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Schweinsteiger und Gomez sind nach schweren Verletzungen wieder ins Training eingestiegen. Dennoch bleiben für Bundestrainer Löw vier Monate vor der WM noch einige Fragezeichen.

München. Joachim Löw dürfte am Mittwoch wieder einmal ein Wechselbad der Gefühle durchlebt haben. Zunächst musste der Bundestrainer die erneute Verletzung von Dortmunds Innenverteidiger Mats Hummels zur Kenntnis nehmen. Kurz danach kamen aber immerhin erfreuliche Nachrichten aus München und Florenz.

Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger und Torjäger Mario Gomez konnten nach langwierigen Verletzungen ins Training einsteigen. Doch rund vier Monate vor Beginn der Weltmeisterschaft in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) bleiben für Löw nach wie vor einige Fragezeichen.

Gomez: "Große Freude" - Schweini erleichtert

Die sind zumindest bei Gomez (Bänderriss im Knie und Sehnenentzündung) kleiner geworden, der seit September ausgefallen war. "Es ist eine große Freude für mich, wieder bei meiner Mannschaft dabei zu sein", sagte der Stürmer (28) des AC Florenz. Schweinsteiger äußerte sich zwar nicht zu seinem Trainings-Comeback, aber dem 29-Jährigen war die Erleichterung, endlich wieder einmal schmerzfrei zu sein, deutlich anzumerken.

Der Bayern-Profi hatte monatelang zunächst wegen zweier Operationen am Knöchel und zuletzt wegen einer Entzündung an der Patellasehne gefehlt. Spekulationen, dass es für Schweinsteiger bis zur WM knapp werden könnte, machten schon die Runde. Nun ist bei Löws Mittelfeldchef aber ein baldiges Ende der Leidenszeit in Sicht.

Immer noch befinden sich aber einige WM-Kandidaten im Krankenstand. Während bei Torwart René Adler und bei Hummels (soll nach seiner Knöchelverletzung in zwei Wochen wieder fit sein) eine Rückkehr absehbar ist und auch Jungstar Julian Draxler (Sehnenabriss im Oberschenkel) in der kommenden Woche wieder ins Lauftraining einsteigen soll, ist die Lage bei Sami Khedira und Ilkay Gündogan weiterhin völlig offen. Holger Badstuber (Reha nach zwei Kreuzbandrissen) ist ohnehin schon abgeschrieben.

Was ist mit Khedira, Gündogan und Badstuber?

Von Real Madrids Mittelfeldstar Khedira, der im November einen Kreuzbandriss erlitten hatte, ist seit Wochen nichts zu hören. Löw hegt aber weiterhin die Hoffnung, dass der 26-Jährige den Wettlauf mit der Zeit gewinnt. Er sei "für diesen Zeitpunkt in einem sehr, sehr guten Zustand", sagte er vor zwei Wochen. Der Dortmunder Gündogan (Rückenprobleme) soll eventuell Ende Februar wieder zur Verfügung stehen. "Er beginnt quasi bei null", meinte BVB-Coach Jürgen Klopp zuletzt.

Löw hofft nun, dass seine Sorgenkinder vor der WM-Nominierung im Mai noch einige Spielpraxis sammeln können. "Wir müssen es schaffen, dass alle Spieler topfit in unsere intensive Vorbereitung gehen. Das wird das Wichtigste sein", hatte der 54-Jährige unlängst betont. Es sei klar, dass die deutsche Nationalmannschaft auf ihrem Weg zum ersehnten WM-Titel Spieler wie Schweinsteiger, Gomez, Khedira oder auch Miroslav Klose "in einer Topform braucht".

Angst vor weiteren Verletzungen

Auch um Routinier und Rekordtorschütze Klose (35) hatte sich Löw lange Zeit Sorgen machen müssen, doch inzwischen hat der Stürmer bei Lazio wieder Fuß gefasst. Ohnehin fürchte man als Bundestrainer "schon eher", so Löw, "dass sich noch ein Spieler kurz vor dem Turnier verletzt". Wie dies etwa vor der WM 2010 bei Michael Ballack oder René Adler der Fall gewesen war.

Für den Bundestrainer könnten sich aber noch ganz andere Probleme ergeben, wie derzeit bei André Schürrle. Der Mittelfeldspieler wird beim FC Chelsea von Startrainer José Mourinho aktuell nicht berücksichtigt.

Es bleibt für Löw bis Mai spannend - das ein oder andere Wechselbad der Gefühle ist garantiert.

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