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Sammer: Aussagen etwas "unglücklich"

Sammer sieht seine Aussagen bezüglich der Bundesliga im Nachhinein kritisch, die Pleite gegen den BVB als kleine Ohrfeige. Der FC Bayern müsse nun zurück zu alter Stärke finden.

München. Im Nachhinein schätzt Matthias Sammer die Aussagen, die Liga sei abgehakt, als unglücklich ein. Bei Sky90 sprach Bayerns Sportvorstand zudem über Pep Guardiolas Rotation, das Champions-League-Duell gegen Real Madrid und die Auswirkungen der Pleite gegen Dortmund.

Das deutliche 0:3 gegen Borussia Dortmund war für den FC Bayern bereits die zweite Bundesliganiederlage in Folge. Der letzte Sieg gelang den Münchnern in Berlin, als sie die 24. Deutsche Meisterschaft, die früheste aller Zeiten, sicherten. Im Anschluss betonten die Verantwortlichen jedoch, die Liga sei abgehakt. Aussagen, die Matthias Sammer mittlerweile kritisch sieht. "Vielleicht haben wir alle gesagt, der Wettbewerb ist abgehakt, das ist ein bisschen unglücklich", erklärte Bayerns Sportvorstand bei Sky90. "Aber du musst immer gedanklich im Rhythmus bleiben."

Vorwürfe, der FCB würde den Wettbewerb in der Bundesliga durch seine Radikalrotation verzerren, wollte Sammer so allerdings nicht gelten lassen. "Auch bevor wir Meister waren, haben wir sehr viel rotiert", sagte er. "Mit Rotation hat das nichts zu tun. Wir müssen einer möglichen Überbelastung Rechnung tragen. Ich finde es ausgezeichnet, dass Bayern auch mal den ganz Jungen die Möglichkeit gibt zu spielen."

Niederlage "eine kleine Ohrfeige"

Dennoch sei die Niederlage gegen den BVB "eine kleine Ohrfeige" gewesen. Man habe es nicht geschafft, "drei, vier Prozentpunkte untereinander herauszuholen, um das Spiel zu kontrollieren und dann den Rhythmus zu finden." Einen Rückschlag mit Blick auf die anstehenden Halbfinals im DFB-Pokal und der Champions League sieht Sammer jedoch nicht. 

Ab sofort sei es wichtig, "sowohl was das Gedankliche betrifft als auch die Art Fußball zu spielen, dass wir zu dem zurückkehren, was uns stark gemacht hat. Wir dürfen nicht davor zurückschrecken, dass es auch mal kritisch konstruktiv werden kann oder auch mal wieder rauschen kann. Die Diskussion muss dahingehend geführt werden, eine Einheit zu bilden, eine Mannschaft zu sein, und dass einer für den anderen da sein muss."

Keine Aussagen zu Differenzen mit BVB

Speziell mit Blick auf das Duell gegen Real Madrid und Weltfußballer Cristiano Ronaldo hofft Sammer, bald wieder den alten FC Bayern zu sehen: "Es gilt jetzt nicht so sehr über Real Madrid zu reden, sondern wir müssen zu unserer Leistungsstärke zurück. Wenn es dann stimmt, werden wir ihn (Ronaldo, Anm. d. Red.) stoppen können, wenn nicht, dann möglicherweise nicht."

Zum weiter schwelenden Streit zwischen den Oberen des FC Bayern und von Borussia Dortmund wollte Sammer dagegen nichts mehr sagen.

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