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Derdiyok machte für die Werkself mit einem Dreierpack auf sich aufmerksam. 96 kassierte eine Last-Minute-Pleite - Freiburg wurde von einem Zweitligisten auseinandergenommen.

Berlin. Hannover 96 verliert in letzter Minute das Spiel gegen Fenerbahce. Werder Bremen tut sich in seinen Tests weiterhin schwer - gegen Steaua Bukarest gelang kein Treffer. Derweil hat Eintracht Frankfurt gegen Schachtjor Donezk seine erste Niederlage der Vorbereitung hinnehmen müssen. Auch beim VfL Wolfsburg lief nicht alles rund - erst in der zweiten Halbzeit drehte das Team von Dieter Hecking auf. Bayer Leverkusen ließ Fortuna Düsseldorf nicht den Hauch einer Chance. 1899 Hoffenheim schlug 1860 München nach langer Anlaufzeit am Ende deutlich. Der SC Freiburg geriet gegen Union Berlin unter die Räder. Der 1. FC Nürnberg feierte im zweiten Testspiel den zweiten Sieg.

Hannover 96 - Fenerbahce 1:2 (1:0)

Tore: 1:0 Diouf (27.), 1:1 Webo (62.), 1:2 Kuyt (90. HE)

Aufstellung Hannover: Zieler - Cherundolo, Marcelo, Hoffmann, Schulz - Stindl, Schmiedebach, Schlaudraff (86. Prib), Huszti - Diouf (69. Bittencourt), Rudnevs

Hannover 96 hat im Mardan-Stadion in Aksu beim 1:2 gegen Fenerbahce trotz Niederlage eine ordentliche Leistung abgeliefert. Gegen den aktuellen Tabellenführer der Süper Lig, für den 96-Trainer Tayfun Korkut von 1995 bis 2000 selbst gespielt hat, lagen die Niedersachen lange durch Mame Diouf (27.) in Führung, mussten dann aber den Ausgleich durch Pierre Webo (62.) und das 1:2 in der Schlussminute durch Dirk Kuyt hinnehmen. Der Niederländer verwandelte einen von Marcelo verschuldeten Handelfmeter.

Zu Beginn der Partie wirkte 96 etwas verschlafen und hätte nach fünf Minuten bereits zurückliegen können. Neuzugang Artjoms Rudnevs zeichnete sich als auffälligster Spieler in Hälfte eins aus. In der Folge verpasste es Hannover trotz zahlreicher Chancen den Sack zuzumachen. Die Partie musste nach einer knappen halben Stunde kurzzeitig unterbrochen werden, da Fener-Fans Pyros auf das Spielfeld geworfen hatten.

Werder Bremen - Steaua Bukarest 0:0

Tore: Fehlanzeige

Aufstellung Bremen: Mielitz - Theo, Prödl, Caldirola (60. Lukimya), Garcia (69. Schmitz) – Makiadi (45. von Haacke), Bargfrede (60. Ignjovksi), Kobylanski (60. Yildirim), Hunt (60. Petersen) – Elia (69. Aycicek), Di Santo

Rückrunden-Generalprobe im südspanischen Algeciras: Gegen Nürnberg hatte Bukarest vor zwei Tagen noch eine 1:5-Klatsche kassiert, für Bremen stellten sich die Rumänen jedoch als ernstzunehmender Gegner heraus. Über die komplette Spielzeit gesehen hatte der Dritte der heimischen Liga etwas mehr Spielanteile und Chancen, verpasste es aber besonders in der Druckphase zu Beginn der zweiten Hälfte in Führung zu gehen.

Die Bremer Offensive ließ Elan und Spritzigkeit vermissen und blieb mit Ausnahme von Eljero Elia blass. Der Niederländer hatte zwar einige gute Möglichkeiten, scheiterte aber stets am starken Steaua-Keeper Ciprian Tatarusanu. In einer unspektakulären Schlussphase blieb es beim torlosen Unentschieden. Bremen empfängt am nächsten Sonntag Eintracht Braunschweig.

Eintracht Frankfurt – Schachtjor Donezk 0:1 (0:1)
Tore: 0:1 Alex Teixeira (41.)

Aufstellung erste Halbzeit: Trapp - Djakpa, Russ, Zambrano, Jung - Rode, Schwegler - Rosenthal, Aigner - Meier, Joselu

Aufstellung zweite Halbzeit: Wiedwald - Kempf, Anderson, Madlung, Schröck - Lanig, Flum - Barnetta, Weis - Kadlec, Lakic

Eintracht Frankfurt hat im zweiten Testspiel der Winterpause die erste Niederlage hinnehmen müssen. In einem von Anfang an temporeichen und umkämpften Spiel präsentierte sich die Eintracht in der ersten Hälfte auf Augenhöhe mit dem Champions-League-Teilnehmer. Während Jan Rosenthal allerdings zweimal gute Chancen vergab, netzte Alex Teixeira kurz vor der Pause eiskalt ein.

