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Gegen Juventus setzt Ancelotti erneut auf ein Dreier-Mittelfeld mit Illarramendi, Modric und Khedira. Patrick Ebert hat derweil öfter in La Liga getroffen als in der Bundesliga.

Kolumne
Von Martin Ernst

Dieser Saisonstart war alles andere als königlich, keine Frage. "Ein Team wie ein Pendel", beschrieb El Pais Real Madrids jüngste Leistungsschwankungen. Ausgerechnet die 'Woche der Wahrheiten' könnte nun aber die Wende bringen. Nicht nur weil Barcelona und Atletico in der Primera Division erstmals Punkte ließen - nach dem Champions-League-Kracher gegen Juventus und vor dem Clasico scheint Carlo Ancelotti endlich das viel zitierte "Gleichgewicht" in seiner Mannschaft gefunden zu haben.

Wie schon gegen Kopenhagen und bei der Leistungssteigerung gegen Malaga setzte der Italiener auf einen Dreierriegel im Mittelfeld, diesmal mit Illaramendi vor der Abwehr, flankiert von Khedira (rechts) und Modric (links). Nach dem Spiel kündigte 'Carletto' zufrieden an, daran festhalten zu wollen: "Es war das dritte Spiel mit diesem System, es hat dem Team Selbstvertrauen gegeben. Deswegen werden wir im Camp Nou nichts ändern."

In Sachen Ballbesitz und Passquote dominierte das Trio Reals Statistiken, Khedira harmonierte zudem gut im Zusammenspiel mit Arbeloa und Di Maria. Beispiel 1:0 - als der Ex-Stuttgarter auf dem rechten Flügel vorstößt, mit seiner Ablage auf Di Maria die Führung durch Ronaldo mit einleitet. 18 Minuten vor Schluss hat der Schwabe das 3:1 sogar selbst auf dem Fuss, scheitert aus spitzem Winkel aber an Buffon.



Bringt diese Woche also die Wende? Für den  Aufschwung spricht auch die Atmosphäre im Bernabeu, das zuletzt mit den Leistungen einiger Spieler haderte: Als Khedira, der nach Iscos Einwechslung tiefer stand, in der 83. Minute einen Gegenangriff abfängt, gibt es diesmal annerkennenden Applaus von den Rängen. Nur Benzema erntet nach einer vergebenen Chance immer noch Pfiffe - dabei hatte der Franzose Pirlos Kreise laufstark eingeengt.

Und sonst? Ebert rettet Valladolid Punkt

Für Patrick Ebert läuft es ebenfalls gut. Gegen Sevilla rannte Valladolid lange Zeit hinterher, drehte aber die Partie in den letzten zehn Minuten: Der eingewechselte Manucho traf zum Anschluss ehe der Deutsche mit einem Freistoß aus rund 25 Metern in der 87. Minute dafür sorgte, dass ein Punkt im eigenen Stadion blieb.

Der Ex-Herthaner hat mehr Tore in Spanien geschossen (8) als in der Bundesliga (7), dazu jedoch deutlich weniger Spiele gebraucht. Seinen Treffer feierte Ebert mit Soldatengruß. Keine Zeichen an den eigenen Anhang, der seinen Unmut zuvor durch erste Pfiffe signalisiert hatte.

"Das war für einen Freund aus Deutschland, der mich damit aufzog, dass ich keine Freistöße verwandle", so Ebert in der Marca. Kritisch kommentierte er indes die Leistung seines Teams: "Wir haben sehr, sehr schwach angefangen. Gegen Rayo müssen wir es besser machen." Bei Sevilla standen die beiden Deutschen Marin und Trochowski verletzungsbedingt nicht im Kader.

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