thumbnail Hallo,

Dani Alves: "Mit oder ohne Ballon d'Or - Lionel Messi ist der Beste!"

Der brasilianische Verteidiger, der sich auch auf der Shortlist der FIFPro World XI wiederfindet, hält seinen argentinischen Mannschaftskameraden für den besten Spieler der Welt.

EXKLUSIV
Von Ben Hayward

Vier Mal en suite gewann Lionel Messi zuletzt die Weltfußballer-Wahl. Unabhänging vom Ausgang in diesem Jahr ist der Argentinier für Dani Alves das Maß aller Dinge. Sein Teamkollege beim FC Barcelona sei weit vor seinen Verfolger an der Spitze der Fußballwelt.

Messi hat zwar einen keinen geringen Teil des Fußballjahres 2013 wegen einer Verletzung verpasst, aber er hat es dennoch gemeinsam mit Cristiano Ronaldo von Real Madrid sowie Franck Ribery vom FC Bayern auf die Shortlist für den Ballon d'Or geschafft. Doch diesmal ist er nicht favorisiert, stattdessen sind die beiden Konkurrenten in der Pole Position auf den FIFA-Titel.

Deshalb unterstrich Alves mit Nachdruck: Wer auch immer die diesjährige Trophäe bekommt, Messi bleibt der Talentierteste. "Die Geschichte um den Ballon d'Or ist ein wenig ermüdend, denn die Ausgangsposition hat sich verschoben. Die Entscheidung wurde vom Fußballplatz auf das Feld der Meinungen und Sichtweisen bewegt. Geht es aber um die Leistung auf dem Platz, denke ich, verweist er jeden auf den zweiten Platz."

"Gewinnen wird der mit der besten Saison oder der besten PR"

Alves fuhr fort: "Entfernen wir uns davon, was auf dem Platz ist, hat Messi geringe Chancen. Dann wird der Sieger, der die beste Saison gespielt hat oder der die beste PR macht. Sprechen wir heute über den Ballon d'Or, dann ist es so, als würden wir über Politik sprechen. Der mit der besten Kampagne gewinnt und nicht der, der den besten Fußball spielt, der die besten Sololäufe hinlegt oder die meisten Tor erzielt!"

Während ein Großteil bei der Weltfußballer-Wahl durch Stimmen von Journalisten entschieden wird, basiert die FIFPro World XI – die ebenso am 13. Januar in Zürich verkündet wird - auf Entscheidungen von Spielern. Alves glaubt darum, ein Platz in der Elf sei befriedigender. Der Brasilianer, der es in den Jahren 2009, 2011 und 2012 in die Auswahl schaffte, ist auch dieses Jahr wieder nominiert.

"Es wählen Leute, die wissen von was sie sprechen"

"Es ist etwas Besonderes, hat eine immense Bedeutung, wenn du von anderen Spielern gewählt wirst, denn es wählen dich Spieler, die wissen von was sie sprechen. Sie wissen, wie schwer es ist, Fußball zu spielen, wie der Wettbewerb sich darstellt und wie es ist, da zu gewinnen, wo jeder gut spielt. Du wirst von Menschen ausgewählt, die das Spiel verstehen und nicht wie beim Ballon d'Or von Menschen, die glauben, dass sie es verstehen."

Alves ist einer der drei Barcelona-Verteidiger, die für die FIFPro World XI nominiert sind, aber sie sehen sich heftiger Konkurrenz von Bayern Münchens Abwehrspielern gegenüber, die nicht nur das Triple im Jahr 2013 einfahren konnten, sondern die Blaugrana auch in zwei Matches der Champions League mit 7:0 hinter sich ließen und damit ins CL-Finale von Wembley marschierten.

Zum Konkurrenten aus Deutschland sagte Alves: "Sie haben derart viele Wettbewerbe gewonnen und auch den möglicherweise wichtigsten von allen. Da sollte es selbstverständlich sein, dass sie gute Chancen auf einen Platz in der Elf haben. Mein Jahr verlief recht konstant, auch ich habe Titel geholt. Aber die Bayern waren wirklich gut, und wenn sie ausgewählt werden, dann haben sie sich das auch verdient."

Die Selecao ist in der Verteidigung gut vertreten

Fünf der sechs Brasilianer, die für die FIFPro World XI-Shortlist nominiert wurden, sind Verteidiger und Alves sagt, das beweist, dass die Selecao auf einer stabilen Abwehr basiert. "Wir zeigten beim Confed-Cup einen Qualitätssprung. Viele Menschen haben an unserem Team gezweifelt, aber nach dem Confed Cup kam der Glaube zurück. Und das führt eben auch zu anderen Dingen, wie zum Beispiel zu solch Nominierungen, aber du musst auch – ob mit dem Verein und der Nationalmannschaft – gewinnen."

Insgesamt wurden 19 Verteidiger für die FIFPro World XI nominiert. Alves räumte ein, viele zu bewundern. "Alba genießt einen herrlichen Moment, Pique hat spektakuläre Qualität und ich habe auch eine Schwäche für Mascherano wegen dessen Intensität, mit der er das Spiel angeht und wie er es lebt", sagte Alves.

Auch die Konkurrenz ist in aller Munde: "Sergio Ramos ist ein großer Innenverteidiger. Mats Hummels mag ich, ebenso wie Dante, Vincent Kompany von Manchester City oder David Luiz. Selbst wenn er bei Chelsea derzeit nicht die Einsatzzeit bekommt, ist er ein Großer für die Nationalmannschaft. In Brasilien haben wir wirklich viele große Verteidiger."

Der andere brasilianische Vertreter in der FIFPro World XI-Liste ist Neymar. Alves ist begeistert darüber, wie sein Landsmann die Anpassung im Camp Nou nach dem Sommer-Transfer von Santos hinbekommen hat. "Er wirkt sehr glücklich auf mich", sagte Alves. "Ich habe mit ihm gesprochen, sagte ihm, er solle zu Barca kommen. Alles unter der Prämisse, hier glücklich zu werden. Und obendrein sagte ich, er solle einfach das tun, was er am besten kann. Ich denke, er setzt das bereits um."

Klicke hier für weitere Informationen zur FifPro World XI und die exklusive FifPro Facebook-App sowie das Tippspiel. http://bit.ly/WorldXIApp

Dazugehörig