In der zweiten Hälfte kamen die Frankfurter mit einer komplett neuen Elf wesentlich seltener gefährlich vor das Tor von Donezk-Keeper Andrij Pyatow und  konnten sich am Ende bei Schlussmann Felix Wiedwald bedanken, dass die Partie nicht noch höher verloren ging. Trotz des Ergebnisses zeigte sich Armin Veh am Ende der Begegnung durchaus zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft.

In China tat sich der VfL Wolfsburg lange schwer, ehe die Kräfte Quingdaos sichtlich schwanden. Gustavo brachte die Wölfe schließlich auf die Siegesstraße.

VfL Wolfsburg – Quingdao Jonoon 4:0 (1:0)
Tore: 1:0 Olic (38.), 2:0 Gustavo (68.), 3:0 Perisic (78.), 4:0 Dost (83.)

Aufstellung erste Halbzeit: Benaglio - Ochs, Naldo, Lopes, Schäfer - Medojevic, Malanda - Caligiuri, Arnold - Kutschke, Olic

Aufstellung zweite Halbzeit: Grün - Träsch, Sprenger, Klose, Rodriguez - Knoche, Luiz Gustavo - Evseev, Diego, Perisic – Dost

Ein bisschen warten mussten die Fans in Sanyu doch auf das Feuerwerk der Wölfe. Diese begannen wenige Stunden vor der Abreise aus dem Trainingslager langsam und etwas träge, auch wenn Chancen immer wieder laut bejubelt wurden, kam das Spiel doch nicht in Tritt.

Erst Ivica Olic sorgte nach Kombination über Daniel Caligiuri und Stefan Kutschke für die fällige Führung (38.). Dennoch wollte der Knoten noch nicht platzen, der VfL tat sich weiterhin schwer gegen den chinesischen Erstliga-Absteiger. Die schwindenden Kräfte dieser machten das Spiel dann jedoch einfach für den VfL: Luiz Gustavo (68.), Ivan Perisic (78.) und Bas Dost (83.) netzten innerhalb weniger Minuten und verhalfen ihrem Team somit doch zum standesgemäßen 4:0-Sieg.

Bayer Leverkusen - Fortuna Düsseldorf 4:0 (3:0)

Tore: 1:0 Derdiyok (13.), 2:0 Derdiyok (36.), 3:0 Son (39.), 4:0 Derdiyok (48.)

Aufstellung Leverkusen: Leno - Hilbert, Reinartz, Toprak, Boenisch - Castro, Rolfes, Öztunali (46. Dürholtz) - Hegeler, Son - Derdiyok

Lars Bender, Stefan Kießling, Philipp Wollscheid, Emir Spahic und Giulio Donati bekamen von Bayer-Trainer Sami Hyypiä eine Pause verordnet. Zudem fehlten Sidney Sam (Aufbautraining) und der erkrankte Emre Can. Trotzdem war Leverkusen im Ulrich-Haberland-Stadion von Beginn an das klar bessere Team und ging früh und verdient in Führung.

Eren Derdiyok vollstreckte nach einem Fehler in der Düsseldorfer Hintermannschaft mit einem Heber über Michael Rensing hinweg. Erneut Derdiyok nach Vorarbeit von Simon Rolfes und Heung-Min Son freistehend vor Rensing erhöhten gegen die überforderte Fortuna noch vor der Pause auf 3:0. Im zweiten Durchgang, in dem Bayer weiterhin alles im Griff hatte, traf Derdiyok mit seinem dritten Tor zum 4:0-Endstand.

Für Leverkusen war es der dritte Sieg im vierten Testspiel. Heerenveen (4:3, 2:0) wurde zwei Mal bezwungen, gegen die Young Boys Bern sprang ein 2:2 heraus. Am Sonntag nimmt Bayer noch am Wintercup in Düsseldorf teil.

1899 Hoffenheim - TSV 1860 München 3:0 (0:0)

Tore: 1:0 Salihovic (68., Foulelfmeter), 2:0 Schipplock (72.), 3:0 Karaman (80.)

