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Paul Breitner: Bayern München fehlen Jahre zu Real Madrid

Der FCB-Markenbotschafter sieht die Münchner abseits des Platzes noch hinter Real. Im CL-Halbfinale geht er aber von einem Sieg aus, sollten beide Teams Normalform erreichen.

München. Paul Breitner sieht den FC Bayern München abseits des Platzes noch nicht auf Augenhöhe mit Real Madrid. Zwar traut der FCB-Markenbotschafter den Münchnern den Finaleinzug in der Champions League gegen die Königlichen zu, insgesamt fehle Bayern aber noch ein Stück zu Real.

"Was die Beliebtheit von Fußballklubs weltweit angeht, ist Real Madrid nach wie vor die Nummer eins. Man muss bedenken, dass Real in den 50er Jahren mit fünf Triumphen im Landesmeistercup seinen Ruhm und Stellenwert im Weltsport begründet hat", betonte Breitner im Interview mit fcbayern.de.

Die 50er Jahre, so Breitner weiter, "und der langjährige Präsident Santiago Bernabeu- der einzige weise Mensch, den ich in meinem Leben kennen gelernt habe - diese beiden Faktoren haben Real Madrid in diese Höhen geführt. Beim FC Bayern sind wir auf einem guten Weg, brauchen aber sicher noch einige Jahre, um vielleicht gleichzuziehen."

Breitner: Bei Normalform Bayern weiter

Sportlich sehe das allerdings schon jetzt anders aus. "Es kommt nur darauf an, zur Normalform zu finden. Wenn beide Mannschaften ihre Normalform haben, kommen wir weiter, weil wir besser sind", versprach der 62-Jährige, der in jedem Fall eine hitzige Partie erwartet: "In allen Spielen zwischen Real und Bayern ist Feuer drin. Deswegen wird es auch am Mittwoch wieder heiß hergehen. Das gehört dazu."

Gleichzeitig gehe Real selbstbewusst in das Halbfinale: "Aus Madrid höre ich das Gleiche wie aus München: 'Wir werden weiterkommen!' Jede Seite denkt, die andere sei ein bisschen schwächer. Es gibt ja Parallelen zwischen den letzten zwei, drei Wochen beider Klubs. Real hat, wie der FC Bayern, durchgeschnauft. In Dortmund hätten sie vier, fünf, sechs Gegentore kassieren und ausscheiden müssen."

Allerdings rechnet Breitner nicht damit, derartiges am Mittwoch zu erleben: "Real Madrid und der FC Bayern wissen beide, wann es gilt, sich absolut zu konzentrieren, und wann man einfach mal ein bisschen loslassen muss. Ich glaube, der Respekt ist beiderseitig gleich groß."

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