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Das Spiel in der Champions League gegen Real Madrid ist für die Schalker das Highlight der Saison. Da stört nicht einmal die verpatzte Generalprobe gegen Mainz.

Gelsenkirchen. Schalke 04 hat beim 0:0 gegen den FSV Mainz 05 erstmals in der Rückrunde Punkte liegen lassen. Doch nach dem Schlusspfiff drehte sich alles schon um das Champions-League-Achtelfinale gegen Real Madrid.

Der Ärger über die ersten verlorenen Punkte im Jahr 2014 war bei Schalke 04 schnell verflogen. Die Superstars von Real Madrid und das Spiel des Jahres bestimmten schon kurz nach dem 0:0 gegen den FSV Mainz 05 die Gedanken der Königsblauen.

"Von solchen Spielen träumt man schon als kleines Kind"

Dass gerade die Siegesserie gerissen und der Sprung auf den dritten Platz missglückt war, schien niemanden mehr zu stören. Der Glanz der Königlichen strahlte bereits durch die Katakomben der Schalker Arena. "Von solchen Spielen träumt man schon als kleines Kind", sagte Nationalspieler Julian Draxler, der nach mehr als zweimonatiger Zwangspause gerade rechtzeitig für den Knüller gegen den spanischen Rekordmeister sein Comeback gegeben hatte.

25 Minuten durfte der heftigst umworbene 20-Jährige schon gegen die taktisch äußerst disziplinierten und spielstarken Mainzer mitwirken. Dass er nach auskurierter Oberschenkelverletzung noch weit von seiner Normalform entfernt war, merkten nicht nur die 60.952 Zuschauer, sondern auch Draxler selbst.

"Es fehlt noch an allem: Spielrhythmus, Gedankenschnelligkeit, Spritzigkeit", zählte der Mittelfeldspieler auf. Beim "Highlight für alle" gegen Cristiano Ronaldo und Co. hofft er, "so lange wie möglich spielen" zu können. Schließlich habe man sich für Spiele wie dieses "abgerackert, um in die Champions League zu kommen".

Draxler wird keine Gerüchte mehr kommentieren

Wie lange das hochtalentierte Schalker Eigengewächs noch in Königsblau gegen solche Hochkaräter wie Real Madrid und nicht für sie spielt, bewegt die Fans mehr als manches Bundesliga-Ergebnis. Er habe sich in der Winterpause entschieden zu bleiben, sagte Draxler: "Etwas anderes stand eigentlich auch gar nicht zur Diskussion."

Das Angebot des FC Arsenal über angeblich 30 Millionen Euro hatte Schalke abgelehnt. Nach Saisonende jedoch kann Draxler für die festgeschriebenen 45,5 Millionen Euro Ablöse wechseln - wenn er will. Zum kolportierten Interesse des deutschen Rekordmeisters Bayern München wollte er sich nicht äußern: "Ich habe mir vorgenommen, keine Gerüchte mehr zu kommentieren. Sonst stehe ich jede Woche hier."

Zwei schwierige Partien stehen vor der Tür

Mit Ronaldo, Gareth Bale oder Xabi Alonso im Kopf dachten Draxler und Co. nicht mehr lange über ihre verpasste Chance nach. Dabei wäre der fünfte Sieg in Folge nicht nur der beste Rückrundenstart seit 2002 gewesen. Das Spiel gegen Mainz war rein sportlich auch das wichtigste in diesen Tagen.

Denn die Chancen, gegen die übermächtigen Königlichen in der Champions League weiterzukommen, sind genauso gering wie die, am kommenden Samstag beim Bundesliga-Dominator FC Bayern zu punkten. "Samstag spielen wir gegen die beste Mannschaft der Welt und am Mittwoch gegen eine, die nicht weit davon entfernt ist", meinte Heldt: "Die haben schon ganz andere versucht zu knacken."

Nicht zu knacken waren am Freitagabend die hervorragend organisierten Mainzer. Dass das Team von Trainer Thomas Tuchel nicht alle drei Punkte mitnahm, lag vor allem am erneut starken Schalker Torhüter Ralf Fährmann. "Ralle hat uns den Punkt gerettet", gab Mittelfeldspieler Roman Neustädter zu. Tuchel freute sich über seine "sehr mutige, sehr selbstbewusste" Mannschaft und strahlte über das ganze Gesicht: "Mal sehen, wo das noch hinführt."

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