Aufstellung Hoffenheim: Grahl - Beck (70. Schindler), Vestergaard, Süle (46. Abraham), Johnson (58. Toljan) - Rudy (58. Polanski), Strobl (46. Herdling) - Elyounoussi (38. Salihovic), Firmino (70. Karaman), Hamad (70. Ludwig), Modeste (58. Schipplock)

Aufstellung 1860: Eicher - Schwabl, Vallori (46. Volz), Schindler (46. Wojtkowiak), Hertner (46. Koussou) - Bierofka (46. Stoppelkamp), Stahl (46. Stark), Weigl (46. Wannewetsch), Adlung (46. Tomasov) - Wood (46. Osako), Hain (46. Lauth)

Ein bisschen dauerte es, bis Bewegung in die Partie kam. Im totenstillen Dietmar-Hopp-Stadion übernahm dann jedoch der Bundesligist Schritt für Schritt die Kontrolle über das Spiel und brachte sich immer wieder in gute Abschlusspositionen. Zum Torerfolg reichte es allerdings noch nicht. Erst in der zweiten Hälfte präsentierte sich der Gastgeber effektiver und ging nach einem Foulspiel an Kai Herdling per Elfmeter in Führung.

Der noch vor der Pause eingewechselte Sejad Salihovic traf vom Punkt (68.), nur wenige Minuten später legte der ebenfalls eingewechselte Sven Schipplock (72.) das 2:0 obendrauf. Schließlich bewies auch Kenan Karaman seine Joker-Qualitäten (80.) und besorgte den 3:0-Endstand. Die Münchner blieben trotz des Debüts von Yuya Osako torlos, der Neuzugang ließ gleich mehrere gute Chancen aus.

SC Freiburg - Union Berlin 0:5 (0:4)

Tore: 0:1 Mattuschka (4., FE), 0:2 Nemec (13.), 0:3 Dausch (27.), 0:4 Dausch (45.), 0:5 Gomaah (90.)

Aufstellung Freiburg: Baumann - Sorg, Diagne, Höhn, Mujdza - Günter, Ginter, Fernandes, Schmid - Darida, Mehmedi.

Am vorletzten Tag des Trainingslagers im andalusischen Rota waren den SC-Akteuren die Strapazen der zurückliegenden Einheiten deutlich anzumerken. Union Berlin, das seinerseits erst seit drei Tagen in  Spanien weilt, hatte mit müden und geschlauchten Freiburgern keine Probleme. Nach 45 Minuten lagen die Eisernen dank Torsten Mattuschka und Adam Nemec sowie eines Doppelpacks von Martin Dausch mit vier Toren in Front.

Während bei Union nach Wiederanpfiff dieselbe Elf auflief, blieb bei Freiburg fast die komplette Mannschaft in der Kabine: Einzig Oliver Baumann und Immanuel Höhn kehrten aufs Feld zurück.

Durch die Wechsel wirkte der SC defensiv stabiler, kam in der Offensive aber nicht zum Zuge. Der eingewechselte Abdallah Gomaa sorgte für den Schlusspunkt. Für Freiburg war es das letzte Testspiel bevor am Samstag in einer Woche Leverkusen im Breisgau gastiert.

1. FC Nürnberg - FC Luzern 2:1 (0:1)

Tore: 0:1 Lezcano (40.), 1:1 Gärtner (79.), 2:1 Mak (86.)

Aufstellung (1. Hälfte): Rakovsky - Chandler, Nilsson, Pogatetz, Pinola - Balitsch, Drmic, Feulner, Kiyotake - Hlousek, Ginczek

Aufstellung (2. Hälfte): Uphoff - Angha, Dabanli, Petrak, Plattenhardt - Frantz, Colak, Gärtner, Mak - Stepinski, Pekhart

Der 1. FC Nürnberg hat nach dem 5:1-Sieg gegen Steaua Bukarest auch das zweite Testspiel des Trainingslagers in Spanien für sich entschieden. In Mijas drehte der Club die Partie gegen den FC Luzern erst spät zu seinen Gunsten. In der Schlussviertelstunde entwickelten die Franken mehr Torgefahr und kamen erst durch Sebastian Gärtner (79.) zum Ausgleich, dann machte Robert Mak mit einer starken Einzelaktion (86.) den Sieg klar.

Zuvor hatten die Schweizer in einer ruppigen Begegnung die besseren Torchancen auf ihrer Seite und gingen folgerichtig in der 40. Minute durch Dario Lezcano in Führung. Nach dem Ausgleich der Franken hatte Oliver Bozanic das 2:1 für die Schweizer auf dem Fuß, ehe es Mak im Gegenzug besser machte. Bei Nürnberg musste Innenverteidiger Berkay Dabanli angeschlagen ausgewechselt werden.

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