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Nach dem ersten Duell mit den "Gunners" sah es für den BVB nach Achtelfinale aus. Nach dem zweiten Duell wissen die Borussen, dass ein Kraftakt her muss, damit das klappt.

Aus Dortmund berichtet Daniel Buse

Dortmund. Manchmal passt beim Fußball das Ergebnis nicht zum Spiel. Mit dieser Sichtweise blickten auch die Spieler von Borussia Dortmund auf ihren Auftritt in der Champions League gegen den FC Arsenal zurück. Eine Stunde lang ließen sie nichts anbrennen, vergaben einige gute Möglichkeiten und hatten eigentlich wenig zu befürchten. Dann aber schlugen die Gunners zu und brachte am Ende das 1:0 ohne größere Probleme in der Schlussphase über die Zeit.

"Wir kamen mit dem 0:1 aus dem Tritt. Das war absolut nicht nötig, denn wir waren voll im Spiel und hatten tolle Aktionen", sagte BVB-Torwart Roman Weidenfeller hinterher in der Mixed Zone. Voll im Spiel waren die Dortmunder, auch wenn man in der ersten Hälfte manchmal etwas zu abwartend agierte.

Aber immerhin waren die Gastgeber deutlich gefährlicher als die Gäste, die überhaupt keinen konstruktiven Angriff in den Sechzehner des Gegners brachten. Und wenn Henrikh Mkhitaryan in der 37. Minute bei seiner Großchance etwas besser Maß genommen hätte, wäre die Überlegenheit der Borussen schon vor der Pause auch auf der Anzeigetafel deutlich geworden.

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"Aus dem Nicht das 0:1"

Nach dem Seitenwechsel drehten die Dortmunder noch einmal etwas mehr auf und kamen zu zwei weiteren Gelegenheiten durch Marco Reus sowie Jakub Blaszczykowski. "Ich denke, dass wir auf jeden Fall mehr Pech hatten als Arsenal zu Hause", meinte BVB-Innenverteidiger Neven Subotic nach dem Schlusspfiff.

Zur Erinnerung: In London hatte es in der Schlussphase eher nach einem Arsenal-Sieg ausgesehen, bevor Robert Lewandowski entscheidend zum 2:1 zugeschlagen hatte. "Wir hatten die klareren Chancen, aber aus dem Nichts bekommen wir das 0:1. Das war natürlich bitter", fasste Nuri Sahin die ersten 60 Minuten treffend zusammen.

Eine Szene entschied schließlich das Duell: Nach einer Flanke von Mesut Özil und einer Kopfballvorlage von Olivier Giroud warf sich Aaron Ramsey im Fünfmeterraum in den Ball und machte das Tor des Abends.

Arsenal dreht an der Uhr

Danach folgte eine wilde Phase mit Chancen auf beiden Seiten, bevor die Londoner es sich in der Defensive gemütlich machten und an der Uhr drehten. "Sie haben viel Zeit durch die Wechsel herausgeholt, aber das soll keine Ausrede sein. Es lag natürlich an uns, dass wir das Spiel nicht wenigstens unentschieden gespielt haben", meinte Sahin hinterher.

Die Niederlage war perfekt – jetzt weiß der BVB ganz genau, was zu tun ist, damit die Mannschaft doch noch ins Achtelfinale kommt: Ein Sieg muss im kommenden Heimspiel gegen den SSC Neapel her und auch die abschließende Begegnung in Marseille muss aller Voraussicht nach erfolgreich gestaltet werden.

"Unser Anspruch ist es, dass wir die beiden Spiele zu gewinnen", erklärte Weidenfeller. Sahin ließ sich durch die Niederlage gegen Arsenal und die schlechter gewordene Ausgangslage nicht runterziehen, denn: "Wenn wir Neapel schlagen, sieht die Welt schon ganz anders aus."

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