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Die Spieler und Verantwortlichen waren nach dem Ausscheiden gegen die Königlichen bedient. Sie versuchten auch erst gar nicht, die Niederlage schön zu reden.

München. Im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Real Madrid war der FC Bayern München chancenlos. Nach der 0:4-Heimklatsche sprach Karl-Heinz Rummenigge von einem "Debakel".

Der Vorstandsvorsitzende ging hart mit der Mannschaft ins Gericht. "Wir haben ein Stück zu wenig Leidenschaft in die Waagschale geworfen, um den Gegner damit in Probleme zu bringen. Man muss eins klar und deutlich sagen: Real Madrid ist im Moment eine großartige Mannschaft. Und wir haben heute ein Stück weit unsere Grenzen aufgezeigt bekommen", analysierte Rummenigge. "Real Madrid hat uns in der Offensive nicht groß zur Entfaltung kommen lassen. Und sie haben uns in der Defensive mit ihren schnellen Spielern regelmäßig in Verlegenheit gebracht."

"Spiel zu offen gestaltet"

Kapitän Philip Lahm sprach von einer "großen Enttäuschung" und sah in der Taktik das Grundproblem. "Wir haben unser Spiel viel zu offen gestaltet. Heute ging das Spiel in der ersten Halbzeit nur hin und her. Das ist nicht unsere Spielweise, das ist die Spielweise, die Real mag", so Lahm. "Wir müssen uns alle hinterfragen. Aber wir dürfen jetzt nicht alles schlecht reden, was wir in den letzten zwei Jahren geleistet haben selbstkritisch."

Bereits nach 20 Minuten stand es 0:2. Beide Gegentreffer erzielte Ramos per Kopf nach Standardsituationen. Die Raumdeckung sei aber nicht das Problem gewesen. "Wir sind der Ansicht , dass das besser ist. Ich glaube, die Statistik der ganzen Saison gibt uns Recht. Dann ist es auch was Positives, weil nicht ein Mann schuld ist, wenn der Gegenspieler ein Tor macht, sondern weil man als Mannschaft verteidigt."

Robben dagegegn hielt sich nicht lange damit auf, das Spiel zu analysieren. Der Niederländer fasste den Abend mit wenigen Worten zusammen: "Heute haben wir 0:4 auf die Fresse bekommen, akzeptieren, nach Hause gehen, weinen, weiter."

"Größter Klub der Welt"

Gareth Bale blieb in den Begegnungen gegen Bayern torlos und musste viel Defensivarbeit verrichten. Für den Waliser kein Problem: "Du musst besondere Jobs für das Team in bestimmten Spielen erledigen. Jeder hat heute 100% gegeben. Egal, wer es war, sie haben alles gegeben und das hat sich ihm Resultat gezeigt."

Spätestens mit dem Spiel gegen die Bayern hat sich für Bale der Wechsel zu den Madrilenen bezahlt gemacht. "Ich wollte zum größten Klub der Welt kommen, um Titel zu gewinnen und große Spiele zu gewinnen. Aber wir haben noch nichts gewonnen, wir werden ein schweres Spiel im Finale haben, egal gegen wen es geht."

"Finale ist ein Traum"

Für den Doppeltorschützen Sergio Ramos ist die Finalteilnahme ein wichtiges Zeichen für den Verein. "Real Madrid ist zurück, wo es hingehört. Es war ein großartiges Spiel – perfekt! Wir haben dafür so hart gearbeitet", erklärte der Spanier bei TVE. Der Innenverteidiger beglich mit der Partie beim deutschen Rekordmeister zudem eine offene Rechnung "Die Champions League hat mir ein Spiel wie gegen Bayern geschuldet. Ein Finale zu spielen, ist ein Traum. Ich hatte bisher noch nie die Chance."

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