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Wenger kritisiert die Sanktionen der UEFA und fordert klarere Strafen. Auch die mögliche Meisterschaft der Citizens sieht er kritisch und hat eine kontroverse Lösungsidee.

London. Arsenal-Coach Arsene Wenger fordert eine konsequentere Vorgehensweise der UEFA und verlangt, dass Manchester City für seinen Verstoß gegen das Financial Fair Play aus der Champions League ausgeschlossen wird. City wurde für die zu hohen Verluste zuletzt zu einer Geldstrafe sowie strengeren Kader-Vorschriften verdonnert.

Der Tabellenführer der Premier League hatte, genau wie PSG, zwischen den Jahren 2011 und 2013 mehr Verluste verzeichnet als von der UEFA zugelassen, weshalb beide Klubs eine Strafe von 60 Millionen Euro bezahlen müssen. Außerdem dürfen sie in der Champions League in der kommenden Saison nur 21 statt 25 Spieler in den Kader nominieren, von denen acht lokal und vier im Verein ausgebildet sein müssen.

Für Wenger allerdings nicht genug, wie er monierte: "Man würde doch denken, dass man beim Wettbewerb mitmachen darf, wenn man die Regeln akzeptiert - und nicht mitmachen darf, wenn man die Regeln nicht akzeptiert. Das würde jeder verstehen. Ich würde mir eine einfachere, sinnvollere Strafe wünschen. Aber sie haben den Fall sicher lange studiert, um das richtig zu machen."

Dennoch forderte Wenger weiter: "Es gibt Regeln. Entweder man respektiert sie oder man respektiert sie nicht. In dem Fall muss man bestraft werden. Wenn die UEFA die Klubs nicht aus der Champions League ausschließen will, müssen sie eine raffiniertere Strafe finden. Für mich und alle anderen Außenstehenden, sieht das nach einer komplizierten Sanktion aus."

Wenger: City-Meisterschaft mit Beigeschmack

Doch der Franzose hörte bei der Königsklasse nicht auf. So habe es einen Beigeschmack, dass der mutmaßliche neue englische Meister Man City gegen UEFA-Regeln verstoßen hat: "Natürlich ist das irgendwie falsch, aber das sage ich ja schon seit Jahren. Es gibt hier zwei Wege: Entweder man sagt, dass es egal ist und wir die Milliardäre haben wollen, die ausgeben was sie wollen, oder man versucht, den Wettbewerb fair zu halten."

Im aktuellen System aber hätten die Klubs einen klaren Nachteil, die genauer auf die Gehälter schauen müssen: "Wenn man heute sagen würde, wir geben jedem 100 Millionen Pfund (122 Millionen Euro, d. Red.), wäre das okay für mich. Das wäre ein fairer Wettbewerb." So aber hatte der Franzose einen anderen Vorschlag - die Gehälter der Spieler müssten veröffentlicht werden: "Darauf läuft es am Ende hinaus."

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