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In Frankreich könnte es zum Duell zweier Youngsters kommen. Derweil gastiert Glasgow in Slowenien, während Zenit gegen Lüttich auf einen Leistungsträger verzichten muss.

Lille. Beim OSC Lille könnte es zum Duell zweier Youngsters kommen, wenn der FC Porto zum Hinspiel der Champions-League-Playoffs zu Gast ist. Derweil spielt Celtic Glasgow in Slowenien, während Zenit St. Petersburg gegen Standard Lüttich auf einen Leistungsträger verzichten muss.

Aalborg BK – APOEL Nikosia (20:30 Uhr)

Den Saisonstart hat man sich in Aalborg anders vorgestellt. Aus den ersten fünf Ligaspielen sammelte der amtierende dänische Meister nur sechs Punkte und muss sich vorerst hinten anstellen. Mit Nicklas Helenius durchlebt der beste Stürmer momentan eine kleine Schwächeperiode, Trainer Kent Nielsen ist dennoch ganz ruhig.

Nach dem Unentschieden vom Wochenende gegen Esbjerg wollte der Coach keine Panik aufkommen lassen: "Es wird ganz anders am Mittwoch. Wir haben jetzt ein paar Tage, um die Akkus wiederaufzuladen. Ich bin sicher, dass wir für den Job bereit sein werden." Hoffnung macht, dass Nikosia noch nicht in die Saison gestartet ist.

Das Team von Trainer Georgios Donis ist noch nicht perfekt eingespielt, den Supercup verlor man mit 1:2 gegen Ermis. Der Trainer hat immerhin schon Erfahrung mit Nordeuropa, stand er doch 1995 in Helsinki als Nationalspieler Griechenlands auf dem Platz. Dennoch mahnt er: "Diesmal ist die Situation anders, wir spielen in einem ganz anderen Stadion. Ich freue mich, hierher zurückzukommen, alles ist so strukturiert und organisiert."

OSC Lille – FC Porto (20:30 Uhr)

Ungewohntes Terrain für den FC Porto in Frankreich. Bisher qualifizierten sich die Dragoes bevorzugt direkt als Meister Portugals für die Königsklasse, diesmal müssen sie den unbequemen Weg durch die Playoffs nehmen. Vor dem ersten Aufeinandertreffen beider Klubs feierten man unter Neu-Trainer Julen Lopetegui mit einem 2:0-Sieg in der Liga aber einen gelungenen Start.

Die vielen Neuzugänge scheint der Spanier bestens integriert zu haben, gegen Maritimo war bereits die Handschrift zu erkennen. Besonderes Augenmerk gilt Ruben Neves, der mit 17 Jahren in Portugal bereits den Ruf als nächstes großes Talent des FC Porto genießt und gegen Lille einige Minuten erhalten könnte.

Sein Pendant auf der anderen Seite ist Divock Origi. Der 19-Jährige wechselte zum FC Liverpool, spielt aber auf Leihbasis weiter in Frankreich – und das erfolgreich. Gegen Caen war es Origi, der das erlösende 1:0 erzielte und dem Team von Rene Girard vor dem wichtigen Playoff-Spiel Ruhe brachte. Denn das 0:0 gegen Metz am ersten Spieltag in Frankreich hatte bereits erste Fragezeichen aufkommen lassen.

NK Maribor – Celtic Glasgow (20:30 Uhr)

Eigentlich sollte es Maribor mit Legia Warschau zu tun bekommen. Weil die Polen sich gegen Celtic Glasgow allerdings einen Wechselfehler erlaubten, wurde das Rückspiel mit 0:3 für Glasgow gewertet, die damit aufgrund der "erzielten" Auswärtstore in die nächste Runde einzogen.

Nun sind es die Schotten, die nach Slowenien reisen und dort um den Einzug in die CL-Gruppenphase spielen dürfen. Angesichts der Auftritte gegen Warschau scheinen die Rollen jedoch nicht so klar verteilt, wie die Namen vermuten lassen. Zumindest Trainer Ronny Deila will alles geben: "Ich bin immer optimistisch, aber wir müssen jetzt weiter hart arbeiten und daran glauben, was wir tun."

Optimistisch ist allerdings auch der Gegner. Ante Simundza schickte schon früh seine Kampfansage los: "Unser Job war es, eine Schwachstelle zu finden. Wir werden sie nicht verraten, sind aber zuversichtlich, sie gefunden zu haben", auch wenn er ergänzen musste: "Celtic ist ein großer Klub und haushoher Favorit gegen uns."

Slovan Bratislava – BATE Borisov (20:30 Uhr)

Franz Straka ist ein emotionaler Mann. Der Trainer Bratislavas versteckt seine Gefühle auf dem Platz nicht gerne und jagt durch seine Coachingzone. Auch vor dem Spiel gegen den weißrussischen Serienmeister will sich der Trainer nicht verstecken: "Borisov ist extrem gefährlich, aber theoretisch auch der machbarste Gegner. Wir werden nichts zu verlieren haben, wir können nur gewinnen."

In Slowenien schielt man ganz besonders auf die zusätzlich Einnahmen aus der Königsklasse. Mehr als zwei Millionen Euro könnte man sich in den beiden Spielen gegen Borisov sichern. Geld, das wichtig ist, um Slovan weiter zu einem "Zeichen der Qualität" zu machen, wie Straka die Ziele formuliert.

Leicht wird es allerdings nicht. Der Gegner steht nach 21 ausgetragenen Ligaspielen voll im Saft, ist eingespielt und besonders im Mittelfeld sehr erfahren. Für den 36-jährigen Kapitän Dmitri Likhtarovich könnte es bereits der 45. Einsatz in der Champions League werden.

Standard Lüttich – Zenit St. Petersburg (20:30 Uhr)

Zwei Neuzugänge und ein überragender Start in die neue Saison lassen die Fans aus St. Petersburg vom ganz großen Wurf träumen. Ezequiel Garay wurde der internationalen Konkurrenz vor der Nase weggeschnappt, mit Javi Garcia kam ein erfahrener Mann aus der Premier League. Nach vier Spielen in der Liga sind es schon zwölf Punkte, sowie 13 Tore für Zenit – Lüttich soll nur Durchgangsstation zu Größerem werden.

Dabei könnte jedoch eine Sperre schwer wiegen. Axel Witsel verpasst das Hinspiel und damit auch ein Wiedersehen mit den alten Teamkameraden aus Belgien. Diese haben derzeit aber ohnehin andere Probleme. Eine 5:2-Niederlage gegen Mouscron hat Trainer Guy Luzon früh die CL-Stimmung versaut: "Wir haben viele Bälle dumm verloren, im Moment haben alle Spieler Lüttichs unter ihrem Niveau gespielt. Wir müssen schnell vor Zenit eine Lösung finden."

Die Lösung könnte Geoffrey Mujangi Bia sein. Der Rechtsaußen erzielte in der laufenden Saison bereits drei Treffer in zwei Spielen, wurde zuletzt aber nicht mehr in den Kader berufen. Ein ebenso verhinderter Hoffnungsträger ist Neuzugang Ricardo Faty. Der defensive Mittelfeldmann wird wohl gegen die Russen noch nicht zum Einsatz kommen können.

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