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Der Schalker hat eine dauerhafte Präsenz in der Königsklasse zum unabdingbaren Ziel für den Klub erklärt. Dabei hofft er auch auf die "Mithilfe" der direkten Konkurrenten.

Doha. Mittelfeldstar Kevin-Prince Boateng vom FC Schalke 04 lässt für den Klub kein anderes Ziel als die Champions-League-Teilnahme gelten und setzt dabei auch auf Einbrüche bei der Konkurrenz. Der 26-Jährige ist überzeugt, seine Fitnessprobleme bald voll in den Griff zu bekommen. Auf Trainer Jens Keller und die Mannschaft lässt er nichts kommen.

"Ich will unbedingt immer in die Champions League. Ich würde den Anspruch sogar so formulieren: Wir sind Schalke 04, wir müssen regelmäßig in die Champions League", sagte Boateng im Interview mit dem Kicker.

Damit die Königsblauen als Tabellensechster nach der Hinrunde ihr Ziel in dieser Spielzeit noch erreichen, hofft der Ghanaer auch auf unfreiwillige Unterstützung von Konkurrenten wie Gladbach oder Wolfsburg: "Für uns spricht, dass diese Mannschaften noch kein richtiges Tief hatten. Sie werden nicht 10 Monate konstant am Limit spielen können."

Plädoyer für Trainer und Mannschaft

Zugleich verwies Boateng darauf, dass die Königsblauen wiederum ihr Potenzial in der Hinrunde nicht voll ausgeschöpft hätten: "Wir brauchen auf dem Platz Disziplin über 90 Minuten, in jedem Spiel. Dann können wir auch die Mannschaften von oben schlagen, wie gegen Leverkusen bewiesen."

Von einem Mentalitätsproblem ("Wir sind eine Mannschaft") wollte der Schalker dabei ebenso wenig etwas wissen wie von einem schwachen Standing des Coaches: "Wie ein Trainer nach außen wirkt, ist für mich als Spieler nebensächlich. Allesentscheidend ist für mich, dass ein Trainer ehrlich ist. Und das ist bei Jens Keller zu 100 Prozent der Fall."

Vielfliegerei kein Problem

Auch mit seiner eigenen Hinrunde ist Boateng nur bedingt zufrieden, "weil es einfach zu viele Spiele gab, in denen ich nicht 100 Prozent abgeliefert habe." Allerdings gehe es aufwärts mit der Fitness, weil er "in den letzten zwei Monaten habe ich so gut wie jede Einheit mitgemacht" habe.

Boateng hofft, seine Knie-Probleme durch seine Zusammenarbeit mit einem Körperstatiker vollends in den Griff zu bekommen. Die regelmäßigen Flüge nach München stören ihn dabei nicht: "Natürlich ist es ein großer Aufwand. Aber da es darum geht, im Spiel zu 100 Prozent fit auf dem Platz zu stehen, betreibe ich ihn sehr gerne. Meinetwegen auch bis zum Ende meiner Karriere."

Mittelstürmer der Zukunft?

Seit seiner Ankunft in Gelsenkirchen wurde Boateng vornehmlich auf der Zehner-Position, aus Personalnot aber auch als Mittelstürmer eingesetzt. Dabei ist sein Trainer Jens Keller nicht der einzige, der ihn auf dieser Position stark sieht: "Auch Silvio Berlusconi war dieser Meinung, weil ich kopfballstark bin und die Bälle gut verarbeiten kann."

Boateng selbst bevorzuge aber nach wie vor die Zehnerposition, weil er dort "nach vorne wie nach hinten effektiv sein" könne.

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