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Pressestimmen zur Bayern-Niederlage: "Eine Bestie, die man nicht fürchten muss"

Nach der Niederlage des FCB im Santiago Bernabeu werfen wir einen Blick auf die internationalen Pressestimmen. Vor allem Bayerns Harmlosigkeit steht dabei in der Kritik.

Madrid. Der FC Bayern München musste sich im Hinspiel des Champions-League-Halbfinals gegen Real Madrid mit 0:1 geschlagen geben, konnte sich dabei trotz hohem Ballbesitzanteils kaum Chancen erspielen. Das Medien-Echo fällt entsprechend negativ aus. Die Pressestimmen aus Europa:

DEUTSCHLAND

Der Tagesspiegel: "Viel Ballbesitz, wenig Ertrag: Der FC Bayern dominiert in Madrid, die besseren Chancen aber besitzt Real. Und eine davon nutzen die Spanier zum Sieg im Halbfinal-Hinspiel der Champions League. Noch aber ist alles drin für die Münchner. Früher einmal stand der Name Real Madrid für 90 Minuten Zauber und Spektakel. Am Mittwochabend waren es eher Begriffe wie Kontrolle und Ordnung, die einem zum Spiel des spanischen Rekordmeisters einfielen, das Spektakel beschränkte sich im Halbfinal-Hinspiel der Champions League auf drei, vier Aktionen. Diese wenigen Momente genügten Real aber, um den FC Bayern München mit 1:0 (1:0) zu besiegen."

Abendzeitung München: "Ribery: Wann dreht er endlich wieder auf? Als Franck Ribery ging, gab’s vom Bernabeu zum Abschied: ein Pfeifkonzert. Warum eigentlich? Normalerweise lässt man das Spielern zuteil werden, die der eigenen Mannschaft weh getan haben. Sei es mit einem Gegentor oder vielleicht einem versteckten Tritt gegen den Publikumsliebling. Doch Ribery hatte im Halbfinal-Hinspiel bei Real Madrid nichts dergleichen getan."

Süddeutsche Zeitung: "Guardiolas Plan bringt Bayern in Bedrängnis - Viel, viel, viel Ballbesitz, aber die erste gute Torchance nach 84 Minuten: Der FC Bayern verliert das Hinspiel im Champions-League-Halbfinale bei Real Madrid 0:1. Trainer Pep Guardiola scheitert mit seinem Plan, den Gegner festzuzurren - weil Real sich immer wieder mit schnellen Kontern befreit."

kicker: "Vorteil Real - FCB mit viel Ballbesitz, aber wenig Ideen! Der FC Bayern München hat das Halbfinal-Hinspiel der Champions League bei Real Madrid mit 0:1 verloren. Der Titelverteidiger hatte deutlich mehr Ballbesitz und optische Vorteile, doch im Angriff fehlte die Durchschlagskraft. Erst mit Müller und Götze wurde es druckvoller, ein Treffer gelang aber nicht mehr. Die Königlichen setzten auf Konter und machten dies glänzend: Benzema traf in Hälfte eins, Cristiano Ronaldo und di Maria ließen für Real eine bessere Ausgangsposition für das Rückspiel liegen."

SPANIEN

Marca: "Das war eine Bestie, die man nicht fürchten musste. Die Bayern sind doch eine irdische Mannschaft."

AS: "Ein goldenes Tor gegen die schwarze Bestie gibt den Weißen grünes Licht fürs Finale."

El Mundo Deportivo: "Bayern ähnelt immer mehr Barca. Hätten die Bayern rot-blaue Trikots angehabt, hätte niemand etwas gemerkt. Oder doch. Es fehlte nämlich ein Lionel Messi, der den Unterschied ausmacht. Es war ein Duell zweier Fußballstile, zwischen dem Ballbesitz-Fußball Guardiolas und dem Konterfußball Ancelottis. Es gibt Argumente für beide. Aber näher an Lissabon ist im Moment Real. Dieses 1:0 in München zu verteidigen, wird aber nicht einfach."

Sport: "Real hat den Pep-Fluch gebannt, doch Guardiola will Revanche in München. Im Rückspiel ist noch alles offen, die Barca-Fans drücken Guardiola die Daumen."

ENGLAND

Daily Mail: "Die Verschwender Ronaldo und di Maria verpassen die Chance, Real aus Bayerns Sichtweite zu schießen. Guardiola verliert zum ersten Mal als Trainer im Bernabeu."

Daily Mirror: "Spanische Riesen erringen dank Benzema einen hart umkämpften Sieg. Der Titelverteidiger hatte zwar mehr Ballbesitz, blieb aber harmlos."

The Telegraph: "Brillanter Alonso hält Reals Traum am Leben. Die Spanier nehmen nach Benzemas Treffer Kurs auf "La Decima"."

FRANKREICH

L'Equipe: "Real hat sich dank Benzema einen kleinen Vorteil gegen dominante Bayern erspielt."

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