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Der Start in London verlief für den Innenverteidiger nicht ohne Probleme. Inzwischen hat er sich merklich weiter entwickelt und seinen Platz gefunden. Das nötigt Respekt ab.

London. "Per ist hinten eine Bank", lobt Nationalmannschaftskollege Manuel Neuer den langen Schlaks vom FC Arsenal im Kicker. Neuer weiß, dass dem FC Bayern nicht zuletzt wegen der beeindruckenden Form von Per Mertesacker ein schwerer Gang zu den Gunners bevor steht (Mittwoch, 20:45 Uhr im LIVE-Ticker bei Goal). Der Innenverteidiger selbst sieht sein gestiegenes Ansehen ganz nüchtern: "Ich bin angekommen."

Und wie er das ist: Seit seinem Wechsel von Werder Bremen nach London im Sommer 2011 hat sich Mertesacker - nicht ohne Rückschläge - sehr positiv entwickelt. Er wirkt deutlich mobiler als noch vor einigen Jahren, sein Bewegungsapparat hat merklich an Geschmeidigkeit gewonnen. Zudem ist es ihm geglückt, seine seit jeher vorhandene Begabung für intelligentes Stellungsspiel zu verfeinern. So weiß er seine Schnelligkeitsnachteile noch effektiver wettzumachen.

Zuspruch von Wenger

Einen großen Anteil an dem nach durchwachsener Debüt-Saison etwas verspäteten Durchbruch weist Mertesacker seinem Trainer Arsene Wenger zu: "Er hat immer gesagt, dass ich gut und smart genug bin, um mich anzupassen und schnell meine Qualitäten einzubringen. Und so ist es auch gekommen", drückt der 29-Jährige seine Dankbarkeit aus.

Wenger lobt am deutschen Nationalspieler besonders dessen "riesigen Siegeswillen" und die "außergewöhnliche Ausstrahlung". Er biete stets vollen Einsatz: "Ich erwarte von einem Spieler, dass er das Maximum aus sich herausholt. Und genau das tut Per", sagt der Elsässer.

Traumduo Koscielny/Mertesacker

Mit dieser maximalen Leidenschaft dirigiert Mertesacker die Defensive der Gunners - speziell an der Seite von Laurent Koscielny gelingt das mit bemerkenswerter Sicherheit. Der Deutsche und der Franzose standen in den letzten eineinhalb Jahren bei 36 Liga-Spielen gemeinsam in Arsenals Startelf. Bilanz: Nur 0,88 Gegentore im Schnitt und damit Bestwert unter allen Innenverteidiger-Duos in der Premier League.

Mertesacker betont, dass hinter dem Erfolg intensive Trainingsarbeit steckt: "Das Wichtigste ist, dass wir sehr gut auf dem Platz kommunizieren und das Spiel des anderen verstehen. Daran arbeiten wir täglich."

Die Lorbeeren für die meist stabile Defensive will er allerdings nicht ausschließlich für sich und Koscielny einheimsen: "Wir verteidigen mehr als Team, davon profitiere auch ich", verdeutlicht der WM-Dritte von 2006 und 2010.

Eine defensive Topleistung muss der FC Arsenal auch im Champions-League-Achtelfinale aufbieten, um gegen die Über-Bayern eine Chance auf das Weiterkommen zu haben. Respekt ist bei den Münchenern schon einmal vorhanden - speziell für Mertesacker: "Er ist ein wirklich guter Kerl. Und unter Arsene Wenger noch einmal stärker geworden", findet FCB-Kapitän Philipp Lahm.

"Unglaublich präsent und kommunikativ"

Genau wie Lahm ist auch Mertesacker inzwischen wieder eine bedeutende Rolle in der DFB-Elf zugedacht. Für die WM in Brasilien scheint der 95-malige Nationalspieler als einer der beiden Innenverteidiger gesetzt zu sein.

Bundestrainer Joachim Löw, der sich das Hinspiel-Duell zwischen Bayern und Arsenal am Mittwoch in London vor Ort anschauen wird, betont seine hohe Meinung von Mertesacker: "Per spielt in dieser Saison überaus konstant und strahlt eine große Souveränität aus. Er ist unglaublich präsent und kommunikativ - auf und neben dem Platz." Insbesondere seine totale Identifikation mit dem Team sowie seine Führungsqualitäten machen den 1,98 Meter langen Ex-Bremer zu einem ungemein wertvollen Spieler, so Löw weiter.

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