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Der Vorstandsboss der Bayern glaubt an seinen Trainer: Pep werde "den Schlüssel finden", um den Finaleinzug noch zu schaffen. Es wäre eine "unglaubliche Leistung."

München. Der FC Bayern München steht vor der bisher größten Herausforderung unter Pep Guardiola. Nach der 0:1-Pleite im Hinspiel soll am Dienstag gegen Real Madrid (20:45 Uhr im LIVE-Ticker bei Goal) über den Einzug ins Endspiel der Champions League gejubelt werden. Karl-Heinz Rummenigge ist optimistisch: "Wir können es packen."

Der Vorstandsboss gestand im Interview mit dem Kicker zwar ein, dass es schwierig werde. Dennoch sei er "weit davon entfernt zu sagen, dass wir keine Chance mehr aufs Finale haben. Im Rückspiel wird das gesamte Stadion hinter der Mannschaft stehen", setzt er auf die Unterstützung des Publikums.

Großen Anteil am Optimismus des 58-Jährigen hat der Trainer: "Pep Guardiola wird den Schlüssel finden, ich habe totales Vertrauen zum Trainer und zu den Spielern." Er ist überzeugt: "Die Madrilenen wissen, was auf sie zukommt."

Finalgegner? "Völlig egal"

Sollte die Wende tatsächlich gelingen, ist Rummenigge in Lissabon jeder Gegner recht. "Das ist mir völlig egal", betont er. Sicher sei, dass das Erreichen "eine unglaubliche Leistung" wäre: "FC Bayern summa cum laude." Ein Scheitern dieser Mission würde das Gesamtbild der Entwicklung an der Säbener Straße keineswegs schmälern.

"So wunderbar diese drei, letztlich sogar fünf Titel 2013 waren - es muss jedem klar sein, dass sie nicht die Norm sein können." Man sei gerade dabei, die "Zyklen" zwischen den Trophäen zu reduzieren. "Ich kann mich an keine Mannschaft erinnern, die im Jahr nach dem Triple noch die Voraussetzungen dafür zu diesem Zeitpunkt hatte."

Dabei mitzuhelfen, diese "wunderbare sportliche Performance zu konservieren", soll auch im nächsten Jahr wieder Mario Mandzukic. Trotz der Ankunft von Robert Lewandowski. "Er sagte mir kürzlich in einem Gespräch ganz klar, dass er bleiben möchte. Ich bin froh darüber. Mario hat einen hohen Stellenwert", betonte Rummenigge, der sich überdies von der weniger spektakulären Verpflichtung Sebastian Rodes viel erwartet: "Auch bei Jens Jeremies oder Hasan Salihamidzic glaubte keiner, dass sie eine so große Rolle hier spielen würden."

Peps Genialität

Ob Rode sich durchsetzen kann, hängt letztlich von Guardiolas Entscheidungen ab. Was den Spanier so "genial" macht? "Die Mannschaftsführung, seine Fußball-Philosophie, seine Ideen, etwa Lahm auf die Sechs zu stellen. Er analysiert den Fußball, wie ich es noch nie erlebt habe. Er seziert den Gegner."

So soll er auch im Duell mit Real die zündende Spielidee finden, um die Königlichen zu knacken. Rummenigge erinnert sich an das Viertelfinale-Rückspiel gegen Manchester United. Damals habe Guardiola am Morgen des Spieltags über den Schlüssel gegrübelt - und war schließlich doch noch erfolgreich: "Am Nachmittag sprachen wir noch einmal, da war Pep ganz entspannt und sagte: Ich glaube, jetzt habe ich ihn gefunden."

Verraten wollte Rummenigge nicht zu viel: "Das ist das große Geheimnis. Es ist nicht einfach für die Gegner, die DNA des FC Bayern zu entschlüsseln."

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