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Karl-Heinz Rummenigge: "Es ist keine Wohlfühloase bei uns"

Nach der Kritik von Sammer am Umgangston bekommt dieser Gegenwind innerhalb der Vorstandsetage. Rummenigge legt den Fokus auf das Finale der Königsklasse in Lissabon.

München. Am Mittwochabend sicherte sich Bayern München, nach einem klaren 5:1-Sieg gegen Zweitligist 1. FC Kaiserslautern, den Finaleinzug im DFB-Pokal. Trotzdem herrscht Unruhe an der Säbener Straße, ausgerechnet vor dem Spiel gegen Real Madrid in der Champions League.

Der Auslöser waren Aussagen von Sportvorstand Matthias Sammer nach Abpfiff. Der 46-Jährige kritisierte: "Ich glaube, wir gehen zu positiv, und zu lieb und zu nett in einer Kuscheloase miteinander um." Gegenüber Sky erklärte er zudem: "Wir sind glücklich, dass wir weiter sind, aber ich bin nicht glücklich, wie wir spielen. Ich habe das Gefühl, wir brennen nicht. "

Rummenigge: "Keine Wohlfühloase"

Sport1 fragte bei Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nach. Der 58-Jährige wies den Sammer-Vorwurf deutlich zurück: "Es ist keine Wohlfühloase bei uns!" Dass es beim Deutschen Meister aktuell nicht zusammenpasst, sieht Rummenigge ein: "Wir müssen kein Valium in die Veranstaltung reinschütten, um zu erkennen, dass wir bestimmte Dinge besser machen müssen."

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Vor dem ersten Aufeinandertreffen mit Real am 23. April mochte der Vorstandsboss nicht erneut auf die Wichtigkeit dieser Partie hinweisen. "Wir sind selbstkritisch genug, um zu wissen, dass wir einen Gang hochschalten müssen, um nächste Woche in Madrid den Grundstein zu legen", sagte Rummenigge.

Madrid im Vorteil?

Die Madrilenen überzeugten am selben Abend ohne ihren Superstar Cristiano Ronaldo im Finale der Copa del Rey. Sie besiegten Barcelona mit 2:1. Beim Erfolg gegen die Pfälzer konnten die Münchner nicht überzeugen. Trotz 73 Prozent Ballbesitz war es nicht leicht, wie Arjen Robben Sky sagte: "5:1 hört sich einfach an, aber das war es nicht, vor allem am Anfang."

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