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Mario Balotelli: "Auf dem Platz handle ich wie Tyson"

Mario Balotelli sieht eine gewisse Ähnlichkeit zu Tyson, sein Hauptkampf ist aber der gegen Rassismus. Der Stürmer über den Papst, englisches Essen und seine Sicht auf die WM.

Mailand. In einem Interview mit der Zeitschrift FourFourTwo hat sich Mario Balotelli vom AC Milan mit Mike Tyson verglichen und von seinem Treffen mit Papst Franziskus berichtet. Gegen Rassismus will Balotelli weiter hart vorgehen und erklärte, was er aus England vermisst.

Schon immer hatte Balotelli großes Interesse an Kampfsportarten, als Kind war sein großes Vorbild Boxer Mike Tyson: "Es scheint mir manchmal so, als würde ich auf dem Feld wie er handeln." Allerdings sei sein größter Gegner kein einzelner Mann, sondern der Rassismus: "Das ist das einzige, was mich wirklich stört."

Daher unterstützte der Stürmer auch den heutigen Schalker und Ex-Rossoneri Kevin-Prince Boateng, der im vergangenen Jahr bei einem Testspiel den Platz nach rassistischen Gesängen der gegnerischen Fans verlassen hatte. "Ich würde es auch tun", so Balotelli: "Ich wuchs mit diesen Dingen auf und wenn ich ein Zeichen dagegen setzen kann, macht mich das stolz."

Auch im Glauben findet der 23-Jährige Zuflucht: "Ich glaube an Gott und das hilft mir, mich in bestimmten Zeiten zu beruhigen." Daher sei seine Begegnung mit Papst Franziskus ein besonderes Highlight gewesen: "Für mich bedeutet es viel, eine Audienz beim Papst gehabt zu haben. Ich habe viel von ihm gelernt. Er ist ein Mann, der einen tief inspiriert. Die Begegnung mit ihm trage ich tief in mir, aber ich werde nicht verraten über was wir gesprochen haben."

Englische Fans, englisches Essen

Was Balotelli dagegen offenbarte, war etwas Wehmut im Rückblick auf seine Zeit in der Premier League. Im vergangenen Winter war er nach zweieinhalb Jahren bei Manchester City zurück nach Italien gewechselt. "Die Zeit in England, die Fahrweise und das Essen dort, vermisse ich nicht", so der Stürmer: "Aber die Fans von City, auch wenn die Milan-Fans genauso fantastisch sind."

Insgesamt seien aber die meisten Erinnerungen an seine Zeit in England glücklich, auch weil er sich bei den Citizens schnell zurechtfand: "Der Umzug nach England war kein Kulturschock. Zwischen den beiden Klubs gibt es keinen großen Unterschied."

Abschließend wagte der italienische Nationalspieler einen kurzen Blick auf die WM im Sommer: "Ich sehe die Weltmeisterschaft nicht als wichtigen Schritt für mich. Ich gehe dorthin, um schöne Erfahrungen zu sammeln und eine gewisse Genugtuung zu erhalten. Es ist meine erste WM und die will ich genießen."

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