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Özil und Co. wollen Bayern ärgern: "Wissen, wie wir sie besiegen können"

Der deutsche Rekordmeister fliegt am Dienstag mit viel Selbstvertrauen nach London. Der Gastgeber mit seinen drei deutschen Nationalspielern wittert trotzdem eine Chance.

München. Für Bayern München ist es die erste echte Herausforderung des Jahres, für den FC Arsenal die große Chance zur Revanche: Die Gunners mit den drei deutschen Nationalspielern Mesut Özil, Per Mertesacker und Lukas Podolski wollen dem scheinbar übermächtigen Triple-Sieger bei der Neuauflage des Achtelfinales in der Champions League ein Bein stellen - und sehen dabei durchaus gute Chancen.

"Wir brauchen zwei perfekte Spiele gegen sie. Aber wir wissen jetzt, wie wir sie besiegen können. Und mental sind wir in einer besseren Verfassung als letztes Jahr. Wir wollen in dieser Saison etwas Besonderes erreichen, deshalb wollen wir auch den Besten schlagen", sagte Mertesacker vor dem Hinspiel am Mittwoch (20.45 Uhr/Liveticker bei Goal) in London gegen den Titelverteidiger im Brustton der Überzeugung.

Neuauflage des letztjährigen Achtelfinals

Im vergangenen Jahr war Arsenal am deutschen Fußball-Rekordmeister und späteren Sieger nur knapp gescheitert (1:3/2:0). Diesmal will es der Zweite der Premier League, der sich am Sonntag durch ein 2:1 im FA-Cup gegen den FC Liverpool zusätzliches Selbstvertrauen geholt hat, "besser machen. Damals haben wir ein Weiterkommen im Heimspiel vergeigt", betonte Podolski, Torschütze gegen Liverpool.

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Die Hoffnungen gegen den FC Bayern ruhen vor allem auf Spielmacher Özil, vor der Saison für 50 Millionen Euro von Real Madrid verpflichtet. "Ich bin ein Typ, der solche Spiele liebt", sagte der frühere Bremer und Schalker bereits. Er habe vor den Münchnern zwar "Riesen-Respekt. Sie sind im Vergleich zum Vorjahr noch einmal besser geworden. Aber wir werden uns nicht verstecken. In zwei Spielen ist alles möglich."

Özil mit Selbstbewusstsein

Özil war nach einem starken Start in England zuletzt in die Kritik geraten. Teammanager Arsène Wenger stellte sich aber öffentlich vor den Nationalspieler. Der 25-Jährige mache seine Sache "gut. Er hat sich gut eingefügt." Özil selbst erklärte, dass er derzeit "eine Reifeprüfung" erlebe: "Ich habe als Spieler so viel Selbstvertrauen, dass ich jetzt bereit bin, den nächsten Schritt zu machen."

Dies sollen auch die Bayern zu spüren bekommen. Und Wenger ist wie seine deutschen Profis guter Dinge: "Ich bin der Meinung, dass die Bayern noch im Kopf haben, da sie letztes Jahr am Ende gegen uns gewackelt haben. Jetzt sind wir mental besser vorbereitet, um in eine Partie von diesem Format zu gehen."

Lahm: "Werden nicht auf 0:0 spielen"

Aber auch der Dominator aus München fühlt sich nach 13 Siegen in Folge und 46 Spielen ohne Niederlage in der Liga gerüstet. Kapitän Philipp Lahm und Jerome Boateng reagierten am Montag jedoch auf das Ballyhoo gelassen. "Sprüche bringen nichts, wir müssen das auf dem Platz zeigen", sagte Boateng und fügte in Richtung Mertesacker mit einem Schmunzeln an: "Mal schauen, ob er das danach auch noch sagt."

Lahm kündigte auf jeden Fall schon einmal an, "dass wir nicht auf 0:0 spielen werden, wir wollen dort gewinnen. Aber das wird nicht einfach". Auch Trainer Pep Guardiola warnte seine Stars davor, die Liga als Maßstab zu nehmen: "Das ist ein anderer Wettbewerb, sehr speziell. Wir müssen eine tolle Vorstellung hinlegen, um weiterzukommen."

Abschlusstraining in München

Um dafür gerüstet zu sein, gab Guardiola seinen Spielern nach dem 4:0 am Samstag gegen Freiburg bis Montagnachmittag eineinhalb Tage frei. Zudem krempelte der Spanier die sonst übliche Vorbereitung der Münchner in der Königsklasse um. Das Abschlusstraining findet diesmal nicht vor Ort in London statt, sondern am Dienstagvormittag in München. Geflogen wird deshalb erst am Nachmittag.

Wenigstens steigt der Klubweltmeister wieder im noblen Hotel The Landmark ab. Dort gastierte er schon im vergangenen Februar vor dem Arsenal-Spiel, aber auch vor dem Champions-League-Triumph im Mai gegen Borussia Dortmund (2:1). Große Bedeutung misst diesem Umstand aber zumindest Neuer nicht bei: "Darum geht es nicht." Vielmehr geht es für die Bayern darum, gegen Özil und Co. die erste echte Herausforderung 2014 zu bestehen.

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