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Pragmatiker Mourinho wehrt sich gegen Kritiker: "Dumm"

Der Portugiese verteidigt seine Taktik gegenüber Kritik aus den Medien. Andere "Philosophen" wären im Falle seiner Mannschaft "dumm" und mit wenig Aussicht auf Erfolg.

London. Jose Mourinho verteidigt seine Defensivtaktik aus den letzten Spielen gegen Liverpool und Atletico Madrid in der englischen Liga und der Champions League. Er habe sich lediglich auf Chelseas Stärken besonnen. Mehr Offensive hätte zu Niederlagen geführt und wäre somit eine "dumme" Idee gewesen.

"Wissen Sie, im Moment gibt es so viele Philosophen im Fußball. Leute, die viel mehr verstehen als ich, Leute mit fantastischen Theorien und Philosophien. Es ist unglaublich", bemerkte der Portugiese bissig gegenüber englischen Medien.

Er selbst halte es da eher mit der Wirklichkeit: "Die Realität ist, dass ein Team, dass nicht gut verteidigt oder sehr viele Tore schießt, wenn es viele Gegentreffer kassiert, schnell Probleme bekommt." Jede Mannschaft brauche Balance in ihrem Spiel, um erfolgreichen Fußball abzuliefern.

Mou: Offensives Spiel gegen Kontermannschaften? Dumme Idee!

Mourinho hingegen hat eine ganz einfache Auffassung von Fußball: "Wenn der Gegner den Ball hat, müssen wir versuchen, ihn am Torerfolg zu hindern. Haben wir hingegen den Ball, müssen wir versuchen, ein Tor zu schießen. Das ist Fußball, zumindest der Fußball, den ich kenne."

Um dieses Ziele zu erreichen, müsse er sich immer an den Stärken seiner Mannschaft orientieren. Schon früher hätte man ihn für seine hohen und langen Bälle kritisiert. "Wenn ich aber einen Torwart wie Peter Cech habe, der die Bälle bis in den gegnerischen Strafraum schießen kann und ich einen Stürmer wie Didier Drogba habe, der jedes Kopfballduell gewinnt, warum sollte ich dann flach spielen? Weil ich dumm bin?", verteidigte sich der 51-Jährige.

Gleiches gelte für die Spiele gegen Liverpool und Atletico. Wenn Mannschaften sehr konterstark seien und Platz hinter der gegnerischen Abwehrreihe bräuchten, warum solle man ihnen diesen Platz gewähren? Auch das sei eine dumme Idee.

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