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König "Leo I. von England": Messi bricht den Insel-Fluch

Sieben Jahre konnte der FC Barcelona in der Champions League nicht mehr in England gewinnen. Der wiedererstarkte Lionel Messi machte es gegen Manchester City möglich.

Barcelona. Der FC Barcelona gewann dank Superstar Lionel Messi das Gipfeltreffen bei Manchester City 2:0. Ausgerechnet der Ex-Münchner und Martin Demichelis spielte den Katalanen in die Karten.

Nachdem der neue König von England den Inselfluch des FC Barcelona gebannt und Manchester City fast schon aus der Champions League geschossen hatte, richtete Lionel Messi gleich eine Kampfansage in Richtung des Titelfavoriten Bayern München. "Ich komme nach und nach immer besser in Form", sagte Messi nach dem souveränen 2:0 im Achtelfinal-Hinspiel gegen die Citizens. Das Rückspiel in Spanien dürfte nichts weiter als eine Zwischenstation auf dem Weg zum ganz großen Ziel sein - das Finale in Lissabon.

"Habe meine Leidenschaft nicht verloren"

Messi glänzte nicht gegen Manchester. Doch dem Zauberfuß reichte ein lichter Moment, um seine Klasse und Gefahr zu beweisen. Ballannahme, kurze Täuschung, schneller Antritt und weg war der Argentinier. Auf dem Weg zum Tor konnte ihn sein Landsmann Martin Demichelis nur durch ein Foul stoppen.

Während der ehemalige Bayern-Profi nach seiner Roten Karte in die Kabine schlich, war der fällige Elfmeter dann natürlich Chefsache. Messi verwandelte sicher und rügte hinterher seine Kritiker, die vor dem Spiel meckerten, der viermalige Weltfußballer schlurfe in letzter Zeit nur noch freudlos über den Platz. "Ich habe meine Leidenschaft sicher nicht verloren", sagte der 26-Jährige, der nach einem Muskelriss erst seit Anfang Januar wieder fit ist. Und nun langsam wieder ins Rollen kommt.

"Solche Fehler werden auf diesem Niveau immer bestraft"

Mit seinem erst zweiten Tor im zehnten Spiel bei einem Klub auf der Insel leitete Messi den nie gefährdeten Sieg gegen den Tabellendritten aus der Premier League ein. Die Sportzeitung Marca ernannte ihn danach zum König "Leo I. von England". Nie zuvor konnte Barca in Manchester ein Spiel gewinnen. Zuletzt hatten die Katalanen in der Champions League vor sieben Jahren auf der Insel gewonnen (1:0 beim FC Liverpool). Kurz vor Schluss machte Dani Alves alles klar.

Manchesters Teammanager Manuel Pellegrini hatte den Schuldigen für die herbe Pleite und das fast sichere Aus in der Königsklasse schnell ausgemacht - Demichelis. "Wir dürfen uns solche Fehler nicht leisten. Die werden auf diesem Niveau immer bestraft", sagte der Chilene mit einer Zornesfalte auf der Stirn: "Bis zum Elfmeter hatte Barcelona keine Torchancen."

Barca kommt endlich ins Rollen

Zudem musste der hüftsteife Demichelis den Spott der Fans ertragen, die sich im Internet über den langsamen Verteidiger lustig machten. Bei Twitter suchten sie nach Dingen, die schneller sind als er. Faultiere und Schildkröten waren noch die harmlosesten Vorschläge.

Bei Barca freute man sich dagegen über die wiedergewonnene Dominanz im Tiki-Taka-Spiel. Messi und Co. hatten gegen City 62 Prozent Ballbesitz, spielten doppelt so viele Pässe wie die Engländer. "Uns war vor dem Spiel klar, dass wir ihnen die Stärke nehmen können, wenn wir selbst oft im Ballbesitz sind", sagte Barca-Trainer Gerardo Martino. Und wie Messi hat sich auch sein Trainer für die nächsten Wochen einiges vorgenommen: "Wir müssen unseren Weg weitergehen. Es gibt jetzt keine Zeit durchzuschnaufen." Barca kommt mit König "Leo I. von England" langsam in Form.

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