Der RSC Anderlecht hingegen stürmte die Festung Maksimir-Stadion.

EL: Ajax - Timisoara, der fünfte Schiedsrichter (foto PRO SHOTS)
(fd) Amsterdam/Zagreb. Der erste Spieltag der Europa League hat in der Gruppe A zwei kleine Überraschungen gebracht.

Ajax Amsterdam – FC Timisoara 0:0

In ihrer halbleeren ArenA empfing Ajax Amsterdam den FC Timisoara aus Rumänien. Nach seinem Hattrick am Wochenende bekam dabei Dario Cvitanich den Vorzug vor dem Ex-Berliner Neuzugang Marko Pantelic, der sich neben dem frisch genesenen Dennis Rommedahl auf die Bank setzte. Für den Dänen begann, wie bereits am Wochenende, Kennedy Bakircioglü.

Die Hausherren begannen sehr gut und erzeugten direkt durch Kapitän Luis Suarez mehrfach für Gefahr, sei es per Direktabnahme oder durch gezielte Vorlagen auf Sturmkollege Cvitanich und Demy de Zeeuw. Zählbares blieb jedoch aus. Nachdem sich der Champions-League-Playoff-
Gegner des VfB Stuttgart so gut wie kaum in der Amsterdamer Hälfte hat blicken lassen, rächte Stürmer Parks kurz vor dem Pausenpfiff beinahe zweimal die mangelhafte Chancenauswertung der Jol-Elf. Doch es blieb beim 0:0 zur Pause.

In der zweiten Hälfte öffneten beide Teams ihre Visire und auch Timisoara traute sich mehr. Doch dank Nationalkeeper Maarten Stekelenburg kann weder Goga, noch der quirlige Parks, dem Favoriten ein Bein stellen. Für Rot-Weiß drehte vor allem Talent Siem de Jong als Aktivposten im Mittelfeld auf, der regelmäßig Druck vorm Kasten von Pantilimon sorgte. Der fünfte und sechste Strafraumschiedsrichter hatte kaum Szene zu beurteilen, was vor allem daran lag, dass kaum ein Amsterdamer es fertigbrachte eine Flanke zum geplanten Stürmer im Sechzehner zu schlagen. Die bemühte Schlussoffensive brachte keine Wende. Der Ajax-Sturm lässt zuhause wichtige zwei Zähler liegen

Dinamo Zagreb – RSC Anderlecht 0:2

Im Hexenkessel Maksimir Stadion setzte Dinamo-Zagreb-Trainer Krunoslav Jurcic auf bekannte Namen wie den Ex-Bundesligisten Robert Kovac, Dimitrios Papadopoulos und Pedro  Morales, um die Punkte in Kroatien zu behalten. Die Hausherren begannen – typisch kroatisch – mit Monsterpressing und hohem Tempo, doch Anderlecht stemmte sich gut dageben. Vor allem mit Mbark Boussoufa hatte Dinamo zu kämpfen. Doch nach und versank die erste Halbzeit immer mehr in böse Fouls, die im folgenden Durchgang jedoch abnahmen.

Der RSC Anderlecht versuchte es plötzlich mit Kombinationsfußball, wogegen die Jurcic-Elf mit noch mehr Druck antwortete und sich ein kleineres Plus erarbeitete. Das Tor trafen jedoch die Brüsseler, nachdem Victor „Mumo“ Bernardezin der 73. Minute einen Freistoß durch die Mauer ins Ziel wummert. Im strömenden Regen beschränkten sich die Belgier daraufhin nur auf Konter, mit denen Abräumer Robert Kovac jedoch nur eine Viertelstunde lange keine Probleme hatte.  In der 88. Minute erobert Deschart den Ball und legt auf Lukaku auf, der seinen Bewacher abhängt und genau auf Legear ablegt, der nur noch einticken muss. Fast hätte Boussoufa nach einem tollen Solo noch einen drauf gesetzt, doch es bleib beim wertvollen 0:2 für Anderlecht.

Eure Meinung: Was sagt Ihr zu den beiden Ergebnissen?


 
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