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FC Bayern München: Mit Souveränität Richtung Titelverteidigung

Im Achtelfinal-Rückspiel hatte die Guardiola-Elf am Ende weniger Probleme als befürchtet. Die Gunners erwiesen sich als schlechte Verlierer.

Aus der Allianz Arena berichtet Fabio Porta

Viertelfinale! Der FC Bayern München lässt sich auf dem Weg zur Titelverteidigung vom FC Arsenal nicht aufhalten. Die Londoner kündigten im Vorfeld großspurig an, anzugreifen, alles zu geben. Auf dem Platz blieb davon wenig übrig. Die Elf von Pep Guardiola hatte beim 1:1 kaum Mühe, die Engländer zu kontrollieren, bis Lukas Podolski die Gemüter erhitzte.

Auf dem Aufstellungszettel gab es erneut die eine oder andere Überraschung: Toni Kroos und Thomas Müller saßen auf der Bank, Philipp Lahm agierte wieder auf der rechten Abwehrseite. Nach nur wenigen Minuten sorgte auch die Taktik des FC Arsenal für Verwunderung. Statt eines Sturmlaufs hielt sich die Truppe von Arsene Wenger zurück und hatte kein großes Interesse, die Partie offen zu gestalten.

Die Gastgeber hatten damit zunächst Probleme, denn der Gegner verteidigte geschickt und ließ kaum Chancen zu. Offensiv war die Vorstellung von Mesut Özil und Co. aber dürftig. Besonders der Nationalspieler trabte lethargisch über den Platz und verletzte sich zu allem Überdruss. Nach der Halbzeit war Schluss, verletzt droht ihm wohl eine längere Denkpause.

Schweinsteiger weckt Arsenal auf

Es musste also ein Tor her, und das fiel nicht für Arsenal. Franck Ribery tanzte einmal mehr Bacary Sagna aus und sah dann Schweinsteiger, der im Fünfer völlig blank stand und zum 1:0 traf. Ein Weckruf für die Wenger-Elf, denn plötzlich zeigte sie viel mehr Präsenz in den Duellen und nahm den Kampf an - in Person von Podolski.

Der Nationalspieler sorgte mit seinem vermeintlichen Rempler für die Szene des Spiels: "Ich hab damit gerechnet, dass abgepfiffen wird. Für mich war das ein Foul", meinte Manuel Neuer nach der Partie. Es war ein Zweikampf zwischen Lahm und Podolski im Strafraum der Bayern. Letzterer berührte den Bayern-Kapitän, sodass dieser zu Fall kam. Der Schiedsrichter ließ weiterlaufen, der Rest ist bekannt.

Podolski sorgte in Minute 57, kurz nach der Münchner Führung, vermeintlich für etwas Spannung. Fortan wurde er bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen und die Partie ruppiger: "Dass sich die Bayern beschweren, war klar", erklärte der Nationalspieler, der nicht der Meinung war, Lahm gefoult zu haben.



Insgesamt war es eine sehr intensive zweite Hälfte, die wenig Spielfluss zu bieten hatte. Nach dem Seitenwechsel war die Partie eher von Fouls und jammernden Spielern geprägt, die mit der Schiedsrichterleistung nicht zufrieden waren. Man wusste nicht genau, in welche Richtung sich das Spiel bewegt. Das Ergebnis schien allerdings nur auf dem Papier gefährlich: "Die großen Chancen hatte Arsenal nach dem 1:1 nicht mehr und ab der 80. Minute hat man auch gemerkt, dass wir das Spiel über die Zeit bringen", so Neuer. Recht hatte er, denn außer Einsatz zeigte Arsenal zu wenig; insbesondere vor dem gegnerischen Tor.

Hinzu kamen einige Szenen von Arjen Robben, die Arsene Wenger auf die Palme brachten: "Ein Schwalbenkönig", kritisierte der Coach den Niederländer. Und gegen Ende der Partie gab es sogar noch die Chance für die Bayern, auch dieses Spiel zu gewinnen. Thomas Müller versagten vom Punkt aber die Nerven. Neuer machte sich aber für die Zukunft keine Sorgen: "In den richtigen Momenten werden wir wieder treffen."

Kein Maßstab

Insgesamt war es nicht die beste Partie des FC Bayern, dafür leistete man sich zu viele Unachtsamkeiten. Die Erkenntnis nach diesem Achtelfinale ist jedoch klar: Der FC Arsenal mag sich im Vergleich zur letzten Saison verbessert haben, für den Triple-Gewinner reicht es trotzdem nicht. Zu dünn ist der Kader, der die Ausfälle von Jack Wilshere und Aaron Ramsey nicht abfangen kann, zu schwach sind die Leistungen von Özil derzeit. Hinzu kommt der große Respekt, der vor allem in der Allianz Arena zu spüren war.

Anstatt etwas zu riskieren wurde das 0:2 aus dem Hinspiel verteidigt. Für den FC Bayern heißt dies: Entspannt zurücklehnen und das Viertelfinale abwarten: "Wir schauen uns in den weiteren Rückspielen die Gegner an und werden dann sehen, was die Losfee macht. Real Madrid wird immer dazugehören", erklärte Neuer, bevor er mit einem breiten Grinsen die Katakomben verließ.

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